Disfunctions.de

Das Blog der gnadenlosen Fehlfunktionen!

ICAL-Termin-Export mit Eventlist 1.0.2 für Joomla 2.5

Erstellt von Lukas am Donnerstag 18. April 2013

Aus gegebenen Anlass schreibe ich heute mal wieder einen Artikel. Dies hat den Hintergrund, dass ich selbst bei der Lösung meines Problem wenig bis garnichts im Internet gefunden habe & erst recht nicht auf Deutsch.

Folgende Situation:

Ich habe für ein neues Projekt welches unter Joomla 2.5 laufen soll “Eventlist 1.0.2″ zur internen Terminverwaltung installiert.

Vorweg: Eine Vorgabe war, dass es eine Möglichkeit geben soll, die eingetragenen Termine in den eigenen, lokalen Terminkalender zu übernehmen (zB.: Outlook). Nach einiger Recherche und gefühlten Stunden in einigen Internetforen stieß ich auf die besagte Komponente, welche meine Vorgaben erfüllen sollte.

Das Problem begann damit das alle erhältlichen Versionen lediglich für Joomla 1.5 vorgesehen waren. Doch nach einiger Suche fand ich die ersehnte Version für Joomla 2.5 (Downloadlink am Ende des Artikels). Wie es der Zufall wollte wurde in dieser Version alles außer dem Terminexport via Ical unterstützt.

Tagelanges Beiträge schreiben in Foren führte nun zur letztendliches Lösung meines Problems. Wer Eventlist 1.0.2 unter Joomla installiert hat oder vor hat es zu installieren und die Exportfunktions benutzen möchte, ist hier genau richtig.

Auf den Lösungsweg an sich möchte ich hier nicht genau eingehen, da ich in weiten Teilen davon, grade was die Programmierung in sämtlichen Dateien die geändert wurden anging, einfach nicht fit genug bin.

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Truecrypt auf dem Raspberry Pi installieren

Erstellt von Matthias am Samstag 20. Oktober 2012

Seit kurzem habe ich den Raspberry Pi bei mir stehen. Nach einigen Tests mit Raspbian(einer angepassten Debian Distribution) und erst mal nur einem Torrentclienten zum Verteilen von Raspbian selbst, wollte ich nun mal eine Festplatte, die mit Truecrypt verschlüsselt ist im Netzwerk verfügbar machen. Dabei stellt man erst mal fest, dass es für Arm scheinbar kein fertiges Paket gibt und auch nichts passendes für Raspbian aufzutreiben war. Somit war es relativ nahe liegend  dass man Truecrypt selbst kompiliert, wie fast immer ist es aber natürlich so, dass es die ein oder andere Stolperfalle gibt und vor einem schon andere Leute vor den gleichen Problemen standen. Im Forum findet man schon eine knappe Anleitung für Truecrypt.

Leicht abgewandelt und etwas erklärt installiert man dann Truecrypt wie folgt:
Zuerst stellt man mittels

cd /

sicher, dass man in seinem Benutzerordner ist, anschließend lädt man sich die aktuelle Truecryptversion mit folgendem wget Befehl herunter:

wget http://www.truecrypt.org/downloads/transient/0d82764e6c/TrueCrypt%207.1a%20Source.tar.gz

Falls mittlerweile die Version 7.1a nicht mehr aktuell ist, muss man sich unter http://www.truecrypt.org/downloads2 die aktuelle Version heraussuchen, dabei nimmt man das “Mac OS X / Linux (.tar.gz)”.
Außerdem wird noch WXWidget benötigt, auch dies lädt man einfach herunter:

wget http://prdownloads.sourceforge.net/wxwindows/wxWidgets-2.8.12.tar.gz

Des weiteren wird noch libfuse benötigt:

sudo aptitude install libfuse-dev

Und schließlich noch die Header Dateien von RSA Security Inc. PKCS #11 Cryptographic Token Interface (Cryptoki) 2.20 in den Ordner ~/pkcs-header-dir/ herunterladen.

cd ~/pkcs-header-dir/ && wget ftp://ftp.rsasecurity.com/pub/pkcs/pkcs-11/v2-20/*.h

Jetzt geht es endlich ans kompilieren, dazu muss man zuerst das WXWidget kompilieren und anschließend Truecrypt. Vorher muss man aber erst beide .tar.gz Dateien entpacken:

tar -xf TrueCrypt\ 7.1a\ Source.tar.gz && tar -xf wxWidgets-2.8.12.tar.gz

Damit die PKCS Header Dateien auch mit in den make Prozess eingebunden werden, muss man den Pfad angeben:

cd
export PKCS11_INC=/home/pi/pkcs-header-dir/

Nun kann man mit folgenden Befehlen das Kompilieren starten, zuerst für WXWidget:

cd truecrypt-7.1a-source/
make NOGUI=1 WX_ROOT=/home/pi/wxWidgets-2.8.12 wxbuild

Dies dauert so ungefähr 15-20 Minuten. Jetzt noch Truecrypt kompileren, das kann etwas länger dauern, sollte spätestens nach 1h fertig sein:

make NOGUI=1 WXSTATIC=1
sudo cp -v media/truecrypt /usr/local/bin/

Am Ende kann man jetzt Truecrypt starten, den Befehl unter Umständen anpassen!

truecrypt -t -k "" --protect-hidden=no /tmp/test.truecrypt /media/truecrypt1/ -v -m=nokernelcrypto

Dort muss man die Pfade entsprechenden anpassen. Der Pfad zu test.truecrypt ist die Container Datei oder eben das Lauferwerk, also z.B. /dev/sda/ und der 2. Pfad ist der gewünschte Einhängepunkt, in diesem Fall /media/truecrypt1 . Nun sollte alles geklappt haben und man hat Truecrypt installiert und den ersten Container eingebunden. Wie man Container erstellt und alle weiteren Infos zur Kommandozeile erhält man in dem man folgendes eingibt:

truecrypt --help

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Thinkpad X220 Touchpad ruckelt mit 90 Watt Netzteil

Erstellt von Matthias am Sonntag 5. August 2012

Bei einigen frühen Modellen des Lenovo Thinkpad X220 kann es in Verbindung mit dem “90W Ultraslim AC/DC Combo Adapter“ dazu kommen, dass das Touchpad sehr stark ruckelt, wenn der Akku geladen wird und gleichzeitig der Laptop genutzt wird. Dies soll mit später produzierten (>Herbst 2011) Modellen nicht mehr vorkommen. Hier trat das Problem sowohl unter Windows als auch unter Linux auf, aber nur in Verbindung mit dem 90 Watt Netzteil, mit dem Standard 65 Watt Netzteil gab es keine Probleme. Bei Modellen, bei denen man dieses Problem vorfindet, kann man laut dem Lenovo Forum und einem Knowledge Base Artikel eine neue Firmware auf das Touchpad flashen.

Dazu muss man diese Datei herunterladen, diese dann entpacken und unter Windows ausführen. Anschließend wählt man in dem erscheinenden Dialog das Synaptics Touchpad aus und flashed auf dieses die neue Firmware. Dafür wählt man die in der .rar Datei enthaltene Firmware aus und führt den Flashvorgang aus.  Der Dialog ist relativ selbsterklärend. Dies dauert erfahrungsgemäß eine ganze Weile und man sollte aufpassen, dass während des Prozesses der Akku voll genug ist bzw. ein Netzteil angeschlossen ist. Anschließend startet man sein System einmal neu und nun sollte das Touchpad auch mit einem 90 Watt Netzteil einwandfrei arbeiten.

Grundsätzlich sollte man das natürlich nur machen, wenn man weiß was man macht und vor allem wirklich nur bei einem Thinkpad X220!

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Podcatcher – Podcast Client für Android

Erstellt von Matthias am Samstag 2. Juni 2012

Podkicker

Podkicker

Ich nutze seit einiger Zeit Podcatcher auf meinem Android Device. Im Wesentlichen stellt die App ein Podcast Verzeichnis bereit, man kann diese und auch manuell eingetragene Podcasts abonnieren und sich automatisch über neue Episoden benachrichtigen lassen. Diese kann man wahlweise streamen, automatisch sofort downloaden oder manuell bei guter Internetverbindung downloaden. Man hat recht viele Einstellungsmöglichkeiten und kann beispielsweise definieren, dass neue Episoden nur im W-LAN heruntergeladen werden sollen.

Flattr

Seit kurzem kann nun die Pro-Version, welche man für 1,99€ erwerben kann, eine wunderbare Flattr-Integration über die man sehr schnell beim Hören, dem Podcaster ein wenig zurückgeben kann. Bei Instacast wurde diese Integration leider kürzlich von Apple blockiert, aber im Android Play Store gibt es solche Beschränkungen glücklicherweise nicht. Dafür hat Podkicker zwar bislang noch keine Auto-Flattr Funktion, mit welcher automatisch alle gehörten Podcasts geflattred werden, aber das kann durchaus noch kommen.

Ich finde die 1,99€ für die Pro-Version durchaus angebracht, leider fehlt der Flattr-Button für die App an sich innerhalb der App momentan etwas, so oft wie ich die App nutze, hätte ich dort gerne nochmal drauf geklickt. Was nutzt ihr als Podcast-Client oder wie hört ihr Podcasts?

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Ubuntu Crypt Setup reparieren

Erstellt von Matthias am Freitag 24. Februar 2012

Ab und an kann es unter gewissen Vorraussetzungen dazu kommen, dass sich grub auf einem System mit lvm-crypt bzw. verwendeter Verschlüsselung zerlegt bzw. aus unklaren Umständen nicht mehr funktioniert. Man kann grub dann mittels eines Live-Systems relativ einfach wieder reparieren, wenn man die richtigen Schritte in der richtigen Reihenfolge kennt. Da ich diese selber immer wieder vergesse und man es im Endeffekt recht selten benötigt, fasse ich diese hier mal beispielhaft zusammen. Das muss nicht vollständig sein und muss an das eigene System angepasst werden. Man sollte dabei immer wissen was man gerade macht und nicht nur stumpf die Befehle kopieren.


ubuntu@ubuntu:~$ sudo cryptsetup luksOpen /dev/mapper/lvm-root luks
Enter passphrase for /dev/mapper/lvm-root:
ubuntu@ubuntu:~$ sudo mount /dev/mapper/luks /mnt
ubuntu@ubuntu:~$ sudo mount -o bind /dev /mnt/dev
ubuntu@ubuntu:~$ sudo mount -o bind /sys /mnt/sys
ubuntu@ubuntu:~$ sudo mount -t proc /proc /mnt/proc
ubuntu@ubuntu:~$ sudo cp /proc/mounts /mnt/etc/mtab
ubuntu@ubuntu:~$ sudo mount /dev/sdXY /mnt/boot
ubuntu@ubuntu:~$ sudo chroot /mnt /bin/bash
root@ubuntu:/# grub-install --force /dev/sdXY
root@ubuntu:/# update-grub

Am Anfang muss man hinter /dev/mapper den Namen des eigenen verschlüsseltem LVM angeben. Nach dem ersten Befehl muss man das Kennwort für die Verschlüsselung eingeben, dieses ist nicht das Benutzerkennwort! Anschließend mountet man die verschiedenen Bereiche des Systems und muss dabei all die Angaben die mit /dev/sdXY ändern, statt dem X ein Buchstabe, meist “a”, statt dem Y die Nummer der Boot Partition. Ich hoffe zumindest ich kann dann die ganze Geschichte das nächste mal nachschauen und evtl. hilft es ja dem ein oder anderem.

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Springerlink.com Downloader

Erstellt von Matthias am Donnerstag 12. Januar 2012

SpringerLink.com Logo AvatarAuf der Webseite Springerlink.com werden für viele Lehr- und Ausbildungsbereiche Bücher und Zeitschriften zur Verfügung gestellt. Leider ist die optische Aufbereitung eher suboptimal und man kann eher schlecht die PDF’s online anschauen. Angenehmer Weise biete die Seite eine Downloadmöglichkeit an, diese zerlegt aber die Bücher/Zeitschriften in einzelne Abschnitte bzw. Kapitel, so kann man nur jeweils ein Kapitel herunterladen, jede Datei hat auch noch den gleichen Namen, was das zusammensuchen bzw. zusammensetzen noch unangenehmer macht. Aber das Internet wäre nicht das Internet, wenn es dafür nicht schon eine schöne Lösung gäbe. Für alle *nix-Artigen Systeme, insbesondere für Ubuntu gibt es ein kleines Skript, mit dem man den ganzen Vorgang automatisiert und hinterher ein fertiges, zusammengesetztes und richtig benanntes PDF erhält, mit welchem man gut arbeiten kann!

Auf github findet man von milianw ein funktionales, schnelles Skript.

Dieses kann man mittels


wget http://github.com/milianw/springer_download/zipball/master

herunterladen und einfach entpacken. Danach kopiert man die Datei “springer_download.py” aus dem Verzeichnis heraus in sein /home Verzeichnis oder in den bin Ordner.
Bevor man nun starten kann, muss man zumindest unter Ubuntu noch pdftk installieren.


sudo apt-get install pdftk

Nun kann man das Skript ausführen, es arbeitet nach folgendem Schema:


./springer_download.py -l "http://www.springerlink.com/content/$ISBN"

Anstatt von $ISBN muss man die entsprechende ISBN des Buches eingeben, alternativ kann man sich das Buch auch direkt auf Springerlink heraussuchen und den Link einfach innerhalb der ” ” kopieren.

Ausser pdftk benötigt das Programm noch Python 2.4.x/2.6.x und iconv, beides war bei mir schon vorhanden und ist, meines Wissens nach, auf einem Standard Ubuntu bereits installiert.

Ich fand das Skript sehr praktisch, da es auch mit VPN Zugängen und anderem arbeiten kann. SpringerLink ist, so weit ich weiß, vorwiegend für Lehrinstitutionen zugänglich und Studenten können über das VPN der Uni auf Springerlink gehen und sollten automatisch eingeloggt werden. Ansonsten einfach mal auf der Bibliothekswebseite der Uni nachschauen.

Das Skript steht unter der GPLv3 und kann somit relativ frei verwendet und weiterentwickelt werden. Viel Spaß damit.

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Cyanogenmod 7.1 erschienen

Erstellt von Matthias am Montag 10. Oktober 2011

Cyanogenmod 7.1

Cyanogenmod 7.1

Nachdem lange Zeit nur der Release Candidate für Cyanogenmod 7.1 verfügbar war, ist nun die stabile Version erschienen.

Ich hatte schon seit längerem die RC Version benutzt und war bis auf seltene Freezes sehr zufrieden damit. In der neuen Version sind verschiedenen Features enthalten, zum einen wird auf Android 2.3.7 gesetzt, das ist die aktuellste und frei verfügbare Android Version momentan. Auf dieser aufbauend hat das Cyanogenmod Team verschiedene spannende Features hinzugefügt, so kann man beispielsweise die Rechte von Apps beschneiden, also beispielsweise Spielen das Recht zur Internetverbindung nehmen um so Werbung zu verhindern oder beim Datenschutz nachhelfen, wenn Apps zu viel über einen erfahren wollen. Dabei muss man beachten, dass nicht jede App ohne gewisse Rechte wirklich funktioniert, aber das muss man einfach ausprobieren. Außerdem kann man per Gesten Apps starten, Bluetooth Mäuse benutzen und vieles mehr.

Das Cyanogenmod Team empfiehlt die Installation bzw. das Update über den Rom-Manager, der das Ganze sehr einfach macht.  Die Anzahl der unterstützten Geräte ist nochmals deutlich gestiegen und man arbeitet auch an weiteren Devices wie dem HP Touchpad, infos dazu kann man hier finden.

Wer sich für die ganzen Änderungen interessiert, findet diese im Changelog.

Welche Android Version bzw. welchen Mod benutzt ihr?

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Facebook Konto löschen – Digital Suicide

Erstellt von Fabian am Samstag 24. September 2011

Der Grund oder besser gesagt, der Tropfen der das Fass zum Überlaufen gebracht hat, für das Löschen meines Accounts ist, wie sich der ein oder andere eventuell schon gedacht hat, die “Neuerungen” die auf der “Facebook Konferenz F8″ angekündigt wurden. Ich möchte hier nichts über Socialnetworks und Datenschutz schreiben, darüber haben andere schon genug geschrieben.

Ich war zwar nie unter meinem richtigen Namen und meiner “richtigen” Emailaddresse angemeldet nur habe ich keine Lust in einem Netzwerk angemeldet zu sein in dem ich Permanent damit beschäftigt bin meine Aktivitäten und Daten beisammen zu halten bzw. dafür zu sorgen dass sie von Facebook nicht immer wieder verteilt werden. Facebook war nach Schüler- und StudiVZ das dritte Netzwerk in dem ich angemeldet war und bei keinem war das so krass wie bei Facebook. Nachdem ich immer mal wieder und in den letzten Tagen verstärkt drüber nachgedacht habe meinen Account zu löschen, habe ich mich dann heute dazu entschlossen.

Was für den ein oder anderen, der das selbe vor hat, eventuell ganz interessant ist, ist die Frage wie man seinen Account nachhaltig löscht.

Facebookt bietet an den Account zu deaktivieren, nur wird der Account dann, logischerweise, nur deaktiviert, die Daten bleiben aber erhalten. Auch wird der Account bei einem Login sofort wieder aktiviert. Das kann bei der Verknüpfung von vielen Webseiten mit Facebook schneller gehen als einem lieb ist.

Um seinen Account wirklich zu löschen muss man sich ein wenig durch die Einstellungen klicken. Ich habe das mal in einem Link gepackt. Wer will kann ja mal versuchen selber an diesen Punkt zu gelangen ;) .

Danach bekommt man die Nachricht dass das Konto deaktiviert wurde und in den nächsten 14 Tagen gelöscht wird. Warum der Account nicht sofort gelöscht wird und ob das mit den geltenden Datenschutzbestimmungen zu vereinbaren ist, frage ich mich allerdings.

Um dem Problem des automatischen Logins durch andere Webseiten vorzubeugen sollte man auch noch alle Facebook-relevanten Cookies aus dem Browser löschen.

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Die Post und geöffnete Briefe

Erstellt von Fabian am Freitag 19. August 2011

Vor ca. 1 Woche erzählte mir ein Freund, der in der selben Straße wohnt, dass bei ihm ein Brief (persöhnlicher Natur) offensichtlich geöffnet angekommen ist. Der Brief der nicht in Deutschland abgeschickt wurde hatte auch keinen Stempel oder einen Hinweis darauf das er evtl. vom Zoll geöffnet wurde. Interessant ist, dass alle anderen Briefe, die durch ihre Form “offensichtlich” als “offizielle” Briefe zu erkennen sind, nicht geöffnet worden sind.  Deshalb scheint für uns die Möglichkeit, dass der Brief von einem Postboten geöffnet wurde, um darin Geld o.ä. zu finden, am wahrscheinlichsten.

Etwa drei Tage später kam dann bei uns auch ein persöhnlicher Brief geöffnet an. Der Umschlag war an einer Seite aufgerissen und wieder mit Tesafilm zugeklebt worden. Wir haben natürlich beim Absender nachgefragt ob er nicht einfach einen alten Briefumschlag recycelt hat, aber dem war nicht so. “Offizielle” Post kam und kommt weiterhin ungeöffnet bei uns an.

Also habe ich mich mal bei der Post für günstige 6 ct pro Minute angerufen und der Dame am anderen Ende der Leitung die Vorfälle geschildert. Zunächst wurden mir mehere Möglichkeiten genannt, warum denn Postsendungen geöffnet ankommen, die beste war: “Ist der Brief eventuell beim Einwerfen in den Briefkasten beschädigt worden?”. Nachdem ich ihr klar machte dass sich der Brief dann wohl kaum im Briefkasten mit Tesafilm verschließt, und der Tatsache dass ich ausdrücklich darauf hinwies dass in der Straße auch bei anderen Post geöffnet angekommen ist, war man dann doch bereit die Vorfälle “aufzunehmen”.

Nach weiteren 3 Tagen lag dann ein ungeöffneter Brief der deutschen Post im Briefkasten. Mit folgendem Inhalt:

Es tut uns leid, dass Ihre Sendung beschädigt zugestellt wurde. Ihre Verärgerung hierüber verstehen wir gut und bitten Sie für die Ihnen entstandenen Unannehmlichkeiten um Entschuldigung. Natürlich ist es unser Ziel, alle uns anvertrauten Sendungen in einwandreiem Zustand auszuliefern. Daher nehmen wir Ihre Reklamation zum Anlass unseren Service durch geziehlte Maßnahmen weiter zu verbesser. Als kleine Wiedergutmachung für den Ihnen etstandenen Ärger fürgen wir diesem Schreiben gerne ein paar Briefmarken Bei. Wir freuen uns, wenn sie künftig wieder von der Qualität unserer Leistungen überzeugen können.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Kundenservice BRIEF

Bei den “ein Paar” Briefmarken handelte es sich um vier 55 ct Briefmarken.

Ich glaube die werde ich Benutzen um Briefe an mich selbst zu schicken und zu gucken ob sie auch geöffnet ankommen.

 

 

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Wieso man an Schülervertretungen nicht sparen sollte [taz-Artikel]

Erstellt von Matthias am Montag 8. August 2011

In der Taz erschien kürzlich ein interessanter Artikel über die Ausgaben der Länder für Schülervertretungen und Landesschülervertretungen, in dem es darum geht, dass die Ausgaben immer weiter sinken und vor allem in Berlin einen besorgniserregenden Tiefstand erreicht haben.

Lukas und ich waren, bzw. Lukas ist immer noch, aktiv in der Schülervertretung und im Kreisschülerrat und haben dadurch viele Erfahrungen und Erkenntnisse gewonnen. Auch durch diese eigenen Erfahrungen wissen wir wie schwierig es ist Geld für die Arbeit in der Schülervertretung aufzutreiben, zwar gibt es oftmals feste Budgets, aber oft wird es einem schwer gemacht an diese heranzukommen und gibt es dazu viele Auflagen und Regeln. Manches davon ist sicher sinnvoll, manches weniger sinnvoll. Trotz allem sichern diese festen, staatlichen Budgets die man von Ländern und eventuell von Kreisen und Schulen bekommt eine gewisse Unabhängigkeit der Schülervertretungen und vor allem ermöglichen diese Veranstaltungen wie Seminare, Fortbildungen und vieles mehr. Des weiteren fördern die Schülervertretungen eigenverantwortliches Lernen und Arbeiten und vor allem auch das Demokratieverständnis der Schülerinnen und Schüler.

Wenn man nun wie in Berlin hingeht und einer kompletten Landesschülervertretung nur noch 500€ zur Verfügung stellt, bedeutet dies, dass dadurch nicht mal mehr Fahrtkosten zu Seminaren und Fortbildungen ganz zu schweigen von weiteren Ausgaben gedeckt werden können. Dies sorgt dafür, dass die Schülervertretung eines ganzen Landes entweder arbeitsunfähig wird oder sich nach anderen Einnahmequellen umsehen muss. Dafür kommen Sponsoren, Verkäufe oder andere Sachen in Frage, bei all diesen Dingen wird aber viel Zeit dafür benötigt, die dann bei den eigentlichen Aufgaben der Schülervertretung fehlt. Wenn das Ziel der Politik ist, die Schülervertretung arbeitsunfähig zu machen, muss man sich fragen ob des Demokratieverständnis mittlerweile wirklich soweit abhanden gekommen ist und Schüler immer weniger eigene Verantwortung übernehmen sollen oder die Politik sich gar nicht Gedanken über solche Entscheidungen macht.

Desweiteren gewinnen nahezu alle Parteien auch einiges an Nachwuchs über die Schülervertretungen. Wenn man sich in höheren Ebenen als der Schülervertretung der eigenen Schule engagiert, also zum Beispiel in einem Kreis- oder Stadtschülerrat oder der Landesschülervertretung kommt man zwangsläufig mit Parteien und Politikern in Kontakt und muss sich mit politischen Strukturen auseinandersetzen. Die Arbeit in Gremien und Arbeitskreisen ist spätestens im Kreisschülerrat Alltag. Mir selbst sind einige Leute die nach oder bereits während ihrem Engagement in Schülervertretungen sich auch in Parteien und Politik engagiert haben und zum Teil mittlerweile Politik auf Landesebene machen bekannt. Sollten sich die Parteien nicht mal fragen ob sie sich diese Chance auf politisch interessiertem und engagiertem und vor allem schon erfahrenen Nachwuchs entgehen lassen wollen nur um in Länderkassen ein paar Tausend Euro mehr zu haben?

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