Disfunctions.de

Das Blog der gnadenlosen Fehlfunktionen!

Archiv für die 'Ubuntu' Kategorie

Ubuntu 10.10 Indicator Panel Menü

Erstellt von Matthias am 8. Juli 2010

Ubuntu Indicator Applet MenuMit Ubuntu 10.10 soll es eine veränderte Menüpositionierung für Programme geben. Dies wird voraussichtlich in der Netbook Version Einzug nehmen und alle Menüpunkt der Programme in die Leiste am oberen Bildschirmrand schieben. Diese Leiste, auch Panel genannt, zeigt dann immer die Menüpunkte für das Programm an, welches man gerade als Oberstes offen hat und benutzt, bzw. auf welchem der Fokus liegt.

Dadurch, dass das Menü in das bislang leere Panel geschoben wird und dann im Programmfenster ausgeblendet wird, gewinnt man wieder Platz, welcher ja gerade bei Netbooks und Geräten mit kleinen Displays bekanntlich rar ist. Alles rund um das Application Menü findet man im Wiki hier.

Momentan funktioniert das Menü schon ziemlich zuverlässig, ein paar Macken gibt es trotzdem noch, z.b. Gimp bringt es zum crashen, aber das wird bis zum Release von Ubuntu Maverick Meerkat noch stabil. Außerdem gibt es schon seit längerem Pläne zur besseren Integration von KDE Programmen in den Gnome Desktop. Dies wird auch bei dem neuen Menü umgesetzt und KDE Menüs werden auch meist korrekt im Panel Menü dargestellt, dafür werden die KDE Menüpunkte als Gnome Widget gerendert und ordentlich dargestellt, das klappt wie man an diesem Bild mit dem KDE Brennprogramm K3b sieht auch recht gut. Wieder einmal sieht man, dass der Fokus von Ubuntu mehr auf Gnome liegt, was aber ja nicht unbedingt schlecht ist.

Ubuntu Menu Applet K3b

Das neue Indicator Menü kann man auf Lucid installieren, indem man folgende Schritte durchführt. Wer bereits eine Alpha von Maverick (10.10) verwendet, muss nur den 2. Schritt zum Pakete installieren vornehmen.:



sudo add-apt-repository ppa:canonical-dx-team/une

sudo apt-get update


Anschließend installiert man die benötigten Pakete in dem man diesen Befehl eingibt:



apt-get install appmenu-gtk libqtgui4 indicator-applet-appmenu indicator-appmenu


Momentan werden noch beide Menüs angezeigt, also einmal das neue im Panel, aber auch noch das alte im Programmfenster. Dies ist so, damit man das Programm auch bedienen kann, wenn mal was schief geht mit dem Panel Menü. Im Laufe des Maverick Entwicklungsprozesses wird das Menü noch stabiler und ausgereifter und dann wird das Menü im Programmfenster entfernt. Wer dies schon jetzt machen will, muss eine Änderung in der Datei /etc/X11/Xsession.d/80appmenu vornehmen. Die Einstellung zu APPMENU_DISPLAY_BOTH muss auf 0 gesetzt werden, also sieht das dann so aus: APPMENU_DISPLAY_BOTH=0.

Diese Art des Menüs, gibt es meines Wissens nach beim MacOS schon lange, korrigiert mich da aber bitte falls ich falsch liege, ich selber nutze keinen Mac.

Ich finde die neue Anordnung recht gut, so gibt es immer einen zentralen Ort für das Menü und man hat mehr Platz auf dem Desktop. Der Platz in dem Panel wurde bisher eh kaum benutzt, daher fände ich es gut, wenn die Änderung nicht nur in der Netbook Edition zum Vorschein kämen, sondern auch in der Desktop Variante. Meiner Meinung nach, sollte man sich auch die Titelleiste sparen und in das Panel integrieren, dass dürfte man dann aber nicht 1:1 nur verschieben sondern noch ein paar andere Konzepte müssten geändert und verbessert werden.

Was haltet ihr davon und von der Neuerung im Allgemeinen?

via Jono Bacon

Abgelegt unter Linux, Mac, Open-Source, Tutorials, Ubuntu, ubuntuusers.de | 19 Kommentare »

Ubuntu 10.10 Maverick Meerkat Alpha 2 erschienen

Erstellt von Matthias am 1. Juli 2010

Netbook Oberfläche Ubuntu 10.10 MaverickDie Entwicklung von Ubuntu 10.10 Maverick Meerkat, welches im Oktober dieses Jahres erscheinen wird, ist schon seit einigen Wochen in vollem Gange. Heute ist bereits die 2. Alpha Version erschienen. In den Alpha Versionen der Entwicklung werden immer hauptsächlich die Pakete aktualisiert und neue Funktionen eingebaut, die Stabilisierung erfolgt meist erst mit den Beta bzw. RC Versionen. Daher ist die Verwendung der Vorabversionen natürlich wie immer nur etwas für erfahrene Benutzer und auch nicht für Produktivsysteme geeignet.

Vor allem die folgenden größeren Neuerungen stechen hervor:

Überarbeitetes Software Center

Wir hatten schon hier, darüber geschrieben, dass das Software Center noch lange nicht fertig ist und von Version zu Version verbessert werden soll. Die Benutzung des vorhandenen Platzes wird weiter verbessert und ein mehrspaltiges Layout eingeführt. Dabei gibt es nun den “Featured” und “What’s New” Bereich. Dort sollen, wie die Namen schon sagen, vor allem Programme empfohlen werden und der Nutzer soll verstärkt auf gute und auch neue Programme hingewiesen werden. Außerdem wurde die Navigation weiter verbessert, was aber nach der Alpha1 nur ein weiterer logischer Schritt war. Eine große Neuerung ist, dass die sozialen Netzwerke nun noch tiefer in Ubuntu integriert werden, man soll vom Software Center aus, direkt Programme twittern können. Dabei wird wohl der Programm Titel und, was sehr interessant ist, ein direkter Installations Link per apt-url in den Tweet gepackt.

Ubuntu 10.10 Software Center

Verbessertes Musik- bzw. Sound-Menü

Desweiteren wurde auch das Sound-Menü überarbeitet. Dazu gibts auch eine umfangreichere Wikiseite. Vor allem Rhythmbox profitiert davon und man kann seine Musik besser und schneller über das Menü steuern ohne extra in das Programm wechseln zu müssen. Auffällig ist, das man von dem breiten Slider, mit dem man steuern konnte, wie man spult oder an welcher Stelle man sich in dem Audio Stück befindet, weggegangen ist und nun einen runden Button hat, den man aber auch hin und her ziehen kann. Das hat wohl hauptsächlich Design Gründe.

Audio-Menü

Runderneuerte Netbook Oberfläche

Dass die Netbook Oberfläche in Zukunft von Unity abgelöst werden soll, stand ja schon länger fest. Nun nimmt diese auch in Software richtige Form an und kommt zum Einsatz! Der Unity Launcher und das globale Menü sind dabei die größten Änderungen. Diese nehmen aber auch mehr Platz vom Bildschirm weg, als die bisherige Lösung, daher sehe ich das noch etwas skeptisch, aber dass muss die Zeit zeigen. Evtl. wird es auch automatisch ausgeblendet und nur wenn man mit der Maus hingeht eingeblendet. Scheinbar werden auch Programme besser angepasst an die Oberfläche, für Evolution soll eine angepasste Version Namens “Evolution Express” bereit stehen.

Netbook Oberfläche Ubuntu 10.10 Maverick

Downloads

Die Links zu den Downloads findet man alle hier. Man sollte, wie immer, die Torrents bervorzugen! Es gibt auch noch einige, schwerere und bekannte Probleme, sollte man sich vorher mal durchlesen!

Die direkten Links hier nochmal:

http://cdimage.ubuntu.com/releases/maverick/alpha-2/ (Ubuntu Desktop and Netbook)
http://uec-images.ubuntu.com/releases/maverick/alpha-2/ (Ubuntu Server for UEC and EC2)
http://cdimage.ubuntu.com/kubuntu/releases/maverick/alpha-2/ (Kubuntu Desktop and Netbook)
http://cdimage.ubuntu.com/xubuntu/releases/maverick/alpha-2/ (Xubuntu)
http://cdimage.ubuntu.com/ubuntustudio/releases/maverick/alpha-2/ (Ubuntu Studio)
http://cdimage.ubuntu.com/mythbuntu/releases/maverick/alpha-2/ (Mythbuntu)

Unter anderem haben heute Ubuntu Fridge und OMG!Ubuntu darüber berichtet!

Was haltet ihr von den Änderungen? Hättet ihr euch andere Änderungen bzw. zusätzliche gewünscht?

Abgelegt unter Linux, Open-Source, Ubuntu, ubuntuusers.de | 1 Kommentar »

Transparentes Theme in Ubuntu 10.10 Maverick Meerkat?

Erstellt von Matthias am 4. Juni 2010

Kaum ist die Alpha1 von Ubuntu 10.10 Maverick Meerkat erschienen, sickern weitere Details langsam durch.

Auf Launchpad ist im Ubuntu-Light testing Bereich ein neues Theme aufgetaucht. Dieses hört auf den Namen “Eclipse” und hat durch die Equinox und Murrine Engines RGBA Transparenz. Dies könnte darauf hindeuten, dass in der kommenden Ubuntu Version das Theme transparent wird. Dies ist momentan ähnlich dem von Windows Aero bekanntem Schema.

Ubuntu Eclipse Theme

Zwar ist das Theme bisher nicht in die Alpha1 integriert worden, aber da Ubuntu 10.10 schon jetzt in der Alpha1, die oben angesprochenen, Equinox und Murrine, Engines, aktiviert hat und somit RGBA Transparenz in Meerkat ermöglicht wird, erscheint es momentan nicht ganz unwarscheinlich, dass das Eclipse Theme in die neue Ubuntu Version Einzug erhalten wird. Außerdem, lehnt sich der Name “Eclipse” auch an das aktuelle 10.04 Theme “Ambiance” an.

Das Theme basiert ansonsten bisher auf dem Ambiance Theme aus Lucid Lynx und bringt scheinbar erst mal nur die zusätzliche Transparenz mit.

Was würdet ihr von einem transparentem Standard Theme halten? Wie findet ihr Eclipse als Theme?

Dies berichtete heute OMG!Ubuntu in diesem Artikel.

Abgelegt unter Linux, Open-Source, Ubuntu, ubuntuusers.de | 12 Kommentare »

Sprachprobleme mit Tastatureingaben / STRG Feststell

Erstellt von Matthias am 19. Mai 2010

Tastatur

Ich verwende seit einiger Zeit Chromium als Webbrowser! Dies hauptsächlich aus dem Geschwindigkeitsgrund, mein Firefox wurde einfach immer langsamer, auch mit wenigen Addons!

Chromium ist bei mir in Englisch, keine Ahnung ob das immer so ist oder ich nur die Einstellung nicht gefunden habe. Dummerweise verarbeitet Chromium dadurch auch die Tastatureingaben, bzw. zumindest die Eingaben, die von anderen Programmen wie Passwortmanagern kommen. Dadurch werden so Sachen wie Z und Y vertauscht und ein paar andere Kleinigkeiten. Das Problem daran ist eben vor allem die Sache mit der Passwortverwaltung. Ich nutze KeePassX und mache damit sehr viel über die AutoType-Funktion, weils einfach schnell geht! Sobald aber Chromium annimmt, es bekommt Eingaben von amerikanischen Tastatur-Layouts und KeePassX aber europäische ausgibt, kommt es da eben zu Konflikten und die Passwörter- und Benutzernamensfelder werden nicht mehr korrekt ausgefüllt.

Dies kann man unter Ubuntu recht einfach lösen, indem man unter System –> Einstellungen –> Tastatur den Hacken bei “Seperate Belegung bei jedem Fenster” wegmacht und anschließend auf “Systemweit übernehmen” klickt!

Das war auch schon alles, nun gilt die eingestellte Tastaturmethode für alle Fenster und Programme!

Ich habe aber momentan noch ein anderes Problem, nämlich das meine STRG-Taste sich aufhängt, bzw. sich verhält, wie wenn man die Feststelltaste aktiviert hat. Dazu habe ich im uu.de Forum auch was geschrieben, aber bisher konnte mir da keiner weiter helfen. Das Problem tritt bei mir sowohl auf meinem Netbook, als auch auf meinem Desktop-PC auf, deshalb schließe ich einen Hardware Defekt aus. Hat irgendjemand eine Idee an was das liegen kann? Bzw. wie ich dieses Verhalten dauerhaft abstellen kann? Ich glaube das ist einfach nur ne Tastenkombination oder sowas. Es tritt besonders häufig dann auf, wenn ich per KeePassX Autotype ein Passwort mit Sonderzeichen usw. in den Browser schreiben lassen. Dazu konnte ich aber noch nicht wirklich eine Regelmäßigkeit beobachten bzw. das näher einschränken!

Bild-Quelle: Wikimedia Commons QWERTY keyboard (MichaelMaggs), steht wie alles andere in diesem Blog auch unter Creative Commons Lizenz.

Abgelegt unter Linux, Open-Source, Ubuntu, ubuntuusers.de | 7 Kommentare »

Ubuntu Unity / Instant On

Erstellt von Matthias am 10. Mai 2010

Ubuntu Light / Unity

Ubuntu Light / Unity

Mark Shuttleworth hat die Keynote auf dem UDS gehalten und dort das Projekt Ubuntu Unity vorgestellt. Darüber berichtet er auch selber in seinem Blog und außerdem berichtet OMG!Ubuntu darüber!

Bei dem Vorhaben geht es um eine stark angepasste, minimalistische Ubuntu Installation. Die Idee, für Netbooks und kleine Geräte, ein schnell startendes Betriebssystem zu haben, mit dem man die wichtigsten Funktionen, wie Mails, Surfen und Instand Messaging abdeckt, gibt es schon länger. Nun springt also auch Canonical auf diesen Zug auf. Grundsätzlich ist diese Sache natürlich nicht schlecht, die Frage ist nur, wie dringend das wirklich benötigt wird, in Anbetracht der Tatsache, dass Ubuntu 10.04 bereits sehr schnell startet und der Unterschied zu einer minimalistischeren Installation einfach nicht so hoch sein kann, wie das bei verbreiteten Windows Versionen der Fall ist.

Mark schreibt, dass schon vor einigen Monaten begonnen wurde, diese Idee weiter zu denken und technisch umzusetzen. Der Fokus lag neben der schnellen Boot-Zeit, vor allem auch bei einem ausgereiften Dual-Boot System, was immer mehr Menschen einsetzen. Die Gedanken, gingen dabei jedoch weiter, als nur ein schnelles System mit angepasstem Interface in einen normalen Dual-Boot zu bringen. Man will erreichen, dass bei diesem Instant System, ein lokales Dateimanagement weitgehend überflüssig wird und die Daten entweder direkt mit der Cloud synchronisiert werden oder mit dem parallel installieren Windows. Dazu haben die Entwickler auf die aktuellen Einsatz-Szenarien von Gnome und KDE geachtet und verschiedene Erkenntnisse darüber zusammen getragen, welche Funktionen und Programme in diesem Modus wichtig sind und welche, wegen der Schnelligkeit und Leichtigkeit weggelassen werden können.

Daraus ist nun “Unity: a lightweight netbook interface”entstanden. Es gibt bereits eine Linux Distribution die sich Unity-Linux nennt, dies darf hiermit aber wohl nicht verwechselt werden. Die Unity Oberfläche ist momentan eine stark angepasste Ubuntu-Gnome Oberfläche, die speziell auf kleine Bildschirme ausgelegt ist. Laut Shuttlerworth wurde auch auf die Touch-Fähigkeit Wert gelegt, also das die Symbole und Funktionen groß genug sind und bequem mit Fingern bedient werden können. Bei den vorausgegangenen Erhebungen, hat sich herausgestellt, das die Meisten Benutzer zwischen 3 und 10 Starter(Launcher) auf der aktuellen Netbook Oberfläche haben. Der Inhalt soll zu jeder Zeit so viel Platz auf dem Bildschirm bekommen, wie möglich. Hier sei nochmal auf das Zitat eines früheren Artikels verwiesen:

It’s all about vertical pixels

All diese Ziele sollen in die Netbook-Oberfläche für Ubuntu 10.10 “Maverick Meerkat” einfließen. Die Trennung zwischen dem Instant Boot Projekt und der überarbeiteten Netbook Oberfläche sind wohl fließend, bzw. wird es jeweils eine identische Oberfläche sein.

Erstens wird die, vom Ubuntu Desktop bekannte, Fußleiste an den linken Bildschirmrand verlegt. Hierüber soll man die verschiedenen Programme schnellstmöglich starten und wechseln können. Die Symbole für den Müll und die Desktop Anzeigen Funktion werden im Zuge dessen komplett weggelassen, da dies bei der Instant Boot Version sowieso nicht benötigt werden. Diese linke Symbolleiste soll logischerweise auch auf Touch basierte Steuerung optimiert sein und immer dargestellt werden, da auf der Welt Widescreens verbreitet sind und so die horizontalen Pixel wichtiger sind als die vertikalen.

Unity Netbook maximiert

Die 3. und in meinen Augen, zumindest technisch gesehen, größte Änderunge an der GUI, besteht darin, dass man das obere Panel kleiner macht und in dieses auch direkt die Fensterfunktionen, wie Schließen, Minimieren, Maximieren und den Festertitel einbaut. Dies ist momentan auch bei der Netbook-Oberfläche ähnlich gelöst, aber noch nicht ganz so in einander überfließend, wie es der Entwurf zeigt.

Die bereits entwickelten Starter und Symbole werden Teil von Unity sein. Den aktuellen Entwicklungsstand, kann man schon jetzt über ein PPA beziehen. Dieses funktioniert bereits für Ubuntu 10.04, aber nicht verlässlich mit früheren Versionen, außerdem wird von Mark um Feedback von den Testern gebeten.

Man sieht in dem Instant-Boot System neue Herausforderungen und eine neue große Aufgabe, aber es wird gehofft, das man so bei viel mehr OEM Systemen bereits vorinstalliert sein wird und Ubuntu nicht mehr nur als Alternative in Online Shops der Hersteller angeboten wird. Somit soll die Verbreitung, aber auch das Zusammenarbeiten mit einem Windows System verbessert werden. Die Argumente, die hierfür angebracht werden, sind größtenteils die normalen Linux Argumente, rund um sicheres Surfen und Einfachheit. Nun kommt eben das Argument hinzu, dass die Nutzer in wenigen Sekunden ein einsatzbereites System haben, was für viele alltäglichen Aufgaben völlig ausreichend ist.

Etwas überraschend und verwunderlich ist, dass wohl schon Heute(!) diese Light Umgebung für OEM Partner zur Verfügung steht. Jedes Image soll für diese per Hand an die verbaute Hardware und die benötigten Programme angepasst sein, damit auch wirklich eine schnelle Boot Zeit erreicht wird. Das erinnert mich an das Häufige Dilemma von ausgelieferten Windows Versionen auf Laptops, die oftmals von den OEMs so schlecht zusammengeschustert werden, dass diese schon von Anfang an langsam und träge sind.  Außerdem soll die Verzahnung zu Windows, mit speziellen Tools, mit denen man den Boot Loader steuern kann und verschiedene andere Dinge, besonders einfach gemacht werden.

Unity und die bisherige Netbook Version

Einige Unterschiede die man zwischen der Instant Boot Version und der richtigen Netbook Version haben muss, ist der schon oben angesprochene fehlende Datei Manager. Diesen benötigt man bei der richtigen Netbook Version natürlich weiterhin. Außerdem sollen viel mehr Programme unterstützt werden, da die Netbook Version einem richtigen, vollständigen Ubuntu Linux viel näher kommt, als die Instant Boot Version. Auf die genauen Unterschiede der beiden Versionen wird nicht weiter eingegangen, wenn man die Mockups aber genauer betrachtet, erscheint es warscheinlich, dass beide Versionen ähnlich aussehen werden, die Instant Boot Version aber im Funktionsumfang stark eingeschränkt und viel mehr optimiert sein wird.

Gnome Shell und Unity

Shuttleworth sieht Unity als Mittel für leichte Systeme und schnelle Bedienung. Die Gnome Shell hingegen als Mittel für komplexere Arbeitsumgebungen, also den richtigen Desktop PC. Die Komponenten die mit Gnome 3 entwickelt werden, also Zeitgeist und das Fenstermanagement sollen Kernkomponenten für die Datei Verwaltung werden. Was dann also bedeutet, dass diese in die normale Netbook Version einfließen, aber nicht in die Instant Boot Version, da diese ja kein Dateimanagement enthalten wird. Herauszulesen ist, dass Unity der Projektname ist und als Ubuntu Light verbreitet werden soll. Außerdem sieht er Gnome in der glücklichen Position für Desktops, Laptops/Netbooks und mobile Geräte sinnvoll zu sein. Dies seien Gnomes Stärken, die es wichtiger als KDE machen.

Freedesktop und KDE

Unity ist auf offenen Freedesktop Standards aufgebaut und die Entwickler würden sich freuen, wenn KDE Programme auch für Unity angepasst werden würden und auf dieser Oberfläche laufen würden. Es werden die Ayatana Indikatoren im Panel verwendet, was schon jetzt die Lauffähigkeit für KDE Programme sichert, die AppIndicators nutzen. KDE wird also eher weniger Beachtung geschenkt, was bei Ubuntu aber ja schon recht lange so ist. Man will aber trotzdem mit den Entwicklern von KDE zusammenarbeiten und dafür sorgen, dass die Indikatoren komplett in den Ubuntu Desktop integriert werden.

Bis zu Ubuntu 10.10 soll auf dem Stand von Lucid weiter aufgebaut werden und dieses konsequent fort entwickelt werden.

Chromium, Yahoo und Ubuntu

Zum Ende ist mir noch aufgefallen, dass auf den Screenshots und während des Vortrags immer Chromium und Yahoo gezeigt wird. Zwar ist Firefox auf den Mockups zusätzlich zu Chromium drauf, aber Chromium wird hervorgehoben. Daher könnte es sein, dass in Zukunft auf Chromium als Standard? Browser gesetzt wird. Dazu gibt es aber noch keine offizielle Aussage. Es könnte auch sein, dass Canonical da erst mal doppelgleisig mit beiden Browsern fährt.

Hier noch einige Bilder aus Shuttleworth Blog und von OMG!Ubuntu, dort findet man diese auch noch in besserer Auflößung und ein paar mehr. Dies ist nur eine kleine Vorschau darauf!

[UPDATE:] Kaum habe ich meinen Artikel hier fertig, erscheint auch bei heise.de einer zu dem Thema, der noch ein paar interessante Details enthält und die Trennung zwischen Instant On und Netbook Version deutlicher zieht.

Abgelegt unter Linux, Open-Source, Ubuntu, ubuntuusers.de | 3 Kommentare »

Ixquick – Anonyme Suche

Erstellt von Matthias am 21. März 2010

Ixquick Suche Logo

Ixquick Suche Logo

Wer sich ein bisschen mit Suchmaschinen beschäftigt hat und diese nicht nur als Dienst nutzt, weiß, dass vieles was man eingibt von diesen gespeichert und analysiert wird. Vor allem Google ist da oftmals vorne mit dabei. Inwiefern das nun gut oder schlecht ist, kann jeder für sich selbst beantworten. Um eine Alternative, wie man gute Suchergebnisse erhält und keine Daten verrät, handelt es sich bei Ixquick.

Diese Metasearch aus den Niederlande, fasst verschiedene Suchmaschinen wie Bing, Yahoo, Ask und viele mehr zusammen und listet diese als Ergebnisse auf. Es wird aber nicht nur eine reine Suche angeboten, man kann auch eine Bilder-, eine Video- und eine Telefonbuchsuche nutzen. Neben Englisch und Deutsch stehen auch verschiedene andere Sprachen zur Verfügung. Außerdem bietet Ixquick direkt aus der Suche zu jedem Suchergebnis einen sehr schnellen Aufruf über einen Proxy Server bereit. Dazu weiter unten mehr.

Um Ixquick im Firefox zu nutzen, kann man verschiedene Wege gehen. Ich habe Ixquick als Suchmaschine im Suchfeld und auch im Adressfeld. Ich nutze das Ganze unter Ubuntu, man kann die folgenden Schritte aber auch unter anderen Betriebssystemen mit Firefox nutzen.

Zuerst zum Suchfeld, dies ist relativ einfach. Man muss einfach nur  auf die Hinzufügen Seite gehen und dort die entsprechenden Einstellungen vornehmen. Neben dem AGB Akzeptieren ist die Sprachwahl vorhanden und vor allem, was viel interessanter ist, die Nutzung von HTTPS. Wenn man dies aktiviert, nutzt man die Suche immer über SSL, das macht die Sache neben der Anonymität sicherer. Nach dem Auwählen der Optionen klickt man einfach auf Installieren und setzt dies noch als Standardsuche im Firefox. Schon nutzt man Ixquick über das Suchfeld mit SSL. Also sicheres und anonymes Suchen!

Etwas komplizierter wird es nun, wenn man, so wie ich auch des Öfteren, über die Adresszeile Begriffe eingibt und so auch Suchergebnisse erhalten will. Dies ist auf der Ixquick Seite leider nicht dokumentiert und auf eine E-Mail Anfrage habe ich auch keine Antwort erhalten. Aber trotzdem geht es! Dafür muss man folgende Schritte machen:
In die Adresszeile about:config eingeben und die Sicherheitsabfrage bestätigen, dann keyword.URL suchen, darauf doppelklicken und als Wert https://eu2.ixquick.com/do/metasearch.pl?query= eingeben. Alles was vorher drin stand natürlich noch löschen. Anschließend kann man die about:config wieder schließen. Auch hier sucht man nun über eine mit SSL verschlüsselte Verbindung.

Auf den Dokumentations-Seiten von Ixquick findet man sonst auch noch einige hilfreiche Sachen, wie die Suchsyntax und einiges mehr. Die Funktion die Ixquick mit dem Proxy anbietet ist besonders interessant, da direkt neben jedem Suchergebnis ein dezenter Hinweis auf den Proxy ist, wenn man diesen anklickt wird die entsprechende Webseite direkt über den Ixquick Proxy aufgerufen, der sehr schnell ist.

Ixquick Proxy Funktion

Ixquick Proxy Funktion

Ixquick finanziert sich über Werbeeinblendungen bei den Suchergebnissen, diese sind aber deutlich abgegrenzt und nur oben bzw. unten sichtbar. Diese laufen auch nicht über einen Anbieter wie GoogleAdsense, dies wäre ja wiederum fatal. ;-) Die Werbung lässt sich zwar auch einfach mit AdBlock Plus oder ähnlichen Werbeblocker ausblenden, aber bei einem guten Service, wie Ixquick, kann man diesen ja auch mal unterstützen und seinen Werbeblocker für diese Seiten ausschalten. Außerdem bietet Ixquick auch noch eine Browsersymbolleiste an, aber zumindest für mich sind diese mittlerweile gestorben, ich kann damit irgendwie nichts anfangen.

Die Google Suche ist bei Ixquick leider nicht integriert, aufgrund von technischen Beschränkungen seitens Google. Dies ist meiner Meinung nach das größte Manko an Ixquick und so greife ich bei speziellen Sachen doch ab und zu noch auf Google zurück.

Und nun noch die Frage an Euch: Wie nutzt ihr Suchmaschinen? Wie achtet ihr auf eure Sicherheit und Anonymität dabei? Ist es euch egal wenn Google über Jahre hinweg sammelt, was euch alles interessiert.

Abgelegt unter Tutorials, Ubuntu, ubuntuusers.de, Webseiten | 12 Kommentare »

Pidgin Benachrichtigungen deaktivieren

Erstellt von Matthias am 11. März 2010

Pidgin LogoIn Ubuntu ist mittlerweile ja Empathy die Standard Messenger Software, trotzdem benutze ich weiterhin Pidgin. Mir ist hier einfach die Verschlüsselung für Chats wichtiger als nach der Standard Software zu streben. OTR ist einfach und wirkungsvoll zu bedienen und bei Empathy gibt es soweit ich weis bis jetzt noch keine Verschlüsselungsmöglichkeit.
Ich habe mich halbtot gesucht, weil mich die nervenden Benachrichtigungen gestört haben wenn ein User online kommt. Mir reicht es vollkommen zu merken wenn ich eine neue Nachricht bekommen habe, mich interessiert es einfach nicht wer wann Online oder Offline geht. Da bin ich einfach so drauf, dass wenn ich jemandem was schreiben will diesem sofort was schreibe oder später nochmal schaue ob er/sie online ist. Die Einstellung dafür versteckt sich in Pidgin leider etwas. Dabei ist die Lösung so einfach:
Man geht einfach auf Werkzeuge–> Plugins –> libnotify Popups –> Plugin konfigurieren und dort den Hacken bei Kontakt meldet sich an entfernen. Das war auch schon alles und man bekommt nur noch das wirklich wichtige mit! Der Artikel dient daher auch als kleine Erinerrung für mich, falls ich mal wieder vor dem gleichen Problem stehe.

Achso das hier ist übrigens mein erster Beitrag der auch auf Planetenblogger.de erscheint. Daher mal Hallo an alle Leser und Blogkollegen. Außerdem geht noch ein großes Dankeschön an Jan von virtualpixel.de, ohne ihn gäbe es den neuen Planeten gar nicht!

via Ubuntuusers.de

Abgelegt unter Linux, Open-Source, Planetenblogger.de, Ubuntu | 17 Kommentare »

Ubuntu Music Store in Rythmbox/Banshee

Erstellt von Matthias am 25. Februar 2010

Ubuntu Music Store

Ubuntu Music Store

Schon vor längerem ist die Idee aufgekommen einen Ubuntu Music Store in die Medien Player zu integrieren. Christoph berichtete damals darüber. Nun sind in der aktuellen Entwicklerversion von Rythmbox auch schon erste Umsetzungen dessen aufgetaucht.

Grundsätzlich geht es, grob gesagt, darum, direkt aus einer Desktop Anwendung heraus Musik kaufen und “verwalten” zu können. So soll man direkt im eigenen Musikprogramm, diese auch kaufen können ohne extra auf andere Programme/Webseiten zurückgreifen zu müssen. Durch den Namen mit Ubuntu One kann man wohl davon ausgehen, dass die Musik dementsprechend auch über Ubuntu One auf mehreren Rechnern synchron gehalten werden kann.

Auch bisher enthalten die Programme Rythmbox und Banshee ja schon die ein oder anderen CC-lizenzierten Stores wie Jamendo und Magnatune. Da erscheint es nur logisch weitere Möglichkeiten und Verknüpfungen anzubieten.

Die nun in der Entwickler Version aufgetauchten Funktionen, sind momentan eigentlich nur der Eintrag in die Sidebar und nicht viel mehr. Auch noch offen ist, ob Canonical den Store selber betreiben wird oder hierfür einen Partner einsetzt. Gerüchte weise hieß es mal, dass 7Digital den Store betreiben könnte. Zumindest farblich würde es ja schon passen.

Die technische Seite des Projektes sieht so aus, dass man ein Plugin für Rythmbox und Banshee schreiben will, was dann lediglich über eine Browserschnitstelle auf WebkitGTK+ oder Mono den Store lädt. Auf diese Weise soll der Entwicklungsaufwand so gering wie möglich gehalten werden und Änderungen einfacher eingearbeitet werden.

Den passenden Launchpad Eintrag findet man hier.

Ubuntu Music Store Mockup

Ubuntu Music Store Mockup

Ubuntu One Musik Store

Ubuntu One Musik Store

Quellen: Andre Gondim, Ubuntu Wiki

Abgelegt unter Linux, Open-Source, Ubuntu, ubuntuusers.de | 10 Kommentare »

Ubuntu Software Center nun mit PPA’s

Erstellt von Matthias am 23. Februar 2010

Ubuntu Software Center

Ubuntu Software Center

Kaum schreibe ich gestern über die Neuerungen im Ubuntu Software Center, folgt heute gleich der nächste Schlag. Wenn man das nur immer vorher wüsste, wann solche Neuerungen kommen. ;-)

Die Entwickler haben 2 neue Funktionen eingebaut. Das ist einmal die Kategorie mit “Featured Packages”, also vorgeschlagenen Paketen, die nicht schon standard mäßig mit Installiert sind, aber von den Entwicklern, als sehr hilfreich oder sehr oft benutzt angesehen werden.

Die 2. Neuerung ist, dass man nun auch PPA’s also andere Paketquellen einbinden kann und diese auch direkt im Software Center schön graphisch angezeigt werden. Dies ist sehr cool, da man dann nicht mehr für einzelne Pakete in die Konsole oder Synaptic wechseln muss. Auch für Einsteiger wird es so einfach, auch wenn man sagen kann, dass Einsteiger eh keine fremden Paketquellen verwenden sollten. Aber wie so oft ist auch dieses Schwert zweischneidig.

Abgelegt unter debianforum, Linux, Open-Source, Ubuntu, ubuntuusers.de | 2 Kommentare »

Ubuntu Software Center entwickelt sich weiter

Erstellt von Matthias am 22. Februar 2010

Software Center

Software Center

Vor einiger Zeit habe ich hier ja schon über den Software Store berichtet gehabt, mittlerweile hat er einen anderen Namen und unter der Haube tut sich genauso wie an der GUI auch immer mal wieder was. In der Alpha Version von Ubuntu 10.04 sieht man schon die aktuellen Neuerungen. So muss man jetzt nicht mehr in die Detailansicht eines Programms/Pakets gehen sondern kann direkt oben auf Installieren klicken.

Das spart vor allem bei Neuinstallationen des OS viel Zeit. Außerdem gibt es auch explizit den Navigationspunkt mit von Canonical unterstützten Paketen. Den Pfad, also in welcher Unterkategorie man sich befindet, sieht man nun deutlicher und auch anklickbar. Die Bewertungsfunktion mit einem einfachen Sterne System von 0 bis 5 Sternen und die Kommentarfunktion sind implementiert. Kommentare heißen Reviews und man bekommt auch direkt angezeigt wie viele schon zu dem entsprechenden Programm geschrieben wurden. Es gibt ja nach wie vor auch die Anzeige des Preises in den Detailansicht. Dort habe ich bisher jedoch nur kostenlose Angaben gefunden. Die Zeile mit der Preisangabe ist aber viel zu klein geschrieben finde ich. Und man sieht bisher auch keine Funktion über die man bezahlen könnte. Da fände ich, muss sich noch einiges tun. Aber das wird ja spätestens mit den ersten kostenpflichtigen Angeboten ergeben. Man sieht aber es geht weiter und steht nicht still. Und ich finde die Entwicklung bisher ganz gut.

Abgelegt unter Linux, Open-Source, Ubuntu, ubuntuusers.de | 3 Kommentare »

Seite 3 von 912345...Letzte »