Disfunctions.de

Das Blog der gnadenlosen Fehlfunktionen!

Umlaute in Dateinamen falsch dargestellt

Erstellt von Matthias am 10. Juli 2010

Da Windows nicht UTF-8 verwendet, sondern irgendwas in Richtung iso-8859-x hat man bei der Verwendung anderer Systeme manchmal Probleme mit Umlauten und Sonderzeichen oder Akzenten. Ubunut verwendet den UTF-8 Standard, der solche Zeichen anders kodiert. Wenn man nun Dateien bzw. Ordner mit Windows auf eine Festplatte spielt und diese unter Ubuntu nutzen will, hat man hässliche Kodierungsfehler und am Ende des Dateinamens ein “(ungültige Kodierung)”.

Dies kann man mit den Tools utf8migrationtool oder convmv beheben. Ich habe dazu convmv benutzt. Dies kann einfach via Software-Center oder im Terminal per


sudo apt-get install convmv

installieren.

Man kann in ganzen Ordner- und Dateistruckturen auf einmal, also rekursiv, alle falschen Kodierungen beheben lassen. Convmv steht nur über die Kommandozeile zur Verfügung, das reicht aber völlig aus und sit sehr übersichtlich und gut benutzbar! Folgende Optionen hat convm:

USAGE: convmv [options] FILE(S)

-f enc     encoding *from* which should be converted
-t enc     encoding *to* which should be converted
-r         recursively go through directories
-i         interactive mode (ask for each action)
--nfc      target files will be normalization form C for UTF-8 (Linux etc.)
--nfd      target files will be normalization form D for UTF-8 (OS X etc.)
--qfrom    be quiet about the "from" of a rename (if it screws up your terminal e.g.)
--qto      be quiet about the "to" of a rename (if it screws up your terminal e.g.)
--exec c   execute command instead of rename (use #1 and #2 and see man page)
--list     list all available encodings
--lowmem   keep memory footprint low (see man page)
--nosmart  ignore if files already seem to be UTF-8 and convert if posible
--notest   actually do rename the files
--replace  will replace files if they are equal
--unescape convert%20ugly%20escape%20sequences
--upper    turn to upper case
--lower    turn to lower case
--parsable write a parsable todo list (see man page)

Folgender Befehl ist wohl der Standard Anwendungsfall, wenn man die Daten vom Windows iso-8859-x zu UTF-8 kodieren will:


convmv -f iso-8859-15 -t utf8 -r /Pfad/zur/Datei/oder/Ordner/ --notest

Wenn man sich am Anfang noch nicht ganz sicher ist, sollte man das –notest erst mal weglassen, dann bekommt man alle Änderungen erst mal nur aufgelistet ohne dass diese wirklich vorgenommen werden. Mit –notest werden diese dann schließlich wirklich umgesetzt. Den Pfad muss man noch anpassen, wie gesagt, kann man ganze Ordnerstruckturen oder auch nur einzelne Dateien angeben.

Wenn man sehr große Datenmengen bearbeiten bzw. prüfen lässt, kann dies längere Zeit dauern, einfach abwarten, das Programm hat sich nicht aufgehängt auch wenn es länger keine Meldungen gibt! Es arbeitet grundsätzlich sehr flott und hat bei mir auch mehr als 1TB in weniger als 10 Minuten bearbeitet!

Abgelegt unter Linux, Tutorials, Ubuntu, Windows, ubuntuusers.de | 2 Kommentare »

Ubuntu 10.10 Indicator Panel Menü

Erstellt von Matthias am 8. Juli 2010

Ubuntu Indicator Applet MenuMit Ubuntu 10.10 soll es eine veränderte Menüpositionierung für Programme geben. Dies wird voraussichtlich in der Netbook Version Einzug nehmen und alle Menüpunkt der Programme in die Leiste am oberen Bildschirmrand schieben. Diese Leiste, auch Panel genannt, zeigt dann immer die Menüpunkte für das Programm an, welches man gerade als Oberstes offen hat und benutzt, bzw. auf welchem der Fokus liegt.

Dadurch, dass das Menü in das bislang leere Panel geschoben wird und dann im Programmfenster ausgeblendet wird, gewinnt man wieder Platz, welcher ja gerade bei Netbooks und Geräten mit kleinen Displays bekanntlich rar ist. Alles rund um das Application Menü findet man im Wiki hier.

Momentan funktioniert das Menü schon ziemlich zuverlässig, ein paar Macken gibt es trotzdem noch, z.b. Gimp bringt es zum crashen, aber das wird bis zum Release von Ubuntu Maverick Meerkat noch stabil. Außerdem gibt es schon seit längerem Pläne zur besseren Integration von KDE Programmen in den Gnome Desktop. Dies wird auch bei dem neuen Menü umgesetzt und KDE Menüs werden auch meist korrekt im Panel Menü dargestellt, dafür werden die KDE Menüpunkte als Gnome Widget gerendert und ordentlich dargestellt, das klappt wie man an diesem Bild mit dem KDE Brennprogramm K3b sieht auch recht gut. Wieder einmal sieht man, dass der Fokus von Ubuntu mehr auf Gnome liegt, was aber ja nicht unbedingt schlecht ist.

Ubuntu Menu Applet K3b

Das neue Indicator Menü kann man auf Lucid installieren, indem man folgende Schritte durchführt. Wer bereits eine Alpha von Maverick (10.10) verwendet, muss nur den 2. Schritt zum Pakete installieren vornehmen.:


sudo add-apt-repository ppa:canonical-dx-team/une

sudo apt-get update

Anschließend installiert man die benötigten Pakete in dem man diesen Befehl eingibt:


apt-get install appmenu-gtk libqtgui4 indicator-applet-appmenu indicator-appmenu

Momentan werden noch beide Menüs angezeigt, also einmal das neue im Panel, aber auch noch das alte im Programmfenster. Dies ist so, damit man das Programm auch bedienen kann, wenn mal was schief geht mit dem Panel Menü. Im Laufe des Maverick Entwicklungsprozesses wird das Menü noch stabiler und ausgereifter und dann wird das Menü im Programmfenster entfernt. Wer dies schon jetzt machen will, muss eine Änderung in der Datei /etc/X11/Xsession.d/80appmenu vornehmen. Die Einstellung zu APPMENU_DISPLAY_BOTH muss auf 0 gesetzt werden, also sieht das dann so aus: APPMENU_DISPLAY_BOTH=0.

Diese Art des Menüs, gibt es meines Wissens nach beim MacOS schon lange, korrigiert mich da aber bitte falls ich falsch liege, ich selber nutze keinen Mac.

Ich finde die neue Anordnung recht gut, so gibt es immer einen zentralen Ort für das Menü und man hat mehr Platz auf dem Desktop. Der Platz in dem Panel wurde bisher eh kaum benutzt, daher fände ich es gut, wenn die Änderung nicht nur in der Netbook Edition zum Vorschein kämen, sondern auch in der Desktop Variante. Meiner Meinung nach, sollte man sich auch die Titelleiste sparen und in das Panel integrieren, dass dürfte man dann aber nicht 1:1 nur verschieben sondern noch ein paar andere Konzepte müssten geändert und verbessert werden.

Was haltet ihr davon und von der Neuerung im Allgemeinen?

via Jono Bacon

Abgelegt unter Linux, Mac, Open-Source, Tutorials, Ubuntu, ubuntuusers.de | 19 Kommentare »

Ubuntu 10.10 Maverick Meerkat Alpha 2 erschienen

Erstellt von Matthias am 1. Juli 2010

Netbook Oberfläche Ubuntu 10.10 MaverickDie Entwicklung von Ubuntu 10.10 Maverick Meerkat, welches im Oktober dieses Jahres erscheinen wird, ist schon seit einigen Wochen in vollem Gange. Heute ist bereits die 2. Alpha Version erschienen. In den Alpha Versionen der Entwicklung werden immer hauptsächlich die Pakete aktualisiert und neue Funktionen eingebaut, die Stabilisierung erfolgt meist erst mit den Beta bzw. RC Versionen. Daher ist die Verwendung der Vorabversionen natürlich wie immer nur etwas für erfahrene Benutzer und auch nicht für Produktivsysteme geeignet.

Vor allem die folgenden größeren Neuerungen stechen hervor:

Überarbeitetes Software Center

Wir hatten schon hier, darüber geschrieben, dass das Software Center noch lange nicht fertig ist und von Version zu Version verbessert werden soll. Die Benutzung des vorhandenen Platzes wird weiter verbessert und ein mehrspaltiges Layout eingeführt. Dabei gibt es nun den “Featured” und “What’s New” Bereich. Dort sollen, wie die Namen schon sagen, vor allem Programme empfohlen werden und der Nutzer soll verstärkt auf gute und auch neue Programme hingewiesen werden. Außerdem wurde die Navigation weiter verbessert, was aber nach der Alpha1 nur ein weiterer logischer Schritt war. Eine große Neuerung ist, dass die sozialen Netzwerke nun noch tiefer in Ubuntu integriert werden, man soll vom Software Center aus, direkt Programme twittern können. Dabei wird wohl der Programm Titel und, was sehr interessant ist, ein direkter Installations Link per apt-url in den Tweet gepackt.

Ubuntu 10.10 Software Center

Verbessertes Musik- bzw. Sound-Menü

Desweiteren wurde auch das Sound-Menü überarbeitet. Dazu gibts auch eine umfangreichere Wikiseite. Vor allem Rhythmbox profitiert davon und man kann seine Musik besser und schneller über das Menü steuern ohne extra in das Programm wechseln zu müssen. Auffällig ist, das man von dem breiten Slider, mit dem man steuern konnte, wie man spult oder an welcher Stelle man sich in dem Audio Stück befindet, weggegangen ist und nun einen runden Button hat, den man aber auch hin und her ziehen kann. Das hat wohl hauptsächlich Design Gründe.

Audio-Menü

Runderneuerte Netbook Oberfläche

Dass die Netbook Oberfläche in Zukunft von Unity abgelöst werden soll, stand ja schon länger fest. Nun nimmt diese auch in Software richtige Form an und kommt zum Einsatz! Der Unity Launcher und das globale Menü sind dabei die größten Änderungen. Diese nehmen aber auch mehr Platz vom Bildschirm weg, als die bisherige Lösung, daher sehe ich das noch etwas skeptisch, aber dass muss die Zeit zeigen. Evtl. wird es auch automatisch ausgeblendet und nur wenn man mit der Maus hingeht eingeblendet. Scheinbar werden auch Programme besser angepasst an die Oberfläche, für Evolution soll eine angepasste Version Namens “Evolution Express” bereit stehen.

Netbook Oberfläche Ubuntu 10.10 Maverick

Downloads

Die Links zu den Downloads findet man alle hier. Man sollte, wie immer, die Torrents bervorzugen! Es gibt auch noch einige, schwerere und bekannte Probleme, sollte man sich vorher mal durchlesen!

Die direkten Links hier nochmal:

http://cdimage.ubuntu.com/releases/maverick/alpha-2/ (Ubuntu Desktop and Netbook)
http://uec-images.ubuntu.com/releases/maverick/alpha-2/ (Ubuntu Server for UEC and EC2)
http://cdimage.ubuntu.com/kubuntu/releases/maverick/alpha-2/ (Kubuntu Desktop and Netbook)
http://cdimage.ubuntu.com/xubuntu/releases/maverick/alpha-2/ (Xubuntu)
http://cdimage.ubuntu.com/ubuntustudio/releases/maverick/alpha-2/ (Ubuntu Studio)
http://cdimage.ubuntu.com/mythbuntu/releases/maverick/alpha-2/ (Mythbuntu)

Unter anderem haben heute Ubuntu Fridge und OMG!Ubuntu darüber berichtet!

Was haltet ihr von den Änderungen? Hättet ihr euch andere Änderungen bzw. zusätzliche gewünscht?

Abgelegt unter Linux, Open-Source, Ubuntu, ubuntuusers.de | Keine Kommentare »

WordPress 3.0 mit mehreren Domains

Erstellt von Matthias am 21. Juni 2010

WordPress 3.0

WordPress 3.0

Vor ein paar Tagen ist WordPress nun in der Version 3.0 erschienen. Mit dieser wurde das WordPress Multi User (MU) direkt in WordPress integriert.

Dieses ist von Haus aus nicht aktiviert. Dies kann man aber sehr einfach aktivieren. Beachtet werden sollte dabei aber, dass die Verwaltung von mehreren Blog nicht ganz so trivial ist und man dafür Zugriff auf die DNS Einstellungen seiner Domain(s) braucht und gewissen Kentnisse im Umgang mit DNS und Permalinks sollten auch vorhanden sein. Grundsätzlich sollte man auch die folgende Anleitung verstehen und nicht blind Copy&Pastn.

Dazu muss man einfach die Datei wp-config.php bearbeiten und vor diese Zeile:


/* Das war`s schon, ab hier bitte nichts mehr editieren! Viel Spaß beim bloggen. */

folgendes einfügen:


define('WP_ALLOW_MULTISITE', true);

Anschließend muss man sich im WordPress Backend einmal neu einloggen und findet dort nun unter  Werkzeuge den neuen Menüpunkt Blog-Netzwerke. Dort kann man alle wichtigen Einstellungen tätigen und ab sofort kann man mehrere Blogs mit einer WordPress Installation tätigen. Damit das auch funktioniert muss man einen DNS Wildcard Eintrag für die Subdomains setzen. Wenn man dies nicht tut, kann man die weiteren Blogs nur in Unterordnern betreiben. Das Ganze ist ziemlich cool und einfach gelöst und die einzelnen Blogs und Benutzer sind abgeschottet von der restlichen Installation. Man kann aber schon installierte Themes und Plugins zugänglich machen und für jeden Blog einzeln verwalten.

Nun ist man aber erst mal nur soweit, dass man Subdomains bzw. http://domain.de/blog2/ also Subordner verwalten kann. Dies kann unter Umständen nicht genügen und man möchte eine andere Domain für die 2 Webseite bzw. Blog nutzen. Dafür muss man zwar auch die DNS Einstellungen der 2. Domain mit einem Verweis auf die 1. Domain konfigurieren (Stichwort: Domain-Alias) aber auch WordPress muss dafür noch angepasst werden. Von Haus aus ist es nicht möglich, mehr als eine Domain zu verwalten. Dafür gibt es das Plugin WordPress MU Domain Mapping, welches eigentlich für das alte WordPress MU geschrieben wurde, aber auch in WordPress 3.0 seinen Dienst tadellos verrichtet. Nach der Installation muss man noch folgende Zeile in die wp-config.php einfügen. Dies kann man einfach vor oder nach die schon oben erwähnte Zeile machen.


define( 'SUNRISE', 'on' );

Nun läuft das Plugin und die Domains können konfiguriert werden. In diesem Plugin konfiguriert man dann unter Werkzeuge –> Domain Mapping die weiteren Domains und passt diese an die weiteren Blogs an. Unter Blog-Netzwerk –> Domain-Mapping konfiguriert man das Plugin für das Komplette Netzwerk.

Nun kann man schon WordPress mit verschiedenen Webseiten und Domains nutzen, auch wenn man nur eine Installation hat. Das Ganze ist sehr praktisch!

Achso, wer jetzt denkt, das hätte man auch schon von Haus aus alles aktivieren und mitliefern können, dass wäre eher nicht so ideal gewesen, da durch die MU Funktionen schnell die Permalink Struktur und so weiter verändert werden kann und somit bei unerfahrenen Usern schnell viel Links nicht mehr funktionieren und auch die Suchmaschinen alle falsche Links hätten. Daher muss man das wohl auch erst etwas umständlich aktivieren.

Abgelegt unter CMS, Linux, Open-Source, PHP&MySQL, Planetenblogger.de, Tutorials, Webseiten | 2 Kommentare »

Transparentes Theme in Ubuntu 10.10 Maverick Meerkat?

Erstellt von Matthias am 4. Juni 2010

Kaum ist die Alpha1 von Ubuntu 10.10 Maverick Meerkat erschienen, sickern weitere Details langsam durch.

Auf Launchpad ist im Ubuntu-Light testing Bereich ein neues Theme aufgetaucht. Dieses hört auf den Namen “Eclipse” und hat durch die Equinox und Murrine Engines RGBA Transparenz. Dies könnte darauf hindeuten, dass in der kommenden Ubuntu Version das Theme transparent wird. Dies ist momentan ähnlich dem von Windows Aero bekanntem Schema.

Ubuntu Eclipse Theme

Zwar ist das Theme bisher nicht in die Alpha1 integriert worden, aber da Ubuntu 10.10 schon jetzt in der Alpha1, die oben angesprochenen, Equinox und Murrine, Engines, aktiviert hat und somit RGBA Transparenz in Meerkat ermöglicht wird, erscheint es momentan nicht ganz unwarscheinlich, dass das Eclipse Theme in die neue Ubuntu Version Einzug erhalten wird. Außerdem, lehnt sich der Name “Eclipse” auch an das aktuelle 10.04 Theme “Ambiance” an.

Das Theme basiert ansonsten bisher auf dem Ambiance Theme aus Lucid Lynx und bringt scheinbar erst mal nur die zusätzliche Transparenz mit.

Was würdet ihr von einem transparentem Standard Theme halten? Wie findet ihr Eclipse als Theme?

Dies berichtete heute OMG!Ubuntu in diesem Artikel.

Abgelegt unter Linux, Open-Source, Ubuntu, ubuntuusers.de | 12 Kommentare »

Ubuntu Unity / Instant On

Erstellt von Matthias am 10. Mai 2010

Ubuntu Light / Unity

Ubuntu Light / Unity

Mark Shuttleworth hat die Keynote auf dem UDS gehalten und dort das Projekt Ubuntu Unity vorgestellt. Darüber berichtet er auch selber in seinem Blog und außerdem berichtet OMG!Ubuntu darüber!

Bei dem Vorhaben geht es um eine stark angepasste, minimalistische Ubuntu Installation. Die Idee, für Netbooks und kleine Geräte, ein schnell startendes Betriebssystem zu haben, mit dem man die wichtigsten Funktionen, wie Mails, Surfen und Instand Messaging abdeckt, gibt es schon länger. Nun springt also auch Canonical auf diesen Zug auf. Grundsätzlich ist diese Sache natürlich nicht schlecht, die Frage ist nur, wie dringend das wirklich benötigt wird, in Anbetracht der Tatsache, dass Ubuntu 10.04 bereits sehr schnell startet und der Unterschied zu einer minimalistischeren Installation einfach nicht so hoch sein kann, wie das bei verbreiteten Windows Versionen der Fall ist.

Mark schreibt, dass schon vor einigen Monaten begonnen wurde, diese Idee weiter zu denken und technisch umzusetzen. Der Fokus lag neben der schnellen Boot-Zeit, vor allem auch bei einem ausgereiften Dual-Boot System, was immer mehr Menschen einsetzen. Die Gedanken, gingen dabei jedoch weiter, als nur ein schnelles System mit angepasstem Interface in einen normalen Dual-Boot zu bringen. Man will erreichen, dass bei diesem Instant System, ein lokales Dateimanagement weitgehend überflüssig wird und die Daten entweder direkt mit der Cloud synchronisiert werden oder mit dem parallel installieren Windows. Dazu haben die Entwickler auf die aktuellen Einsatz-Szenarien von Gnome und KDE geachtet und verschiedene Erkenntnisse darüber zusammen getragen, welche Funktionen und Programme in diesem Modus wichtig sind und welche, wegen der Schnelligkeit und Leichtigkeit weggelassen werden können.

Daraus ist nun “Unity: a lightweight netbook interface”entstanden. Es gibt bereits eine Linux Distribution die sich Unity-Linux nennt, dies darf hiermit aber wohl nicht verwechselt werden. Die Unity Oberfläche ist momentan eine stark angepasste Ubuntu-Gnome Oberfläche, die speziell auf kleine Bildschirme ausgelegt ist. Laut Shuttlerworth wurde auch auf die Touch-Fähigkeit Wert gelegt, also das die Symbole und Funktionen groß genug sind und bequem mit Fingern bedient werden können. Bei den vorausgegangenen Erhebungen, hat sich herausgestellt, das die Meisten Benutzer zwischen 3 und 10 Starter(Launcher) auf der aktuellen Netbook Oberfläche haben. Der Inhalt soll zu jeder Zeit so viel Platz auf dem Bildschirm bekommen, wie möglich. Hier sei nochmal auf das Zitat eines früheren Artikels verwiesen:

It’s all about vertical pixels

All diese Ziele sollen in die Netbook-Oberfläche für Ubuntu 10.10 “Maverick Meerkat” einfließen. Die Trennung zwischen dem Instant Boot Projekt und der überarbeiteten Netbook Oberfläche sind wohl fließend, bzw. wird es jeweils eine identische Oberfläche sein.

Erstens wird die, vom Ubuntu Desktop bekannte, Fußleiste an den linken Bildschirmrand verlegt. Hierüber soll man die verschiedenen Programme schnellstmöglich starten und wechseln können. Die Symbole für den Müll und die Desktop Anzeigen Funktion werden im Zuge dessen komplett weggelassen, da dies bei der Instant Boot Version sowieso nicht benötigt werden. Diese linke Symbolleiste soll logischerweise auch auf Touch basierte Steuerung optimiert sein und immer dargestellt werden, da auf der Welt Widescreens verbreitet sind und so die horizontalen Pixel wichtiger sind als die vertikalen.

Unity Netbook maximiert

Die 3. und in meinen Augen, zumindest technisch gesehen, größte Änderunge an der GUI, besteht darin, dass man das obere Panel kleiner macht und in dieses auch direkt die Fensterfunktionen, wie Schließen, Minimieren, Maximieren und den Festertitel einbaut. Dies ist momentan auch bei der Netbook-Oberfläche ähnlich gelöst, aber noch nicht ganz so in einander überfließend, wie es der Entwurf zeigt.

Die bereits entwickelten Starter und Symbole werden Teil von Unity sein. Den aktuellen Entwicklungsstand, kann man schon jetzt über ein PPA beziehen. Dieses funktioniert bereits für Ubuntu 10.04, aber nicht verlässlich mit früheren Versionen, außerdem wird von Mark um Feedback von den Testern gebeten.

Man sieht in dem Instant-Boot System neue Herausforderungen und eine neue große Aufgabe, aber es wird gehofft, das man so bei viel mehr OEM Systemen bereits vorinstalliert sein wird und Ubuntu nicht mehr nur als Alternative in Online Shops der Hersteller angeboten wird. Somit soll die Verbreitung, aber auch das Zusammenarbeiten mit einem Windows System verbessert werden. Die Argumente, die hierfür angebracht werden, sind größtenteils die normalen Linux Argumente, rund um sicheres Surfen und Einfachheit. Nun kommt eben das Argument hinzu, dass die Nutzer in wenigen Sekunden ein einsatzbereites System haben, was für viele alltäglichen Aufgaben völlig ausreichend ist.

Etwas überraschend und verwunderlich ist, dass wohl schon Heute(!) diese Light Umgebung für OEM Partner zur Verfügung steht. Jedes Image soll für diese per Hand an die verbaute Hardware und die benötigten Programme angepasst sein, damit auch wirklich eine schnelle Boot Zeit erreicht wird. Das erinnert mich an das Häufige Dilemma von ausgelieferten Windows Versionen auf Laptops, die oftmals von den OEMs so schlecht zusammengeschustert werden, dass diese schon von Anfang an langsam und träge sind.  Außerdem soll die Verzahnung zu Windows, mit speziellen Tools, mit denen man den Boot Loader steuern kann und verschiedene andere Dinge, besonders einfach gemacht werden.

Unity und die bisherige Netbook Version

Einige Unterschiede die man zwischen der Instant Boot Version und der richtigen Netbook Version haben muss, ist der schon oben angesprochene fehlende Datei Manager. Diesen benötigt man bei der richtigen Netbook Version natürlich weiterhin. Außerdem sollen viel mehr Programme unterstützt werden, da die Netbook Version einem richtigen, vollständigen Ubuntu Linux viel näher kommt, als die Instant Boot Version. Auf die genauen Unterschiede der beiden Versionen wird nicht weiter eingegangen, wenn man die Mockups aber genauer betrachtet, erscheint es warscheinlich, dass beide Versionen ähnlich aussehen werden, die Instant Boot Version aber im Funktionsumfang stark eingeschränkt und viel mehr optimiert sein wird.

Gnome Shell und Unity

Shuttleworth sieht Unity als Mittel für leichte Systeme und schnelle Bedienung. Die Gnome Shell hingegen als Mittel für komplexere Arbeitsumgebungen, also den richtigen Desktop PC. Die Komponenten die mit Gnome 3 entwickelt werden, also Zeitgeist und das Fenstermanagement sollen Kernkomponenten für die Datei Verwaltung werden. Was dann also bedeutet, dass diese in die normale Netbook Version einfließen, aber nicht in die Instant Boot Version, da diese ja kein Dateimanagement enthalten wird. Herauszulesen ist, dass Unity der Projektname ist und als Ubuntu Light verbreitet werden soll. Außerdem sieht er Gnome in der glücklichen Position für Desktops, Laptops/Netbooks und mobile Geräte sinnvoll zu sein. Dies seien Gnomes Stärken, die es wichtiger als KDE machen.

Freedesktop und KDE

Unity ist auf offenen Freedesktop Standards aufgebaut und die Entwickler würden sich freuen, wenn KDE Programme auch für Unity angepasst werden würden und auf dieser Oberfläche laufen würden. Es werden die Ayatana Indikatoren im Panel verwendet, was schon jetzt die Lauffähigkeit für KDE Programme sichert, die AppIndicators nutzen. KDE wird also eher weniger Beachtung geschenkt, was bei Ubuntu aber ja schon recht lange so ist. Man will aber trotzdem mit den Entwicklern von KDE zusammenarbeiten und dafür sorgen, dass die Indikatoren komplett in den Ubuntu Desktop integriert werden.

Bis zu Ubuntu 10.10 soll auf dem Stand von Lucid weiter aufgebaut werden und dieses konsequent fort entwickelt werden.

Chromium, Yahoo und Ubuntu

Zum Ende ist mir noch aufgefallen, dass auf den Screenshots und während des Vortrags immer Chromium und Yahoo gezeigt wird. Zwar ist Firefox auf den Mockups zusätzlich zu Chromium drauf, aber Chromium wird hervorgehoben. Daher könnte es sein, dass in Zukunft auf Chromium als Standard? Browser gesetzt wird. Dazu gibt es aber noch keine offizielle Aussage. Es könnte auch sein, dass Canonical da erst mal doppelgleisig mit beiden Browsern fährt.

Hier noch einige Bilder aus Shuttleworth Blog und von OMG!Ubuntu, dort findet man diese auch noch in besserer Auflößung und ein paar mehr. Dies ist nur eine kleine Vorschau darauf!

[UPDATE:] Kaum habe ich meinen Artikel hier fertig, erscheint auch bei heise.de einer zu dem Thema, der noch ein paar interessante Details enthält und die Trennung zwischen Instant On und Netbook Version deutlicher zieht.

Abgelegt unter Linux, Open-Source, Ubuntu, ubuntuusers.de | 3 Kommentare »

Piwik 0.5.5 deutsche Übersetzung

Erstellt von Matthias am 26. März 2010

Piwik Logo

Piwik 0.5.5 Logo

Ich hatte schon vor einiger Zeit mal eine deutsche Piwik Übersetzung aktualisiert, nachdem ich damals aber nicht zum Entwicklungsteam vordringen konnte, habe ich nun direkten Kontakt zum Translation Manager, Noah. Daher habe ich heute die Piwik Übersetzung komplett überarbeitet. Dies beinhaltet sowohl den eigentlichen Piwik Core als auch die mitgelieferten Plugins, sowie die Installation und manches mehr! Also eine sehr vollständige Übersetzung.

Ich habe soweit alles übersetzt wofür es Strings gibt. An manchen Ecken scheint dies noch nicht ganz implementiert zu sein, aber da bin ich schon mit den Entwicklern in Kontakt. In der Hoffnung, dass ich keine größeren Fehler gemacht habe und soweit alles stimmt, stelle ich euch hier die deutsche Übersetzung zum Download bereit. de.php
Einfach auf den Link klicken, downloaden und das .zip Archiv anschließend entpacken. Dann die Datei in seiner Piwik Installation in den Ordner /lang hochladen und die existierende Datei überschreiben. Wenn ihr dann in euer Piwik Dashboard geht, sollte die Deutsche Übersetzung schon aktiv sein, wenn nicht oben die Sprache wählen!

Demnächst wird diese Datei dann auch offiziell auf der Piwik Webseite unter piwik.org/translations zum Download bereit stehen. Ich fände es sehr nett, wenn ihr eventuelle Fehler in der Datei bzw. der Übersetzung mir in den Kommentaren schreiben könntet, oder mir kurz ne Mail schickt oder den Piwik Entwicklern bescheid sagt.

Demnächst soll das System der Übersetzung im Entwicklungsprozess auch noch umgestellt werden, damit man nicht immer eine Datei lokal bearbeiten muss und mehrere Leute online gleichzeitig dran arbeiten können. Und so vor allem die Übersetzungen schon vor dem Release aktuell sind nicht erst Tage/Wochen später.

Download

Abgelegt unter Linux, Open-Source, PHP&MySQL, Planetenblogger.de, Webseiten | 1 Kommentar »

Piwik IP Adressen und App’s

Erstellt von Matthias am 23. März 2010

Piwik Logo

Piwik 0.5.5 Logo

Nachdem ich Gestern schon über die neue Piwik Version geschrieben habe, heute noch 2 Allgemeinere Sachen dazu.

Zum einen gibt es ja nun die Möglichkeit die IP Adressen per Plugin zu anonymisieren, aber damit werden die schon gespeicherten IP’s nicht überschrieben. Dies kann man aber recht einfach über ein SQL Query selbst in de Datenbank erledigen. Dafür muss man einfach nur folgenden Befehl ausführen lassen. Beispielsweise in PhpMyadmin oder ähnlichem.


UPDATE piwik_log_visit
SET
location_ip = INET_ATON(
CONCAT(
SUBSTRING(
inet_ntoa(location_ip)
,1
,LENGTH(inet_ntoa(location_ip))
-LOCATE('.', REVERSE(inet_ntoa(location_ip)))
)
,'.0'
)
)

Damit werden dann alle gespeicherten IP’s um das Letzte Oktett erleichtert. Natürlich wie immer auf eigene Gefahr, bei mir hat es funktioniert!

Man kann übrigens auch ohne die neue Piwik Version 0.5.5 schon die IP Speicherung deaktivieren. Dazu muss man die Datei /piwik/core/Tracker/Visit.php bearbeiten, die Funktion handleNewVisit suchen und dort dann die Zeile:


'location_ip'                   => $userInfo['location_ip'],

in Folgende ändern, bzw. mit Folgender ersetzen:


'location_ip'                   => ip2long('0.0.0.0'),

Damit wird dann die komplette IP genullt, hat den gleichen Effekt wie wenn man das Plugin bei Piwik 0.5.5 auf 4 einstellt, das ist hier genauer beschrieben!

Außerdem habe ich gestern noch entdeckt, dass es für Piwik auch Android und iPod/iPhone Apps gibt. Die Android App heist Web Analytic Client, findet man einfach wenn man nach Piwik sucht. da gibt es eine Pro und eine normale Version, die kostenlose Version hat dezente Werbung mit drin und reicht vom Funktionsumfang völlig. Die Anzeige der Graphen ist zwar nicht so ganz optimal gelöst, aber um schnell einen Blick auf die Statistiken zu werfen reicht es völlig. Man kann damit auf alle Seiten zugreifen, die unter dem angegebenen Account sind.

Für WordPress und Joomla, bzw. auch für andere Systeme gibt es auch Plugins fürs Backend. Mit denen man sehr einfach und schnell einen Überblick über die aktuellen Statistiken hat. Diese fügen dann meist auch den Tracking Code mit in den Footer ein. Das WordPress Plugin heißt WP-Piwik, das Joomla heißt Piwik Analytics for Joomla.

Quellen: hier, hier und dort!

Abgelegt unter CMS, Open-Source, PHP&MySQL, Planetenblogger.de, Tutorials, Webseiten | 2 Kommentare »

Pidgin Benachrichtigungen deaktivieren

Erstellt von Matthias am 11. März 2010

Pidgin LogoIn Ubuntu ist mittlerweile ja Empathy die Standard Messenger Software, trotzdem benutze ich weiterhin Pidgin. Mir ist hier einfach die Verschlüsselung für Chats wichtiger als nach der Standard Software zu streben. OTR ist einfach und wirkungsvoll zu bedienen und bei Empathy gibt es soweit ich weis bis jetzt noch keine Verschlüsselungsmöglichkeit.
Ich habe mich halbtot gesucht, weil mich die nervenden Benachrichtigungen gestört haben wenn ein User online kommt. Mir reicht es vollkommen zu merken wenn ich eine neue Nachricht bekommen habe, mich interessiert es einfach nicht wer wann Online oder Offline geht. Da bin ich einfach so drauf, dass wenn ich jemandem was schreiben will diesem sofort was schreibe oder später nochmal schaue ob er/sie online ist. Die Einstellung dafür versteckt sich in Pidgin leider etwas. Dabei ist die Lösung so einfach:
Man geht einfach auf Werkzeuge–> Plugins –> libnotify Popups –> Plugin konfigurieren und dort den Hacken bei Kontakt meldet sich an entfernen. Das war auch schon alles und man bekommt nur noch das wirklich wichtige mit! Der Artikel dient daher auch als kleine Erinerrung für mich, falls ich mal wieder vor dem gleichen Problem stehe.

Achso das hier ist übrigens mein erster Beitrag der auch auf Planetenblogger.de erscheint. Daher mal Hallo an alle Leser und Blogkollegen. Außerdem geht noch ein großes Dankeschön an Jan von virtualpixel.de, ohne ihn gäbe es den neuen Planeten gar nicht!

via Ubuntuusers.de

Abgelegt unter Linux, Open-Source, Planetenblogger.de, Ubuntu | 3 Kommentare »

Ubuntu Music Store in Rythmbox/Banshee

Erstellt von Matthias am 25. Februar 2010

Ubuntu Music Store

Ubuntu Music Store

Schon vor längerem ist die Idee aufgekommen einen Ubuntu Music Store in die Medien Player zu integrieren. Christoph berichtete damals darüber. Nun sind in der aktuellen Entwicklerversion von Rythmbox auch schon erste Umsetzungen dessen aufgetaucht.

Grundsätzlich geht es, grob gesagt, darum, direkt aus einer Desktop Anwendung heraus Musik kaufen und “verwalten” zu können. So soll man direkt im eigenen Musikprogramm, diese auch kaufen können ohne extra auf andere Programme/Webseiten zurückgreifen zu müssen. Durch den Namen mit Ubuntu One kann man wohl davon ausgehen, dass die Musik dementsprechend auch über Ubuntu One auf mehreren Rechnern synchron gehalten werden kann.

Auch bisher enthalten die Programme Rythmbox und Banshee ja schon die ein oder anderen CC-lizenzierten Stores wie Jamendo und Magnatune. Da erscheint es nur logisch weitere Möglichkeiten und Verknüpfungen anzubieten.

Die nun in der Entwickler Version aufgetauchten Funktionen, sind momentan eigentlich nur der Eintrag in die Sidebar und nicht viel mehr. Auch noch offen ist, ob Canonical den Store selber betreiben wird oder hierfür einen Partner einsetzt. Gerüchte weise hieß es mal, dass 7Digital den Store betreiben könnte. Zumindest farblich würde es ja schon passen.

Die technische Seite des Projektes sieht so aus, dass man ein Plugin für Rythmbox und Banshee schreiben will, was dann lediglich über eine Browserschnitstelle auf WebkitGTK+ oder Mono den Store lädt. Auf diese Weise soll der Entwicklungsaufwand so gering wie möglich gehalten werden und Änderungen einfacher eingearbeitet werden.

Den passenden Launchpad Eintrag findet man hier.

Ubuntu Music Store Mockup

Ubuntu Music Store Mockup

Ubuntu One Musik Store

Ubuntu One Musik Store

Quellen: Andre Gondim, Ubuntu Wiki

Abgelegt unter Linux, Open-Source, Ubuntu, ubuntuusers.de | 10 Kommentare »

Seite 1 von 612345...Letzte »