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Ubuntu Music Store in Rythmbox/Banshee

Erstellt von Matthias am Donnerstag 25. Februar 2010

Ubuntu Music Store

Ubuntu Music Store

Schon vor längerem ist die Idee aufgekommen einen Ubuntu Music Store in die Medien Player zu integrieren. Christoph berichtete damals darüber. Nun sind in der aktuellen Entwicklerversion von Rythmbox auch schon erste Umsetzungen dessen aufgetaucht.

Grundsätzlich geht es, grob gesagt, darum, direkt aus einer Desktop Anwendung heraus Musik kaufen und “verwalten” zu können. So soll man direkt im eigenen Musikprogramm, diese auch kaufen können ohne extra auf andere Programme/Webseiten zurückgreifen zu müssen. Durch den Namen mit Ubuntu One kann man wohl davon ausgehen, dass die Musik dementsprechend auch über Ubuntu One auf mehreren Rechnern synchron gehalten werden kann.

Auch bisher enthalten die Programme Rythmbox und Banshee ja schon die ein oder anderen CC-lizenzierten Stores wie Jamendo und Magnatune. Da erscheint es nur logisch weitere Möglichkeiten und Verknüpfungen anzubieten.

Die nun in der Entwickler Version aufgetauchten Funktionen, sind momentan eigentlich nur der Eintrag in die Sidebar und nicht viel mehr. Auch noch offen ist, ob Canonical den Store selber betreiben wird oder hierfür einen Partner einsetzt. Gerüchte weise hieß es mal, dass 7Digital den Store betreiben könnte. Zumindest farblich würde es ja schon passen.

Die technische Seite des Projektes sieht so aus, dass man ein Plugin für Rythmbox und Banshee schreiben will, was dann lediglich über eine Browserschnitstelle auf WebkitGTK+ oder Mono den Store lädt. Auf diese Weise soll der Entwicklungsaufwand so gering wie möglich gehalten werden und Änderungen einfacher eingearbeitet werden.

Den passenden Launchpad Eintrag findet man hier.

Ubuntu Music Store Mockup

Ubuntu Music Store Mockup

Ubuntu One Musik Store

Ubuntu One Musik Store

Quellen: Andre Gondim, Ubuntu Wiki

10 Kommentare zu “Ubuntu Music Store in Rythmbox/Banshee”


  1. ushi sagt:

    Prinzipiell finde ich das völlig in Ordnung, solang es für den Nutzer immer die Möglichkeit gibt, diese Geschichte zu deaktivieren/auszublenden/etc. Es wäre schade, wenn diese guten Player zu einem Itunes für Linux verkommen (und mir ständig Kaufvorschläge um die Ohren fliegen).


  2. Lutz sagt:

    Auf Planet Ubuntu war kürzlich zu lesen, dass nur mp3s angeboten werden. Ich bin definitiv kein Canonical-Basher, aber dass die immer wieder auf Formate setzen, die auf ihrer eigenen Plattform nur halbherzig unterstützt werden, oder gar proprietär/Lizenzverdongelt sind, ist wirklich zum verzweifeln. Videos in Flash, Artwork in psd-Dateien und nu Musik als mp3… Die anderen großen Linux-Distributoren bekommen das doch auch gebacken. -.-


  3. Simon sagt:

    @Lutz:

    Auch wenn ich grundsätzlich absolut deiner Meinung bin, unterstützen auf Hardware-Seite nunmal die wenigstens mobilen Audiospieler (landläufig MP3-PLAYER genannt) ogg oder ähnliches.
    Deswegen wäre es, wie immer, Gold wert, die WAHL zu haben und sowohl mp3 als auch ogg laden zu können. Und natürlich Transcoding von ogg zu mp3… aber ich denke mal das kann sowieso die meiste Software. Beides am besten :P


  4. Simon sagt:

    Zuerst Ubuntu One und jetzt dieser Mist.
    Ein weiterer Schritt in Richtung “Kommerz-Distri”.
    Wenn das so weiter geht bin ich bald bei Debian.
    Sowas zu intergrieren ist einfach nur schlecht. Das macht noch nicht mal Microsoft.


  5. Simon.Kommentar3 sagt:

    Wollte nur eben klarstellen, dass Kommentar 3 und 4 nicht die gleiche Person sind.


  6. Naru sagt:

    @4: Man könnte glauben, Geld wäre ein Verbrechen, wenn man deinen Kommentar liest. Es zwingt dich niemand diese oder ähnliche Funktionen zu nutzen. Wirklich nicht. Und es entsteht auch niemandem Schaden dadurch. Ich kann deine Meinung irgendwie nicht nachvollziehen …


  7. mario_zh sagt:

    So wie ich gelesen habe, ist es nur ein Plug-in. Das heisst, jederzeit kann man es wieder deaktivieren.

    Ich finde den Weg von Canonical durchaus richtig. Über Mehrwertdienst wird die Weiterentwicklung finanziert. Wer UbuntuOne nicht nutzen will, muss es auch nicht. Wer keine Musik einkaufen will, der muss es auch nicht.
    Ohne zusätzlichen Einnahmen wird Ubuntu aber nicht überleben.
    Ich für meinen Teil finde den Music-Store sehr gut und werde ihn sicher auch nutzen. Wenn es nun noch CC-Musik mit einer einfach Option zum Geld spenden gibt, wäre es natürlich noch besser :-)

    @4 Natürlich benutzt du auch Werbeblocker (schliesslich alles Kommerz). Im Web ist sowieso alles Gratis! Mmmmhhhhh, wie ist es denn mit Google. Das Unternehmen gehört zu den Linux-Förderern, aber verdient Milliarden. Ist Google nun böser Kommerz (und eine böse Datenkrake) oder doch ein gutes Unternehmen, ohne das es viele OpenSource-Projekte gar nicht gäbe? Du kannst mich sicher aufklären :-)


  8. Simon sagt:

    Würde Microsoft die eigenen Dienste dem Nutzer so massiv aufdrängen wie es Canonical zur Zeit versucht, wäre das Geschrei wieder groß.
    Ich erinnere an den Browserstreit bei Win7.
    Auch bei Ubuntu One gibt es Konkurrenten (DropBox), bei Musikanbietern auch (Itunes etc.). Die werden sich falls Ubuntu jemals einen bedeutenden Marktanteil erreichen sicherlich beschweren.
    Die beste Lösung ist es einfach den Nutzer entscheiden zu lassen welche Software er benutzt um Musik zu kaufen oder andere Services zu nutzen.


  9. Simon sagt:

    @7
    Bei Google ist es wie so oft im Leben. Es gibt kein Gut oder Böse nur irgendwas dazwischen.


  10. mario_zh sagt:

    @9 Genau, das denke ich auch :-)

    Und Canonical ist, mehr oder weniger, auch eine normale Firma, welche Leute beschäftigt und irgendwann (hoffentlich) finanziell von Mark unabhängig sein soll.

    @8 Naja, wenn Canonical, resp. Ubuntu, einmal den Status von Microsoft, resp. Windows hat, dann gebe ich dir recht.
    Ich finde es einfach komisch, dass es Leute gibt, welche sich für das Quasi-Monopol von Microsoft einsetzten. Es geht nicht um Microsoft. Es geht um eine Marktbeherrschende Stellung, welche dem Konsumenten und der Innovationskraft einer Gesellschaft schadet.
    Eine marktbeherrschende Firma wird immer versuchen diesen Zustand aufrecht zu erhalten. Dies ist auch das gute Recht dieser Firma. Die Aufgaben von Wettbewerbsbehörden ist es aber, solche Strukturen aufzubrechen.
    Nirgends sonst würde man wahrscheinlich (Quasi-)Monopole verteidigen. Nur bei Microsoft soll es plötzlich gut sein …
    BTW hätte Microsoft den ganzen Diskussionen entgegenwirken können, wenn sie offene Schnittstellen, Formate und Standards genutzt hätten. Statt dessen setzte man auf DOC, XLS und versuchte auch im Web die eigenen, geschlossenen Standards durch zubringen.

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