Disfunctions.de

Das Blog der gnadenlosen Fehlfunktionen!

Archiv für November, 2010

Strom zu teuer? Hier eine kleine Rechnung zum Nachdenken …

Erstellt von Lukas am 25. November 2010

Ihr findet das der Strom viel zu teuer ist? Dann passt mal auf, ich habe eine kleine Rechnung vorbereitet die ein bisschen zum Nachdenken anregen soll.

1 kwH = 0,2 € = 1000 Watt * 3600 Sekunden = 3.600.000 Joul! Eine Kilowatt-Stunde kostet etwa 20 Cent und entspricht 3.600.000 Joul!

Nun zur eigentlichen Rechnung:

Stellt euch vor ihr seit mit eurer Freundin (ca. 60 Kg) in Paris und schaut euch den Eifelturm (ca. 300 Meter) an. Ihr möchtet eure Freundin als Liebesbeweis die ganzen 300 Meter in die Höhe tragen.

Nun rechnen wir die elektrische Leistung aus, die dafür nötig wäre: W=m*g*h = 600 (Newton) *10 (g)* 300 = 180.000 Joul !


Mit 180.000 Joul werden also 60 Kilogramm 300 Meter in die Höhe befördert. Dies entspricht genau 1/20 kwH! Ihr hättet also durch eure Arbeit im Strompreis 0,01€ erwirtschaftet.

Mir stellt sich an dieser Stelle die Frage welcher durchschnittliche Mensch für nur 1 Cent 60 Kg um 300 Meter anheben würde. Ich finde das bisschen bedenklich wie selbstverständlich wir mit unserer elektrischen Geräten umgehen. Man sollte sich mal vor Augen halten wieviel unserer alltäglichen Geräte überhaupt so verbrauchen und was man dafür als Mensch alles erledigen hätte müssen. Ein Fön zum Beispiel verbraucht etwa 1500-2500 Watt.

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Plesk 9.5 proftp Lücke schließen

Erstellt von Matthias am 16. November 2010

proftpd Logo

proftpd Logo

Seit einigen Tagen besteht in proftp, dem FTP Server der auf vielen Servern läuft ,eine Sicherheitslücke, welche mittlerweile häufig ausgenutzt wird. Die meisten Server Anbieter weißen momentan auf diese Lücke hin und verlinken auf die Plesk Seiten die das weitere Vorgehen beschreiben. Da das ganze zumindest für mich anfangs verwirrend war, habe ich das hier nochmal zusammen gefasst. Plesk ändert nicht die Versionsnummer beim Einspielen des Patches, weist darauf aber auch nirgends hin, wodurch man eigentlich annimmt, dass man noch die Lücke im System hat. Dazu unten mehr.

Strato weist wohl auch teilweise betroffene Kunden daraufhin, wenn der Server schon infiltriert bzw. infiziert wurde. Man erhält laut verschiedenen Nutzern im Serversupportforum eine Mail des Supports.

Man kann die Lücke in Plesk entweder so schließen, indem man die Updates für die 9.5er Linie komplett einspielt. Da mittlerweile Plesk 10.x erschienen ist, wird auch die 10er Reihe in der Update Übersicht auftauchen. Dieses braucht man aber nicht zu installieren bzw. darauf zu upgraden. Die Meisten Hoster haben Plesk 10.x noch nicht offiziell frei gegeben und unterstützen es auch noch nicht. Daher bleibt am Besten erst mal bei 9.5!

Wenn dies abgeschlossen ist, kann man via


/usr/sbin/proftpd -v

in der Konsole nach schauen welche Version installiert ist. Man wird feststellen, dass weiterhin die Version 1.3.2e installiert ist. Scheinbar aktualisiert Plesk nicht die Versionsnummer um zukünftige reguläre Updates nicht durch den Patch zu verhindern. Plesk aktualisiert also nicht auf die 1.3.3c, welche offiziell ohne die Lücke erschienen ist.

Wem das zu unsicher ist oder wer sicher gehen will, dass nun 1.3.3c installiert ist, kann folgende Befehle ausführen um proftpd 1.3.3c manuell zu updaten. Bitte schaut vorher ob ihr wirklich selber wisst, was ihr da macht!


apt-get install libpam0g-dev
wget ftp://ftp.proftpd.org/distrib/source/proftpd-1.3.3c.tar.gz
tar xzfv proftpd-1.3.3c.tar.gz
cd proftpd-1.3.3c
./configure
make
mv /usr/sbin/proftpd /usr/sbin/proftpd.old
cp proftpd /usr/sbin/proftpd

Wenn man anschließend wieder mit


/usr/sbin/proftpd -v

die Version testet, wird nun 1.3.3c angezeigt. Nun habt ihr definitiv die aktuelle Proftpd Version ohne Lücke installiert.

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Gnome Shell – aktuelle Neuerungen

Erstellt von Matthias am 16. November 2010

Gnome Shell

Gnome Shell

In den letzten Wochen wurde vermehrt Canonicals Entscheidung, eine eigene Shell zu entwickeln und nicht die Gnome Shell zu benutzen, diskutiert. Ubuntu wird zumindest in 11.04 nicht die Gnome Shell benutzen, sondern die eigene Unity Shell verwenden. Diese wurde bisher nur auf Netbooks verwendet.

Nun ist mal ein ganz guter Zeitpunkt um einen Blick auf die aktuellere Entwicklung der Gnome Shell zu werfen. MrMars vom italienischen Ubuntu Forum hat einige aktuelle Screenshots präsentiert.

Ubuntu’s Unity und das Aussehen von Gnome Shell ähneln sich sehr. Die Auflistung der Programme ist fast genauso in beiden Systemen. Auch das sogenannte Dock auf der linken Seite ist nahezu identisch. Beide senkrecht angeordnet und dienen als Starter für Programme und zum Öffnen von Ordnern oder ähnlichem. Bei der Gnome Shell befindet sich eine Suche rechts oben. Diese Positionierung für das Suchfeld kennen wir schon von den meisten Webseiten. Schließlich ist es fast schon Standard, dass man auf Webseiten die Suche rechts oben hat. Diesen Punkt finde ich auch in einer Shell sinnvoll. Bei der Gnome Shell kann man nun Arbeitsflächen flüssig während des Arbeitens hinzu fügen oder entfernen. Dazu geht man einfach mit der Maus ans rechte Ende des Bildschirms und es erscheinen die nötigen Schaltflächen zum Hinzufügen und Entfernen. Viele werden die Alt+Tab Funktion schon von anderen Systemen wir Compiz kennen. Damit kann man sich nun auch in der Shell einen schnellen Überblick über die offenen Programme und Fenster schaffen, aber auch zwischen den einzelnen Fenstern schnell hin und her springen.

Alles in allem, befindet sich die Gnome Shell auf einem schönen Weg. Ähnelt aber Unity sehr stark. Wobei man hier nicht einfach sagen kann, dass Gnome von Unity abschaut, die Gnome Shell ist schon längere Zeit in Entwicklung und Ideen fließen wohl in beiden Richtungen. Ob es aus Sicht von Ubuntu wirklich nötig war ein weiteres System zu entwickeln, bleibt fraglich. Aber evtl. regt es ja auch weitere Diskussionen und Ideen an. Konkurrenz belebt das Geschäft ja bekanntlich. 😉

Im Folgenden die Screenshots ( (c) MrMars forum.ubuntu-it.org ):

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