Disfunctions.de

Das Blog der gnadenlosen Fehlfunktionen!

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Munin SSH Tunnel „offen“ halten

Erstellt von Matthias am 16. September 2013

Munin Logo

Ich betreiebe seit kurzem auf meinem Raspberry Pi Munin als Monitoring Tool für verschiedene Dienste auf einem Server, zum Überwachen der lokalen Fritzbox und manch anderes. Da der Raspberry Pi hinter einer DSL Leitung sitzt wechselt hier die IP Adresse häufig. Hinzu kommt noch, dass nur eine native IPv6 Adresse ankommt, welche spätestens alle 24h wechselt und die IPv4 Adresse nur über NAT zur Verfügung steht. Der Raspberry Pi fungiert als Munin Master und soll einen Munin Node auf einem dedizierten Server abfragen. Dabei will man ungern im Node alle IP Adressbereiche freigeben, die auf diesen zugreifen sollen. Stattdessen ist es hier am Einfachsten, wenn man einen SSH Tunnel vom Raspberry Pi zum Server aufbaut und Munin dann quasi lokal die Daten abfragt. Dies hat den Vorteil, dass man nur localhost als abfragende Instanz auf dem Munin Node zulassen muss und sonst keine externen IPs.

Einen SSH Tunnel kann man mit folgendem Befehl aufbauen:



ssh -NfL 5005:localhost:4949 USER@HOST


Ein Munin Node ist standardmäßig immer auf Port 4949 erreichbar, zusätzlich wird ein lokaler Port (auf dem Raspberry Pi) benötigt, dieser muss vorher unbenutzt sein und kann willkürlich gewählt werden, hier „5005“. Dahinter wird wie bei einer normalen SSH Verbindung der Benutzer und der entfernte Rechner angegeben. Die Option „-N“ verhindert, dass die Session auch in der Shell aufgemacht wird, wir wollen an dieser Stelle ja lediglich die Portweiterleitung nutzen. Allgemein wird in diesem Artikel davon ausgegangen, dass die Authentifizierung des Nutzers mittels Public Key geschieht.

Der Tunnel funktioniert solange wunderbar bis er, aus welchem Grund auch immer, die Verbindung nicht mehr halten kann. Dies kann z.B. durch die Zwangstrennung des Providers geschehen. Anschließend kann Munin keine aktuellen Daten mehr abfragen, bis der Tunnel wieder geöffnet wurde. Dies kann mit folgendem kleinen Skript automatisiert werden. Es basiert auf einem Blogpost von hier, wurde aber an entscheidender Stelle überarbeitet.


#!/bin/bash
#Usage: ./checktunnel "host name" "ip address" "port" ["ssh options"]
#======================================================================
PORT=$3
ADDRESS=$2
HOST=$1
if [ "`nc -w1 localhost $PORT`" == "# munin node at $HOST" ]; then
echo "$(date) tunnel to $HOST ($ADDRESS:$PORT) is up"
else
echo "$(date) SSH tunnel ${HOST} NOT alive ... Restarting ..."
logger -p daemon.notice "SSH tunnel ${HOST} NOT alive ... Restarting ..."
killall ssh
echo "$(date) ssh -NfL $PORT:localhost:4949 $4 USER@$HOST"
ssh -NfL $PORT:localhost:4949 $4 USER@$HOST
sleep 1
fi

Dieses kann einfach als „~/checktunnel“ abgespeichert werden und mit einem Eintrag in den Cronjobs automatisch ausgeführt werden.


crontab -e

*/5 * * * * ~/checktunnel hostname XX.XXX.XXX.XXX 5005

An dieser Stelle muss der Hostname und die IP-Adresse entsprechend angepasst werden. Ich habe die Ausführung des Skriptes alle 5 Minuten eingestellt, damit Munin möglichst keine Daten verliert, wenn der Tunnel nicht mehr vorhanden ist.
Das Skript fragt am Anfang ab, ob der Munin Node erreichbar ist und entsprechend „# munin node at $HOST“ zurückgibt. Ist dies der Fall, funktioniert der Tunnel noch. Falls nicht, wird eine entsprechende Meldung ausgegeben und ssh beendet (um den Port frei zugeben) und anschließend ein neuer Tunnel aufgebaut. Wem Die entstehenden Mails zu viel sind, kann die Zeilen mit „echo“ auskommentieren oder hinter den Eintrag im Crontab noch “ >> /var/log/checktunnel.log“ anhängen. Dadurch werden die Meldungen in ein eigenes Logfile geschrieben.

Ich habe verschiedene Ansätze durch probiert und bin schließlich hierbei gelandet, das Skript funktioniert für mich sehr gut, da es in dieser Variante insbesondere wirklich eine Antwort vom Munin Node erwartet und nicht nur das vorhanden sein eines lokalen Ports testet. Getestet habe ich es mit Raspbian (2013-09-10) auf dem Raspberry Pi und Ubuntu 12.04 Server auf dem dedizierten Server mit dem Munin Node. Jeweils mit den aktuellen Munin Versionen aus den Paketquellen.
Alternativ kann man auch autossh oder ähnliches ausprobieren.

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Thinkpad X220 Touchpad ruckelt mit 90 Watt Netzteil

Erstellt von Matthias am 5. August 2012

Bei einigen frühen Modellen des Lenovo Thinkpad X220 kann es in Verbindung mit dem „90W Ultraslim AC/DC Combo Adapter“ dazu kommen, dass das Touchpad sehr stark ruckelt, wenn der Akku geladen wird und gleichzeitig der Laptop genutzt wird. Dies soll mit später produzierten (>Herbst 2011) Modellen nicht mehr vorkommen. Hier trat das Problem sowohl unter Windows als auch unter Linux auf, aber nur in Verbindung mit dem 90 Watt Netzteil, mit dem Standard 65 Watt Netzteil gab es keine Probleme. Bei Modellen, bei denen man dieses Problem vorfindet, kann man laut dem Lenovo Forum und einem Knowledge Base Artikel eine neue Firmware auf das Touchpad flashen.

Dazu muss man diese Datei herunterladen, diese dann entpacken und unter Windows ausführen. Anschließend wählt man in dem erscheinenden Dialog das Synaptics Touchpad aus und flashed auf dieses die neue Firmware. Dafür wählt man die in der .rar Datei enthaltene Firmware aus und führt den Flashvorgang aus.  Der Dialog ist relativ selbsterklärend. Dies dauert erfahrungsgemäß eine ganze Weile und man sollte aufpassen, dass während des Prozesses der Akku voll genug ist bzw. ein Netzteil angeschlossen ist. Anschließend startet man sein System einmal neu und nun sollte das Touchpad auch mit einem 90 Watt Netzteil einwandfrei arbeiten.

Grundsätzlich sollte man das natürlich nur machen, wenn man weiß was man macht und vor allem wirklich nur bei einem Thinkpad X220!

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Podcatcher – Podcast Client für Android

Erstellt von Matthias am 2. Juni 2012

Podkicker

Podkicker

Ich nutze seit einiger Zeit Podcatcher auf meinem Android Device. Im Wesentlichen stellt die App ein Podcast Verzeichnis bereit, man kann diese und auch manuell eingetragene Podcasts abonnieren und sich automatisch über neue Episoden benachrichtigen lassen. Diese kann man wahlweise streamen, automatisch sofort downloaden oder manuell bei guter Internetverbindung downloaden. Man hat recht viele Einstellungsmöglichkeiten und kann beispielsweise definieren, dass neue Episoden nur im W-LAN heruntergeladen werden sollen.

Flattr

Seit kurzem kann nun die Pro-Version, welche man für 1,99€ erwerben kann, eine wunderbare Flattr-Integration über die man sehr schnell beim Hören, dem Podcaster ein wenig zurückgeben kann. Bei Instacast wurde diese Integration leider kürzlich von Apple blockiert, aber im Android Play Store gibt es solche Beschränkungen glücklicherweise nicht. Dafür hat Podkicker zwar bislang noch keine Auto-Flattr Funktion, mit welcher automatisch alle gehörten Podcasts geflattred werden, aber das kann durchaus noch kommen.

Ich finde die 1,99€ für die Pro-Version durchaus angebracht, leider fehlt der Flattr-Button für die App an sich innerhalb der App momentan etwas, so oft wie ich die App nutze, hätte ich dort gerne nochmal drauf geklickt. Was nutzt ihr als Podcast-Client oder wie hört ihr Podcasts?

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Hintergrundbilder valide verlinken

Erstellt von Matthias am 25. Januar 2011

Ich hatte kürzlich das Problem, in einem Header einer Webseite verschiedene Hintergrundbilder zu haben, die auf verschiedene interne wie externe Seiten verlinken sollten. Dazu hatte ich erst folgenden Code benutzt.


<div id="header">
	<a href="http://link-zur-seite.tld" title="Titel zur verlinkten Seite"><div id="header1"></div></a>
	<a href="http://link-zur-seite.tld" title="Titel zur verlinkten Seite"><div id="header2"></div></a>
	<a href="http://link-zur-seite.tld" title="Titel zur verlinkten Seite"><div id="header3"></div></a>
	<a href="http://link-zur-seite.tld" title="Titel zur verlinkten Seite"><div id="header4"></div></a>
</div>

Die divs header1 bis header4 konnte ich dann schön im CSS positionieren, mit einem Hintergrundbild versehen und so weiter.


div#header1 {
background:transparent url(../images/header1.png) no-repeat scroll 0 0;
float:left;
height:94px;
left:0;
margin-left:16px;
margin-top:8px;
position:absolute;
top:0;
width:740px;
}

Dummerweise funktioniert die Methode zwar gut, ist aber nach den Standards nicht Valide. Um das ganze valide umzusetzen, muss man beachten, dass divs nicht in einem inline Element wie dem a-Element vorkommen dürfen. Um dies zu machen, muss man etwas anders vorgehen, bei mir sieht der Code dann wie folgt aus:


<div id="logo">
	<a class="header1" href="http://link-zur-seite.tld" title="Titel zur verlinkten Seite"></a>
	<a class="header2" href="http://link-zur-seite.tld" title="Titel zur verlinkten Seite"></a>
	<a class="header3" href="http://link-zur-seite.tld" title="Titel zur verlinkten Seite"></a>	
	<a class="header4" href="http://link-zur-seite.tld" title="Titel zur verlinkten Seite"></a>
</div>

Man gibt dem a-Element einfach noch eine Klasse mitels class=“header1″ mit. Damit kann man im CSS die Link Fläche auch positionieren und mit Hintergrundbild versehen und gleichzeitig bleibt der Code Valide. Im CSS muss man noch eine kleine Anpassung vornehmen, aus div#header1 wieder daher a.header1.


a.header1 {
background:transparent url(../images/header1.png) no-repeat scroll 0 0;
float:left;
height:94px;
left:0;
margin-left:16px;
margin-top:8px;
position:absolute;
top:0;
width:740px;
}

Nun ist sowohl der HTML Code als auch das CSS Valide und alles funktioniert. Insgesamt eine sehr schöne und schlanke Lösung, man muss nur erst mal drauf kommen. 😉

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Plesk 9.5 proftp Lücke schließen

Erstellt von Matthias am 16. November 2010

proftpd Logo

proftpd Logo

Seit einigen Tagen besteht in proftp, dem FTP Server der auf vielen Servern läuft ,eine Sicherheitslücke, welche mittlerweile häufig ausgenutzt wird. Die meisten Server Anbieter weißen momentan auf diese Lücke hin und verlinken auf die Plesk Seiten die das weitere Vorgehen beschreiben. Da das ganze zumindest für mich anfangs verwirrend war, habe ich das hier nochmal zusammen gefasst. Plesk ändert nicht die Versionsnummer beim Einspielen des Patches, weist darauf aber auch nirgends hin, wodurch man eigentlich annimmt, dass man noch die Lücke im System hat. Dazu unten mehr.

Strato weist wohl auch teilweise betroffene Kunden daraufhin, wenn der Server schon infiltriert bzw. infiziert wurde. Man erhält laut verschiedenen Nutzern im Serversupportforum eine Mail des Supports.

Man kann die Lücke in Plesk entweder so schließen, indem man die Updates für die 9.5er Linie komplett einspielt. Da mittlerweile Plesk 10.x erschienen ist, wird auch die 10er Reihe in der Update Übersicht auftauchen. Dieses braucht man aber nicht zu installieren bzw. darauf zu upgraden. Die Meisten Hoster haben Plesk 10.x noch nicht offiziell frei gegeben und unterstützen es auch noch nicht. Daher bleibt am Besten erst mal bei 9.5!

Wenn dies abgeschlossen ist, kann man via


/usr/sbin/proftpd -v

in der Konsole nach schauen welche Version installiert ist. Man wird feststellen, dass weiterhin die Version 1.3.2e installiert ist. Scheinbar aktualisiert Plesk nicht die Versionsnummer um zukünftige reguläre Updates nicht durch den Patch zu verhindern. Plesk aktualisiert also nicht auf die 1.3.3c, welche offiziell ohne die Lücke erschienen ist.

Wem das zu unsicher ist oder wer sicher gehen will, dass nun 1.3.3c installiert ist, kann folgende Befehle ausführen um proftpd 1.3.3c manuell zu updaten. Bitte schaut vorher ob ihr wirklich selber wisst, was ihr da macht!


apt-get install libpam0g-dev
wget ftp://ftp.proftpd.org/distrib/source/proftpd-1.3.3c.tar.gz
tar xzfv proftpd-1.3.3c.tar.gz
cd proftpd-1.3.3c
./configure
make
mv /usr/sbin/proftpd /usr/sbin/proftpd.old
cp proftpd /usr/sbin/proftpd

Wenn man anschließend wieder mit


/usr/sbin/proftpd -v

die Version testet, wird nun 1.3.3c angezeigt. Nun habt ihr definitiv die aktuelle Proftpd Version ohne Lücke installiert.

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Launch von planet-apple.com

Erstellt von Matthias am 12. Oktober 2010

Vor ein paar Tagen kündigte Grabi von Technical-Life.at sein neues Projekt an. Ich konnte gleich erraten was er vorhat, es blieb aber noch mehr oder weniger geheim. Gestern konnten dann schon einige ausgewählte Blogger und Bekannte das Projekt beobachten, wie es den letzten Feinschliff bekam und gestern Abend ging dann schließlich

planet-apple.com

online.

Es ist ein Planet rund um Apple, Mac, iPhone und all die anderen Themen und Geräte die in diese Sparte passen. Wir sind zusammen mit einigen anderen Blogs in diesem Planeten vertreten.

Da der Planet noch ganz am Anfang steht, sind noch nicht sonderlich viele Blogs vertreten, aber schon jetzt sind interessante Themen und Artikel zu lesen. Also abboniert euch mal den Feed. Moderne Feedreader sollten ja doppelte Artikel aus verschiedenen Quellen rausfiltern und nur einmal anzeigen.

Ach so, wer selbst noch einen Blog betreibt, der thematisch passt oder einen Blog kennt, kann den auf der Mitmach-Seite eintragen!

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Piwik 0.9.9 erschienen

Erstellt von Matthias am 27. August 2010

Piwik Logo

Piwik Logo

Letzte Nacht ist Piwik in der Version 0.9.9 erschienen. Diese soll, wenn keine gröberen Fehler mehr auftauchen auch zur Version 1.0 werden. Ich nutze Piwik schon ungefähr seit der Version 0.2.3 und habe den bisherigen Weg aufmerksam verfolgt, alles in allem eine gelungene Entwicklung und Piwik läuft schon seit einigen Versionen sehr stabil und zuverlässig. Vom Funktionsumfang kann es meiner Meinung nach schon mit den „großen“ Playern wie Google Analytics mithalten.

Seit einigen Wochen gibt es auch die Funktion, dass man sich die Berichte automatisch täglich/wöchentlich/monatlich per Mail zuschicken lässt. Dies habe ich mir gestern Nachmittag mal genauer angeschaut und für diesen Blog eingerichtet. Dabei habe ich dies so gemacht, dass der Bericht einmal monatlich an unsere Team-Mailingliste geschickt wird. Da die Mailingliste nicht öffentlich ist und neue Teilnehmer eingetragen bzw. freigeschaltet werden müssen, wollte ich erst mal die Mail-Adresse herausfinden, mit der Piwik die Berichte verschickt, dies war nicht so ohne weiteres möglich. Heute morgen sehe ich dann im Changelog den Bug #1538 mit dem dieses Problem behoben wurde, man kann sich nun auf Knopfdruck einen Test-Bericht schicken lassen, das funktioniert einwandfrei. An der Ausgabe im PDF muss zwar noch ein bisschen Feinschliff passieren, aber es ist schon jetzt ziemlich gut. Die Mailadresse mit der Piwik die Berichte verschickt ist übrigens noreply@host.de .

Den Changelog zu Piwik 0.9.9 findet man hier.

List of tickets closed in this release

  • #1570 Goals Loading… never stops
  • #1576 VisitsSummary.getSumVisitsLengthPretty – throws notice
  • #1585 SitesManager.updateSite succeeds for unknown idsite
  • #642 Package Piwik for the Windows Web Application Gallery
  • #1627 Typo in string General_AuthenticationMethodSmtp
  • #1630 Common header for .php and .js files
  • #1634 JavaScript errors in internet explorer when clicking on menu
  • #1588 Warning displayed when sending feedback via feedback form
  • #1561 Google Chrome reloads dashboard twice
  • #1589 Submit buttons look ugly in install (and update?)
  • #1616 Mobile Client working fine on iPod
  • #1638 Add test for strtotime() failure … workaround?
  • #1450 Call to a member function on a non-object
  • #1538 PDF: Add a „send now“ test button to test the report
  • #1574 PiwikTracker: curl support
  • #1582 Trademark policy
  • #1624 Login referer feature is incompatible with Default report to load

Was haltet ihr von dem neuen Release? Welche Verbesserungswünche hättet ihr noch an Piwik?

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WordPress 3.0 mit mehreren Domains

Erstellt von Matthias am 21. Juni 2010

Wordpress 3.0

Wordpress 3.0

Vor ein paar Tagen ist WordPress nun in der Version 3.0 erschienen. Mit dieser wurde das WordPress Multi User (MU) direkt in WordPress integriert.

Dieses ist von Haus aus nicht aktiviert. Dies kann man aber sehr einfach aktivieren. Beachtet werden sollte dabei aber, dass die Verwaltung von mehreren Blog nicht ganz so trivial ist und man dafür Zugriff auf die DNS Einstellungen seiner Domain(s) braucht und gewissen Kentnisse im Umgang mit DNS und Permalinks sollten auch vorhanden sein. Grundsätzlich sollte man auch die folgende Anleitung verstehen und nicht blind Copy&Pastn.

Dazu muss man einfach die Datei wp-config.php bearbeiten und vor diese Zeile:


/* Das war`s schon, ab hier bitte nichts mehr editieren! Viel Spaß beim bloggen. */

folgendes einfügen:


define('WP_ALLOW_MULTISITE', true);

Anschließend muss man sich im WordPress Backend einmal neu einloggen und findet dort nun unter  Werkzeuge den neuen Menüpunkt Blog-Netzwerke. Dort kann man alle wichtigen Einstellungen tätigen und ab sofort kann man mehrere Blogs mit einer WordPress Installation tätigen. Damit das auch funktioniert muss man einen DNS Wildcard Eintrag für die Subdomains setzen. Wenn man dies nicht tut, kann man die weiteren Blogs nur in Unterordnern betreiben. Das Ganze ist ziemlich cool und einfach gelöst und die einzelnen Blogs und Benutzer sind abgeschottet von der restlichen Installation. Man kann aber schon installierte Themes und Plugins zugänglich machen und für jeden Blog einzeln verwalten.

Nun ist man aber erst mal nur soweit, dass man Subdomains bzw. http://domain.de/blog2/ also Subordner verwalten kann. Dies kann unter Umständen nicht genügen und man möchte eine andere Domain für die 2 Webseite bzw. Blog nutzen. Dafür muss man zwar auch die DNS Einstellungen der 2. Domain mit einem Verweis auf die 1. Domain konfigurieren (Stichwort: Domain-Alias) aber auch WordPress muss dafür noch angepasst werden. Von Haus aus ist es nicht möglich, mehr als eine Domain zu verwalten. Dafür gibt es das Plugin WordPress MU Domain Mapping, welches eigentlich für das alte WordPress MU geschrieben wurde, aber auch in WordPress 3.0 seinen Dienst tadellos verrichtet. Nach der Installation muss man noch folgende Zeile in die wp-config.php einfügen. Dies kann man einfach vor oder nach die schon oben erwähnte Zeile machen.


define( 'SUNRISE', 'on' );

Nun läuft das Plugin und die Domains können konfiguriert werden. In diesem Plugin konfiguriert man dann unter Werkzeuge –> Domain Mapping die weiteren Domains und passt diese an die weiteren Blogs an. Unter Blog-Netzwerk –> Domain-Mapping konfiguriert man das Plugin für das Komplette Netzwerk.

Nun kann man schon WordPress mit verschiedenen Webseiten und Domains nutzen, auch wenn man nur eine Installation hat. Das Ganze ist sehr praktisch!

Achso, wer jetzt denkt, das hätte man auch schon von Haus aus alles aktivieren und mitliefern können, dass wäre eher nicht so ideal gewesen, da durch die MU Funktionen schnell die Permalink Struktur und so weiter verändert werden kann und somit bei unerfahrenen Usern schnell viel Links nicht mehr funktionieren und auch die Suchmaschinen alle falsche Links hätten. Daher muss man das wohl auch erst etwas umständlich aktivieren.

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Piwik 0.5.5 deutsche Übersetzung

Erstellt von Matthias am 26. März 2010

Piwik Logo

Piwik 0.5.5 Logo

Ich hatte schon vor einiger Zeit mal eine deutsche Piwik Übersetzung aktualisiert, nachdem ich damals aber nicht zum Entwicklungsteam vordringen konnte, habe ich nun direkten Kontakt zum Translation Manager, Noah. Daher habe ich heute die Piwik Übersetzung komplett überarbeitet. Dies beinhaltet sowohl den eigentlichen Piwik Core als auch die mitgelieferten Plugins, sowie die Installation und manches mehr! Also eine sehr vollständige Übersetzung.

Ich habe soweit alles übersetzt wofür es Strings gibt. An manchen Ecken scheint dies noch nicht ganz implementiert zu sein, aber da bin ich schon mit den Entwicklern in Kontakt. In der Hoffnung, dass ich keine größeren Fehler gemacht habe und soweit alles stimmt, stelle ich euch hier die deutsche Übersetzung zum Download bereit. de.php
Einfach auf den Link klicken, downloaden und das .zip Archiv anschließend entpacken. Dann die Datei in seiner Piwik Installation in den Ordner /lang hochladen und die existierende Datei überschreiben. Wenn ihr dann in euer Piwik Dashboard geht, sollte die Deutsche Übersetzung schon aktiv sein, wenn nicht oben die Sprache wählen!

Demnächst wird diese Datei dann auch offiziell auf der Piwik Webseite unter piwik.org/translations zum Download bereit stehen. Ich fände es sehr nett, wenn ihr eventuelle Fehler in der Datei bzw. der Übersetzung mir in den Kommentaren schreiben könntet, oder mir kurz ne Mail schickt oder den Piwik Entwicklern bescheid sagt.

Demnächst soll das System der Übersetzung im Entwicklungsprozess auch noch umgestellt werden, damit man nicht immer eine Datei lokal bearbeiten muss und mehrere Leute online gleichzeitig dran arbeiten können. Und so vor allem die Übersetzungen schon vor dem Release aktuell sind nicht erst Tage/Wochen später.

Download

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Piwik IP Adressen und App’s

Erstellt von Matthias am 23. März 2010

Piwik Logo

Piwik 0.5.5 Logo

Nachdem ich Gestern schon über die neue Piwik Version geschrieben habe, heute noch 2 Allgemeinere Sachen dazu.

Zum einen gibt es ja nun die Möglichkeit die IP Adressen per Plugin zu anonymisieren, aber damit werden die schon gespeicherten IP’s nicht überschrieben. Dies kann man aber recht einfach über ein SQL Query selbst in de Datenbank erledigen. Dafür muss man einfach nur folgenden Befehl ausführen lassen. Beispielsweise in PhpMyadmin oder ähnlichem.


UPDATE piwik_log_visit
SET
location_ip = INET_ATON(
CONCAT(
SUBSTRING(
inet_ntoa(location_ip)
,1
,LENGTH(inet_ntoa(location_ip))
-LOCATE('.', REVERSE(inet_ntoa(location_ip)))
)
,'.0'
)
)

Damit werden dann alle gespeicherten IP’s um das Letzte Oktett erleichtert. Natürlich wie immer auf eigene Gefahr, bei mir hat es funktioniert!

Man kann übrigens auch ohne die neue Piwik Version 0.5.5 schon die IP Speicherung deaktivieren. Dazu muss man die Datei /piwik/core/Tracker/Visit.php bearbeiten, die Funktion handleNewVisit suchen und dort dann die Zeile:



'location_ip'                   => $userInfo['location_ip'],


in Folgende ändern, bzw. mit Folgender ersetzen:



'location_ip'                   => ip2long('0.0.0.0'),


Damit wird dann die komplette IP genullt, hat den gleichen Effekt wie wenn man das Plugin bei Piwik 0.5.5 auf 4 einstellt, das ist hier genauer beschrieben!

Außerdem habe ich gestern noch entdeckt, dass es für Piwik auch Android und iPod/iPhone Apps gibt. Die Android App heist Web Analytic Client, findet man einfach wenn man nach Piwik sucht. da gibt es eine Pro und eine normale Version, die kostenlose Version hat dezente Werbung mit drin und reicht vom Funktionsumfang völlig. Die Anzeige der Graphen ist zwar nicht so ganz optimal gelöst, aber um schnell einen Blick auf die Statistiken zu werfen reicht es völlig. Man kann damit auf alle Seiten zugreifen, die unter dem angegebenen Account sind.

Für WordPress und Joomla, bzw. auch für andere Systeme gibt es auch Plugins fürs Backend. Mit denen man sehr einfach und schnell einen Überblick über die aktuellen Statistiken hat. Diese fügen dann meist auch den Tracking Code mit in den Footer ein. Das WordPress Plugin heißt WP-Piwik, das Joomla heißt Piwik Analytics for Joomla.

Quellen: hier, hier und dort!

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