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Archiv für die 'Server' Kategorie

Network unreachable – Postfix fatal error

Erstellt von Matthias am 21. Mai 2011

Postfix Logo

Postfix

In Ubuntu Server scheint unter bestimmten Vorraussetzungen in Zusammenhang mit der Netzwerkverwaltung und Postfix ein Bug zu existieren. Durch diesen geht das Netzwerk nach einem Systemstart nicht online und konfiguriert sich nicht automatisch über DHCP. D.h. also durch diesen Bug ist es nicht möglich eine Online Verbindung herzustellen, dies ist insbesondere bei einem Server ärgerlich, da hier dann auch eine Verbindung via SSH nicht möglich ist. Somit ist also auch eine Behebung des Problems nicht ohne physischen Zugang oder ähnliches zum Server möglich. Wie stellt man nun fest ob man dieses Problem hat? Wenn man den Server startet und dieser keine Verbindung herstellt, bzw. man diesen noch nicht mal an-pingen kann ist man nah dran. In diesem Fall scheitert auch ein manueller Versuch via

 

 



/etc/init.d/networking restart


und daraufhin erscheint am Ende die Fehlermeldung



postconf: fatal: open /etc/postfix/main.cf: No such file or directory


Allem Anschein nach hindert auch ein unbenutzter und unkonfigurierter Postfix an der korrekten Funktionsweise des Netzwerkes, bei mir trat der Fehler außerdem auch sporadisch und nicht immer reproduzierbar auf. In Launchpad gibt es zu ähnlichen Problemen einen Bug, der seit 2006 existiert und bis heute immer wieder bestätigt, aber scheinbar nicht behoben wird.

Lösen kann man das Problem durch ein paar einfache Schritte, welche mit einem Ubuntu 10.04 LTS Server einwandfrei funktioniert haben. Zuerst erstellt man die von Postfix vermisste Datei mittels



sudo cp /usr/share/postfix/main.cf.debian /etc/postfix/main.cf


und anschließend lässt man den Index von Postfix neu erstellen



sudo newaliases


und startet Postfix neu.



service postfix restart


Nun sollte alles wieder funktionieren, eventuell muss man einen restart durchführen oder lässt die Netzwerkanbindung mittels



/etc/init.d/networking restart


neu konfigurieren, wenn nun kein Fehler mehr kommt und man einen ping zu anderen Geräten ausführen kann funktioniert wieder alles.

 

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FreeNAS im Vergleich mit QNAP TS410

Erstellt von Fabian am 30. Dezember 2010

Vor etwa 1/2 Jahr habe ich mir einem NAS mit FreeNAS eingerichtet. Neulich hatte ich einen QNAP T-410 NAS zum einrichten hier, dieser fertige NAS ist ab ca 310€ zu bekommen und bietet Platz für 4 Festplatten. Dagegen steht meine Selbstbaulösung mit FreeNAS für 320€ (beide Preise verstehen sich exklusive der Festplatten). Aufgrund der ähnlichen Peislage  hat mich ein Vergleich interessiert. Vielleicht ist das ja für den Ein oder Anderen interessant der sein Weihnachtsgeld in einen NAS investieren will.

Erster Eindruck/Lieferumfang

Der QNAP kommt mit 2 LAN Kabeln, einer Anleitung in „posterform“, einem externen Netzeil und einer Software-CD.
Das Gehäuse ist wirklich sehr kompakt dafür das es 4 Festplatten (wahlweise 3,5 oder 2,5) aufnehmen kann (ca HxBxT 17,5x18x23,5). Außerdem gehören 2x Gigabit LAN, 2x eSATA sowie 4x USB zur Ausstattung. Die Verarbeitung des QNAPs macht einen Sehr guten Eindruck, die Wechselrahmen rutschen sauber ins Gehäuse und verriegeln fest, außerdem ist der QNAP durch den Temperatur geregelten Lüfter nicht zu hören.

Hardware

Hardwareseitig hat der QNAP eine 800Mhz Marvell CPU und 256MB DDR2 RAM unter der Haube.
Dagegen steht die Selbstbaulösung mit einem Intel Atom D510, 2GB DDR2 RAM und einem Promise TX4 als SATA-Porterweiterung.
Im Preis/Hardwareleistung Vergleich hat also die Selbstbaulösung deutlich die Nase vorn. Dürfte aber deutlich mehr Strom verbrauchen, ich habe Leider keine Möglichkeit das Nachzumessen.

Einrichtung/Konfiguration

Für den QNAP gibt es eine CD mit der Software QNAP-Finder, welche nach dem Start QNAP Geräte im Netzwerk findet, was auch gut geht erlaubt man der Software den Zugriff ins interne Netzwerk in der Windowsfirewall. Danach geht die Konfiguration über ein Webinterface weiter. Die Software gibt es auch für Mac.
Was ich etwas schade finde, ist, dass, in meinem Fall, sich der QNAP seine IP nicht selbstständig bezogen hat und der Start von QNAP-Finder zwingend notwendig war, das mag für Windows/Mac User kein Problem sein doch ist etwas unschön nimmt man die Konfiguration mit einem Linux Rechner vor, hier wird im Handbuch empfohlen den NAS direkt mit dem Rechner zu verbinden (Twistedpairkabel (nicht im Lieferumfang enthalten)) und mit dem Webbrowser auf eine in der Anleitung angegebene Adresse zu navigieren. Mit beiden Varianten kommt man letztendlich auf das Webinterface, von dem aus dann die weitere Konfiguration vorgenommen wird.

Bei der FreeNAS Variante wird das Netzwerkinterface direkt am System eingerichtet, die IP entweder manuell vergeben oder mittels DHCP bezogen. Danach geht es auch hier im Webinterface weiter.

Webinterface

Das Webinterface des QNAPs macht einen etwas schickeren Eindruck, braucht aber meiner Meinung nach etwas mehr zeit zum Laden, da ist FreeNAS mit seinem eher schlanken Interface schneller, allerdings lassen sich beide intuitiv bedienen und es gibt bei beiden (kleine) Konfigurationshilfen.

Laufwerkskonfiguration

QNAP bietet folgende Möglichkeiten die Festplatten zu konfigurieren:
Einzelnes Laufwerk, RAID 0,1,5,6 , JBOD, sowie das Einrichten von ISCI Targets und Virtuellen Laufwerken. Als Dateisystem stehen EXT 3 bzw. 4 zur Auswahl. Außerdem lassen sich einzelne Laufwerke als Spare für einen RAID-Verbund konfigurieren

FreeNas bietet folgende Möglichkeiten:
Einzelnes Laufwerk, RAID 0,1,5 bzw kombinationen daraus, JBOD sowie das Einrichten von ISCI Targets. Als Dateisystem stehen UFS, FAT32 sowie ZFS zur Verfügung, allerdings scheint im Moment nur UFS wirklich stabil zu laufen und wird auch von mir verwendet.

Dienste

Die zur Verfügung stehenden Dienste habe ich in einer Tabelle aufgelistet Q steht für den QNAP, F für FreeNAS.

DIENSTQF
CIFS/SMBJAJA
FTPJAJA
TFPTNEINJA
SSH/TELNETJANur SSH
NFSJAJA
AFPJAJA
RSYNCNur als BackupfunktionJA
UNISONNEINJA
UPnPJAJA
iTunes/DAAPJAJA
DDNSJAJA
USVJAJA
WEBSERVERJAJA
BITTORRENTNEINJA
MySQLJANEIN

Zugriffskontrolle

Beide Bieten eine gute Skalierung von Benutzerrechten über einzelne Benutzer und Gruppen und ist für kleinere Netzwerke mehr als ausreichend.

Verschlüsselung

Mit freeNAS ist es möglich Laufwerke zu verschlüsseln in der 400er Serie von QNAP ist das erst ab dem TS-439 Pro II möglich. Ich denke auch mit der im TS410 verbauten Hardware dürfte Verschlüsselung eine langwierige Sache werden.

Backup

Der Vorteil des QNAPs ist seine Eingebaute Backupfunktion, einmal können die Systemeinstellungen an sich gesichert werden (ebenfalls bei FreeNAS), zusätzlich bietet QNAP allerdings Backups auf Externe Datenträger, Remote Backups auf andere Server sowie in die Amazon S3 Cloud.

FreeNAS fehlen diese Funktionen Leider.

FreeNAS auf dem QNAP?

Darüber habe ich mir auch Gedanken gemacht allerdings gibt es FreeNAS nicht für Marvell CPUs, allerdings läuft FreeBSD auf Marvell CPUs, da FreeNAS  auf  FreeBSD basiert, könnte man damit eventuell ein FreeNAS nachbauen aber das ist meiner Meinung nach Spielerei und auch fraglich ob das Ergebnis ähnlich gut ist. Allerdings sollte es möglich sein FreeNAS auf den größeren QNAPs mit Atom Prozessoren laufen zulassen. Ob das sinnvoll ist, muss dann jeder für sich entscheiden.

Fazit

Mein Fazit haut jetzt sicherlich niemanden um, die Stärken des QNAPs liegen im Bereich der Energiekosten, der Datensicherung und des Formats außerdem ist für den weniger versierten Anwender die Konfiguration etwas einfacher, in der Laufwerkskonfiguration wird einem  z.B das erstellen von Mountpoints abgenommen, außerdem ist die Möglichkeit ein Laufwerk als ein Sparelaufwerk für einen RAIDverbund einzurichten sowie RAID6 nette Features, doch bei 4 Festplatten ist auch wenig Potential dafür vorhanden, denn entweder richte ich die Festplatten als 3x RAID5+Spare oder 4x RAID 6 ein. Deshalb würde ich sagen der QNAP ist ein super Gerät für das heimische Wohnzimmer oder im Homeoffice als Backuplösung, wenn die Datenmenge nicht allzu hoch ist, ein wenig mehr Rechenleistung wäre allerdings auch schön gewesen, das geht wie oben Beschrieben dann auch auf kosten einer Verschlüsselungsmöglichkeit, welche für Homeoffice durchaus sinnvoll ist. Eine Weitere Stärke ist die Intergration des QNAPs mit einer Überwachungsanlage was ihn vielleicht für Ladenbesitzer interessant macht.

Mit FreeNAS kann für das gleiche Geld ein wesentlich Leistungsstärkeres System eingerichtet werden, allerdings bedarf es danach auch mehr Administration, da mir hier keine Backupfunktion zur Verfügung steht, welche ich durch Scripte+Cronjob+Externe Festplatte auf meinem Desktop „nachgerüstet“ habe. Andererseits bietet die Selbstbau Lösung auch mehr Platz für Festplatten und ich habe den ein oder anderen Dienst mehr zur Verfügung.

Also kurz um, wer noch eine Besenkammer frei hat und mit relativ wenig Geld eine recht Leistungsstarke NAS Lösung will und auch mal einen Sonntag zum „Basteln“ hat sollte über eine Selbstbaulösung mit FreeNAS nachdenken, wer aber etwas kleines stromsparendes sucht, was auch ins Wohnzimmer passt und danach weniger „Fürsorge“ braucht, für den ist der QNAP das bessere Gerät.

Interessant wären auch eure verwendeten NAS Systeme und ein kurzes Fazit dazu!

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chkrootkit

Erstellt von Matthias am 19. Dezember 2010

Um eine gewisse Sicherheit auf seinem Linux System zu bekommen, bzw. ab und an wenigstens auf ein paar Standard Probleme zu testen gibt es das kleine Programm chkrootkit. Dieses soll mögliche Rootkits und andere Einbruchsspuren erkennen und den Benutzer bzw. Systemadministrator darüber informieren. Mit chkrootkit kann man zwar einiges automatisch testen lassen, aber man sollte sich nie vollkommen auf nur ein Programm verlassen und immer selber wissen ob und wie man sein System abgesichert hat.

Bei den meisten Distributionen ist chkrootkit schon in den Standard-Paketquellen enthalten und mit der Paketverwaltung installierbar. Bei Ubuntu Desktop Systemen kann man chkrootkit einfach im Software-Center suchen und installieren. Alternativ und vor allem für Server Systeme installiert man es mittels:


sudo apt-get install chkrootkit

Anschließend führt man das Programm einfach nur noch auf dem Terminal aus:



sudo chkrootkit

Man muss keine Konfiguration oder ähnliches mehr vornehmen und bekommt relativ schnell umfangreiche Ergebnisse. Ein Beispiel für eine Ausgabe im Terminal kann man hier sehen.


root@system:~# chkrootkit
ROOTDIR is `/'
Checking `amd'... not found
Checking `basename'... not infected
Checking `biff'... not found
Checking `chfn'... not infected
Checking `chsh'... not infected
Checking `cron'... not infected
Checking `crontab'... not infected
Checking `date'... not infected
Checking `du'... not infected
Checking `dirname'... not infected
Checking `echo'... not infected
Checking `egrep'... not infected
Checking `env'... not infected
Checking `find'... not infected
Checking `fingerd'... not found
Checking `gpm'... not found
Checking `grep'... not infected
Checking `hdparm'... not found
Checking `su'... not infected
Checking `ifconfig'... not infected
Checking `inetd'... not infected
Checking `inetdconf'... not found
Checking `identd'... not found
Checking `init'... not infected
Checking `killall'... not infected
Checking `ldsopreload'... not infected
Checking `login'... not infected
Checking `ls'... not infected
Checking `lsof'... not infected
Checking `mail'... not infected
Checking `mingetty'... not found
Checking `netstat'... not infected
Checking `named'... not infected
Checking `passwd'... not infected
Checking `pidof'... not infected
Checking `pop2'... not found
Checking `pop3'... not found
Checking `ps'... not infected
Checking `pstree'... not infected
Checking `rpcinfo'... not infected
Checking `rlogind'... not found
Checking `rshd'... not found
Checking `slogin'... not infected
Checking `sendmail'... not infected
Checking `sshd'... not infected
Checking `syslogd'... not infected
Checking `tar'... not infected
Checking `tcpd'... not infected
Checking `tcpdump'... not infected
Checking `top'... not infected
Checking `telnetd'... not found
Checking `timed'... not found
Checking `traceroute'... not infected
Checking `vdir'... not infected
Checking `w'... not infected
Checking `write'... not infected
Checking `aliens'... no suspect files
Searching for sniffer's logs, it may take a while... nothing found
Searching for HiDrootkit's default dir... nothing found
Searching for t0rn's default files and dirs... nothing found
Searching for t0rn's v8 defaults... nothing found
Searching for Lion Worm default files and dirs... nothing found
Searching for RSHA's default files and dir... nothing found
Searching for RH-Sharpe's default files... nothing found
Searching for Ambient's rootkit (ark) default files and dirs... nothing found
Searching for suspicious files and dirs, it may take a while... nothing found
Searching for LPD Worm files and dirs... nothing found
Searching for Ramen Worm files and dirs... nothing found
Searching for Maniac files and dirs... nothing found
Searching for RK17 files and dirs... nothing found
Searching for Ducoci rootkit... nothing found
Searching for Adore Worm... nothing found
Searching for ShitC Worm... nothing found
Searching for Omega Worm... nothing found
Searching for Sadmind/IIS Worm... nothing found
Searching for MonKit... nothing found
Searching for Showtee... nothing found
Searching for OpticKit... nothing found
Searching for T.R.K... nothing found
Searching for Mithra... nothing found
Searching for OBSD rk v1... nothing found
Searching for LOC rootkit... nothing found
Searching for Romanian rootkit... nothing found
Searching for Suckit rootkit... nothing found
Searching for Volc rootkit... nothing found
Searching for Gold2 rootkit... nothing found
Searching for TC2 Worm default files and dirs... nothing found
Searching for Anonoying rootkit default files and dirs... nothing found
Searching for ZK rootkit default files and dirs... nothing found
Searching for ShKit rootkit default files and dirs... nothing found
Searching for AjaKit rootkit default files and dirs... nothing found
Searching for zaRwT rootkit default files and dirs... nothing found
Searching for Madalin rootkit default files... nothing found
Searching for Fu rootkit default files... nothing found
Searching for ESRK rootkit default files... nothing found
Searching for rootedoor... nothing found
Searching for ENYELKM rootkit default files... nothing found
Searching for anomalies in shell history files... nothing found
Checking `asp'... not infected
Checking `bindshell'... INFECTED (PORTS:  465)
Checking `lkm'... chkproc: nothing detected
Checking `rexedcs'... not found
Checking `sniffer'... lo: not promisc and no packet sniffer sockets
venet0: not promisc and no packet sniffer sockets
venet0:0: not promisc and no packet sniffer sockets
Checking `w55808'... not infected
Checking `wted'... chkwtmp: nothing deleted
Checking `scalper'... not infected
Checking `slapper'... not infected
Checking `z2'... chklastlog: nothing deleted

Eine Zeile ist immer so aufgebaut, das erst erkennbar ist, was getestet wird und anschließend das Ergebnis des jeweiligen Tests gut erkennbar ist. Alle Ergebnisse die mit Kleinbuchstaben geschrieben sind, entsprechen keinem Problem bzw. bedeuten, dass der Test negativ und somit gut ausgegangen ist. Wer sich das Beispiel oben genauer angesehen hat, sieht dass in Zeile 102 ein großes INFECTED steht. Wer so etwas bei sich sieht, sollte aufmerksam werden, aber auch nicht in Panik verfallen. Das gegeben Beispiel gibt nur an, dass hinter Port 465 etwas erreichbar ist, was genau ist aus den Ergebnissen nicht erkennbar. In unserem Fall ist hinter Port 465 einfach nur der SMTPS, also verschlüsseltes SMTP erreichbar, was überhaupt kein Problem darstellt und eher die Sicherheit beim Mail-Verkehr erhöht. Um so etwas zu wissen, muss man sein System eben kennen. Wer über ein Infected stolpert und sich dies nicht erklären kann, kann die Ausgabe auch einfach mal bei einer Suchmaschine seiner Wahl eingeben und bekommt so evtl. weitere Infos, oftmals handelt es sich eben wirklich um einen Fehlalarm.

Man kann chkrootkit auch als Cron-Job, z.b. wöchentlich ausführen lassen und die Ergebnisse sich per Mail zu schicken lassen, dies ist hier näher erklärt.

Alles in allem finde ich chkrootkit recht hilfreich um mögliche Probleme zu finden und einen Überblick zu erhalten. Was verwendet ihr noch um euer System in Schach zu halten, also außer die üblichen Mittel wie Logfiles im Auge behalten und ähnliches?

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Plesk 9.5 proftp Lücke schließen

Erstellt von Matthias am 16. November 2010

proftpd Logo

proftpd Logo

Seit einigen Tagen besteht in proftp, dem FTP Server der auf vielen Servern läuft ,eine Sicherheitslücke, welche mittlerweile häufig ausgenutzt wird. Die meisten Server Anbieter weißen momentan auf diese Lücke hin und verlinken auf die Plesk Seiten die das weitere Vorgehen beschreiben. Da das ganze zumindest für mich anfangs verwirrend war, habe ich das hier nochmal zusammen gefasst. Plesk ändert nicht die Versionsnummer beim Einspielen des Patches, weist darauf aber auch nirgends hin, wodurch man eigentlich annimmt, dass man noch die Lücke im System hat. Dazu unten mehr.

Strato weist wohl auch teilweise betroffene Kunden daraufhin, wenn der Server schon infiltriert bzw. infiziert wurde. Man erhält laut verschiedenen Nutzern im Serversupportforum eine Mail des Supports.

Man kann die Lücke in Plesk entweder so schließen, indem man die Updates für die 9.5er Linie komplett einspielt. Da mittlerweile Plesk 10.x erschienen ist, wird auch die 10er Reihe in der Update Übersicht auftauchen. Dieses braucht man aber nicht zu installieren bzw. darauf zu upgraden. Die Meisten Hoster haben Plesk 10.x noch nicht offiziell frei gegeben und unterstützen es auch noch nicht. Daher bleibt am Besten erst mal bei 9.5!

Wenn dies abgeschlossen ist, kann man via


/usr/sbin/proftpd -v

in der Konsole nach schauen welche Version installiert ist. Man wird feststellen, dass weiterhin die Version 1.3.2e installiert ist. Scheinbar aktualisiert Plesk nicht die Versionsnummer um zukünftige reguläre Updates nicht durch den Patch zu verhindern. Plesk aktualisiert also nicht auf die 1.3.3c, welche offiziell ohne die Lücke erschienen ist.

Wem das zu unsicher ist oder wer sicher gehen will, dass nun 1.3.3c installiert ist, kann folgende Befehle ausführen um proftpd 1.3.3c manuell zu updaten. Bitte schaut vorher ob ihr wirklich selber wisst, was ihr da macht!


apt-get install libpam0g-dev
wget ftp://ftp.proftpd.org/distrib/source/proftpd-1.3.3c.tar.gz
tar xzfv proftpd-1.3.3c.tar.gz
cd proftpd-1.3.3c
./configure
make
mv /usr/sbin/proftpd /usr/sbin/proftpd.old
cp proftpd /usr/sbin/proftpd

Wenn man anschließend wieder mit


/usr/sbin/proftpd -v

die Version testet, wird nun 1.3.3c angezeigt. Nun habt ihr definitiv die aktuelle Proftpd Version ohne Lücke installiert.

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Piwik 0.9.9 erschienen

Erstellt von Matthias am 27. August 2010

Piwik Logo

Piwik Logo

Letzte Nacht ist Piwik in der Version 0.9.9 erschienen. Diese soll, wenn keine gröberen Fehler mehr auftauchen auch zur Version 1.0 werden. Ich nutze Piwik schon ungefähr seit der Version 0.2.3 und habe den bisherigen Weg aufmerksam verfolgt, alles in allem eine gelungene Entwicklung und Piwik läuft schon seit einigen Versionen sehr stabil und zuverlässig. Vom Funktionsumfang kann es meiner Meinung nach schon mit den „großen“ Playern wie Google Analytics mithalten.

Seit einigen Wochen gibt es auch die Funktion, dass man sich die Berichte automatisch täglich/wöchentlich/monatlich per Mail zuschicken lässt. Dies habe ich mir gestern Nachmittag mal genauer angeschaut und für diesen Blog eingerichtet. Dabei habe ich dies so gemacht, dass der Bericht einmal monatlich an unsere Team-Mailingliste geschickt wird. Da die Mailingliste nicht öffentlich ist und neue Teilnehmer eingetragen bzw. freigeschaltet werden müssen, wollte ich erst mal die Mail-Adresse herausfinden, mit der Piwik die Berichte verschickt, dies war nicht so ohne weiteres möglich. Heute morgen sehe ich dann im Changelog den Bug #1538 mit dem dieses Problem behoben wurde, man kann sich nun auf Knopfdruck einen Test-Bericht schicken lassen, das funktioniert einwandfrei. An der Ausgabe im PDF muss zwar noch ein bisschen Feinschliff passieren, aber es ist schon jetzt ziemlich gut. Die Mailadresse mit der Piwik die Berichte verschickt ist übrigens noreply@host.de .

Den Changelog zu Piwik 0.9.9 findet man hier.

List of tickets closed in this release

  • #1570 Goals Loading… never stops
  • #1576 VisitsSummary.getSumVisitsLengthPretty – throws notice
  • #1585 SitesManager.updateSite succeeds for unknown idsite
  • #642 Package Piwik for the Windows Web Application Gallery
  • #1627 Typo in string General_AuthenticationMethodSmtp
  • #1630 Common header for .php and .js files
  • #1634 JavaScript errors in internet explorer when clicking on menu
  • #1588 Warning displayed when sending feedback via feedback form
  • #1561 Google Chrome reloads dashboard twice
  • #1589 Submit buttons look ugly in install (and update?)
  • #1616 Mobile Client working fine on iPod
  • #1638 Add test for strtotime() failure … workaround?
  • #1450 Call to a member function on a non-object
  • #1538 PDF: Add a „send now“ test button to test the report
  • #1574 PiwikTracker: curl support
  • #1582 Trademark policy
  • #1624 Login referer feature is incompatible with Default report to load

Was haltet ihr von dem neuen Release? Welche Verbesserungswünche hättet ihr noch an Piwik?

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Plesk Statistiken zum Laufen bringen

Erstellt von Matthias am 28. Januar 2010

Beispiel von Cron Jobs in Plesk

Beispiel von Cron Jobs in Plesk

Wir benutzen auf unseren Ubuntu vServer, auf dem auch Disfunctions.de läuft, bekanntlich Plesk und Plesk hat ganz praktische integrierte Statistiken über die man sehen kann welche Domain bzw. welcher „Kunde“ wieviel Traffic bzw. Speicherplatz belegt. Das ganze lief bei uns leider nicht und stand nur auf 0. Nun hab ich mich da doch mal dran gesetzt und das behoben.

Die Lösung ist eigentlich nicht schwer, wenn man weis wo man ansetzen muss. Ich habe mich erst mal dumm und dämlich in den Plesk-Einstellungen gesucht, aber keine Lödung gefunden. Per Google hab ich dann verschiedene Foren und Blogs gefunde die über ein ähnliches Problem berichtet haben. Die Ursache war bei fast allen, dass der Cron Job, der dafür zuständig ist nicht gelaufen ist. Weiterlesen »

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Musik ins Netzwerk streamen

Erstellt von Fabian am 17. Januar 2010

Szenario: Auf meinem Rechner liegt meine Musiksammlung, diese soll aber jedem im Haus zur verfügung stehen. Also warum nicht einfach die Sammlung ins Netzwerk stellen, wies geht zeige ich Euch im folgenden Artikel.

Als Grundlage brauchen wir erstmal XAMPP von hier. Ich beschreibe Hier die Installation unter Linux, unter Windows sollte alles sehr einfach über den Gewohnten Installationsweg gehen. Weiterlesen »

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Entwicklung von Ubuntu 10.04 Lucid Lynx startet

Erstellt von Matthias am 3. November 2009

Ubuntu Logo

Ubuntu Logo

Kaum ist Karmic erschienen geht die Entwicklung an Ubuntu auch schon in großen Schritten weiter!

Die nächste Ubuntu Version 10.04 mit dem Namen Lucid Lynx ist ab sofort offen für die Entwickler. Lucid Lynx heißt im Deutschen soviel wie Leuchtender Luchs und wird wieder eine Long Term Support(LTS) Version. Die Letzte LTS ist dann bereits 2 Jahre alt und heißt Hardy Heron (8.04). Weiterlesen »

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Joomla 1.6 Alpha 2

Erstellt von Matthias am 1. November 2009

Installation von Joomla 1.6

Installation von Joomla 1.6

Mittlerweile existiert von Joomla 1.6 die 2. Alpha Version. Ich habe mir diese mal testweise installiert und angeschaut. Die Entwicklung von Joomla geht stetig weiter, trotz allem sehe ich immer noch eines vor mir: Joomla 1.6 sollte normalerweise schon viel früher fertig gestellt werden, anfangs waren Termine wie Anfang 2009 bzw. Sommer 2009 im Gespräch. Mittlerweile geht man nicht davon aus eine fertige Version vor dem ersten Quartal 2010 zu veröffentlichen. Ich persönlich hoffe natürlich, dass 1.6 so schnell wie möglich veröffentlicht wird, gehe aber eher von Februar oder März nächsten Jahres aus. Weiterlesen »

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Backupscript

Erstellt von Fabian am 1. November 2009

Folgendes Szenario: Ich habe eine Festplatte auf der ich Dokumente,Filme,Musik und Ebooks speichere. Damit diese Daten bei einem crash der Festplatte nicht verloren gehen habe ich eine externe Festplatte in der selben Größe auf die die Daten 1:1 kopiert werden. Soweit ist alles noch ganz schön, allerdings ist es nervig jeden Tag die Daten per hand rüber zu kopieren und sämtliche Ersetzen/Überspringen Dialoge per Hand weg zu klicken. Mal ganz davon abgesehen dass man natürlich auch am „Ende“ des Tages daran denken muss. Natürlich könnte man jetzt Programme wie Unison verwenden doch auch das muss per Hand gestartet werden.

Da ich keine Lust mehr hatte alles per Hand zu starten und es sowieso öfters einfach vergessen habe bzw. einfach nachts keinen Nerv mehr hatte meine Platten zu synchronisieren habe ich mich daran gemacht ein kleines Script zu schreiben welches mir diese lästige Aufgabe abnimmt. Das komplette Script findet ihr nochmal am Ende. Weiterlesen »

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