Disfunctions.de

Das Blog der gnadenlosen Fehlfunktionen!

Archiv für die 'Ubuntu' Kategorie

Podcasts in Plex einbinden

Erstellt von Fabian am 6. Mai 2014

Ich benutze jetzt seit längerem Plex um Filme,Musik etc. zu verwalten und zu streamen. Allerdings hatte ich bis jetzt keine Möglichkeit gefunden Podcasts direkt einzubinden. Deshalb habe ich ein kleines Workarround gebastelt.

Zunächst habe ich die URLs der Podcasts aus Rhythmbox exportiert:

[sourcecode language=“bash“]xgrep -x ‚/rhythmdb/entry[@type=“podcast-feed“]/location/text()‘ ~/.local/share/rhythmbox/rhythmdb.xml | grep ^http | sort > links.txt[/sourcecode]

Für xgrep gibt es ein Ubuntu- und Fedorapaket. Für Debian muss xgrep aus dem Quelltext gebaut werden, dafür ist das Paket xutils-dev notwendig.

Um die Podcasts herunterzuladen verwende ich PodGrab. Da PodGrab bei mir von einem eigenen User ausgeführt wird und sich der Speicherort außerhalb des Verzeichnis befindet in dem PodGrab ausgeführt wird habe ich die Zeile download_directory = current_directory + os.sep + DOWNLOAD_DIRECTORY so angepasst, dass download_directory den Pfad zum Speicherort enthält.

Jetzt können die einzelnen URLs in PodGrab importiert werden. Das habe ich mit einem kleinen Shellscript gemacht:

[sourcecode language=“bash“]#!/bin/bash

filename=$1
for line in `cat $filename`
do
./PodGrab.py -s $line
done
./PodGrab.py -l
exit 0[/sourcecode]

PodGrab wird jetzt täglich durch einen cronjob mit der Option -d aufgerufen und lädt ggf. neue Episoden runter.

Der Speicherort der Podcasts kann jetzt in Plex als Bibliothek hinzugefügt werden und wird täglich aktualisiert.

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Speicher via SSHFS mounten und Truecrypt Container laden

Erstellt von Matthias am 18. April 2014

fuse_iconIch bastel seit kurzem an einem Netzwerkspeicher herum, darauf möchte ich auch Backups und einige andere Daten speichern. Eine Frage die sich dabei stellt ist, wie man den Speicher am Sinnvollsten und Schnellsten auf  anderen Computern einbindet. Ich habe mich hierbei für SSHFS entschieden und beschreibe die Befehle hierfür, die ich auf einem Ubuntu 13.10 verwendet habe.

Zuerst muss mit folgendem Befehl die Konfiguration von fuse angepasst werden um das Verwenden in Truecrypt hinterher zu ermöglichen:
 
 
 
 
 
 

[sourcecode lang=“bash“]
gksudo gedit /etc/fuse.conf
[/sourcecode]

Hier muss die letzte Zeile „user_allow_other“ einkommentiert werden und anschließend die Datei gespeichert werden. Nun kann man mittels

[sourcecode lang=“bash“]
sudo chmod a+r /etc/fuse.conf
[/sourcecode]

die Zugriffsrechte korrekt setzen und anschließend mit Hilfe von sshfs den entfernen Speicher einbinden:

[sourcecode lang=“bash“]
sshfs -o allow_other user@host:/path/ /mount/point/
[/sourcecode]
Hierbei ist die Option „-o allow_other“ wichtig, mit welcher hinterher Truecrypt in der Lage ist einen Container aus dem eingebundenen Speicher zu benutzen. Die Angabe für user@host muss natürlich entsprechend der eigenen Zugangsdaten auf dem Speichersystem gesetzt werden, sowie die Pfade ebenfalls. Die Angabe „/path/“ ist der Pfad zum Ordner, welchen man vom entfernten System einbinden will, ausgehende vom root Verzeichnis („/“). Die Angabe „/mount/point/“ steht für den Mountpoint auf dem lokalen System. Hierbei muss der Ordner bereits existieren, in welchem der Netzwerkspeicher eingebunden werden soll.

Jetzt kann man in Truecrypt einfach die Containerdatei auswählen und öffnen. Für mich ist dies eine sehr angenehme Möglichkeit einen Truecryptcontainer von einem entfernen System aus einzubinden.
Falls man den Container öfter mounten möchte, kann man mit einem Eintrag in „/etc/fstab“ dafür sorgen, dass der Netzwerkspeicher bei jedem Start eingebunden wird.

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Truecrypt auf dem Raspberry Pi installieren

Erstellt von Matthias am 20. Oktober 2012

Seit kurzem habe ich den Raspberry Pi bei mir stehen. Nach einigen Tests mit Raspbian(einer angepassten Debian Distribution) und erst mal nur einem Torrentclienten zum Verteilen von Raspbian selbst, wollte ich nun mal eine Festplatte, die mit Truecrypt verschlüsselt ist im Netzwerk verfügbar machen. Dabei stellt man erst mal fest, dass es für Arm scheinbar kein fertiges Paket gibt und auch nichts passendes für Raspbian aufzutreiben war. Somit war es relativ nahe liegend  dass man Truecrypt selbst kompiliert, wie fast immer ist es aber natürlich so, dass es die ein oder andere Stolperfalle gibt und vor einem schon andere Leute vor den gleichen Problemen standen. Im Forum findet man schon eine knappe Anleitung für Truecrypt.

Leicht abgewandelt und etwas erklärt installiert man dann Truecrypt wie folgt:
Zuerst stellt man mittels

[sourcecode lang=“bash“]cd /[/sourcecode]

sicher, dass man in seinem Benutzerordner ist, anschließend lädt man sich die aktuelle Truecryptversion mit folgendem wget Befehl herunter:

[sourcecode lang=“bash“]wget http://www.truecrypt.org/downloads/transient/0d82764e6c/TrueCrypt%207.1a%20Source.tar.gz[/sourcecode]

Falls mittlerweile die Version 7.1a nicht mehr aktuell ist, muss man sich unter http://www.truecrypt.org/downloads2 die aktuelle Version heraussuchen, dabei nimmt man das „Mac OS X / Linux (.tar.gz)”.
Außerdem wird noch WXWidget benötigt, auch dies lädt man einfach herunter:

[sourcecode lang=“bash“]wget http://prdownloads.sourceforge.net/wxwindows/wxWidgets-2.8.12.tar.gz[/sourcecode]

Des weiteren wird noch libfuse benötigt:

[sourcecode lang=“bash“]sudo aptitude install libfuse-dev[/sourcecode]

Und schließlich noch die Header Dateien von RSA Security Inc. PKCS #11 Cryptographic Token Interface (Cryptoki) 2.20 in den Ordner ~/pkcs-header-dir/ herunterladen.

[sourcecode lang=“bash“]cd ~/pkcs-header-dir/ && wget ftp://ftp.rsasecurity.com/pub/pkcs/pkcs-11/v2-20/*.h[/sourcecode]

Jetzt geht es endlich ans kompilieren, dazu muss man zuerst das WXWidget kompilieren und anschließend Truecrypt. Vorher muss man aber erst beide .tar.gz Dateien entpacken:

[sourcecode lang=“bash“]tar -xf TrueCrypt\ 7.1a\ Source.tar.gz && tar -xf wxWidgets-2.8.12.tar.gz[/sourcecode]

Damit die PKCS Header Dateien auch mit in den make Prozess eingebunden werden, muss man den Pfad angeben:

[sourcecode lang=“bash“]cd
export PKCS11_INC=/home/pi/pkcs-header-dir/[/sourcecode]
Nun kann man mit folgenden Befehlen das Kompilieren starten, zuerst für WXWidget:

[sourcecode lang=“bash“]cd truecrypt-7.1a-source/[/sourcecode]

[sourcecode lang=“bash“]make NOGUI=1 WX_ROOT=/home/pi/wxWidgets-2.8.12 wxbuild[/sourcecode]

Dies dauert so ungefähr 15-20 Minuten. Jetzt noch Truecrypt kompileren, das kann etwas länger dauern, sollte spätestens nach 1h fertig sein:

[sourcecode lang=“bash“]make NOGUI=1 WXSTATIC=1
sudo cp -v media/truecrypt /usr/local/bin/
[/sourcecode]

Am Ende kann man jetzt Truecrypt starten, den Befehl unter Umständen anpassen!

[sourcecode lang=“bash“]truecrypt -t -k „“ –protect-hidden=no /tmp/test.truecrypt /media/truecrypt1/ -v -m=nokernelcrypto[/sourcecode]

Dort muss man die Pfade entsprechenden anpassen. Der Pfad zu test.truecrypt ist die Container Datei oder eben das Lauferwerk, also z.B. /dev/sda/ und der 2. Pfad ist der gewünschte Einhängepunkt, in diesem Fall /media/truecrypt1 . Nun sollte alles geklappt haben und man hat Truecrypt installiert und den ersten Container eingebunden. Wie man Container erstellt und alle weiteren Infos zur Kommandozeile erhält man in dem man folgendes eingibt:

[sourcecode lang=“bash“]truecrypt –help[/sourcecode]

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Ubuntu Crypt Setup reparieren

Erstellt von Matthias am 24. Februar 2012

Ab und an kann es unter gewissen Vorraussetzungen dazu kommen, dass sich grub auf einem System mit lvm-crypt bzw. verwendeter Verschlüsselung zerlegt bzw. aus unklaren Umständen nicht mehr funktioniert. Man kann grub dann mittels eines Live-Systems relativ einfach wieder reparieren, wenn man die richtigen Schritte in der richtigen Reihenfolge kennt. Da ich diese selber immer wieder vergesse und man es im Endeffekt recht selten benötigt, fasse ich diese hier mal beispielhaft zusammen. Das muss nicht vollständig sein und muss an das eigene System angepasst werden. Man sollte dabei immer wissen was man gerade macht und nicht nur stumpf die Befehle kopieren.

[sourcecode lang=“bash“]
ubuntu@ubuntu:~$ sudo cryptsetup luksOpen /dev/mapper/lvm-root luks
Enter passphrase for /dev/mapper/lvm-root:
ubuntu@ubuntu:~$ sudo mount /dev/mapper/luks /mnt
ubuntu@ubuntu:~$ sudo mount -o bind /dev /mnt/dev
ubuntu@ubuntu:~$ sudo mount -o bind /sys /mnt/sys
ubuntu@ubuntu:~$ sudo mount -t proc /proc /mnt/proc
ubuntu@ubuntu:~$ sudo cp /proc/mounts /mnt/etc/mtab
ubuntu@ubuntu:~$ sudo mount /dev/sdXY /mnt/boot
ubuntu@ubuntu:~$ sudo chroot /mnt /bin/bash
root@ubuntu:/# grub-install –force /dev/sdXY
root@ubuntu:/# update-grub
[/sourcecode]

Am Anfang muss man hinter /dev/mapper den Namen des eigenen verschlüsseltem LVM angeben. Nach dem ersten Befehl muss man das Kennwort für die Verschlüsselung eingeben, dieses ist nicht das Benutzerkennwort! Anschließend mountet man die verschiedenen Bereiche des Systems und muss dabei all die Angaben die mit /dev/sdXY ändern, statt dem X ein Buchstabe, meist „a“, statt dem Y die Nummer der Boot Partition. Ich hoffe zumindest ich kann dann die ganze Geschichte das nächste mal nachschauen und evtl. hilft es ja dem ein oder anderem.

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Springerlink.com Downloader

Erstellt von Matthias am 12. Januar 2012

SpringerLink.com Logo AvatarAuf der Webseite Springerlink.com werden für viele Lehr- und Ausbildungsbereiche Bücher und Zeitschriften zur Verfügung gestellt. Leider ist die optische Aufbereitung eher suboptimal und man kann eher schlecht die PDF’s online anschauen. Angenehmer Weise biete die Seite eine Downloadmöglichkeit an, diese zerlegt aber die Bücher/Zeitschriften in einzelne Abschnitte bzw. Kapitel, so kann man nur jeweils ein Kapitel herunterladen, jede Datei hat auch noch den gleichen Namen, was das zusammensuchen bzw. zusammensetzen noch unangenehmer macht. Aber das Internet wäre nicht das Internet, wenn es dafür nicht schon eine schöne Lösung gäbe. Für alle *nix-Artigen Systeme, insbesondere für Ubuntu gibt es ein kleines Skript, mit dem man den ganzen Vorgang automatisiert und hinterher ein fertiges, zusammengesetztes und richtig benanntes PDF erhält, mit welchem man gut arbeiten kann!

Auf github findet man von milianw ein funktionales, schnelles Skript.

Dieses kann man mittels

[sourcecode lang=“bash“]
wget http://github.com/milianw/springer_download/zipball/master
[/sourcecode]
herunterladen und einfach entpacken. Danach kopiert man die Datei „springer_download.py“ aus dem Verzeichnis heraus in sein /home Verzeichnis oder in den bin Ordner.
Bevor man nun starten kann, muss man zumindest unter Ubuntu noch pdftk installieren.
[sourcecode lang=“bash“]
sudo apt-get install pdftk
[/sourcecode]

Nun kann man das Skript ausführen, es arbeitet nach folgendem Schema:
[sourcecode lang=“bash“]
./springer_download.py -l „http://www.springerlink.com/content/$ISBN“
[/sourcecode]
Anstatt von $ISBN muss man die entsprechende ISBN des Buches eingeben, alternativ kann man sich das Buch auch direkt auf Springerlink heraussuchen und den Link einfach innerhalb der “ “ kopieren.

Ausser pdftk benötigt das Programm noch Python 2.4.x/2.6.x und iconv, beides war bei mir schon vorhanden und ist, meines Wissens nach, auf einem Standard Ubuntu bereits installiert.

Ich fand das Skript sehr praktisch, da es auch mit VPN Zugängen und anderem arbeiten kann. SpringerLink ist, so weit ich weiß, vorwiegend für Lehrinstitutionen zugänglich und Studenten können über das VPN der Uni auf Springerlink gehen und sollten automatisch eingeloggt werden. Ansonsten einfach mal auf der Bibliothekswebseite der Uni nachschauen.

Das Skript steht unter der GPLv3 und kann somit relativ frei verwendet und weiterentwickelt werden. Viel Spaß damit.

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Vergleich ultraportabler Laptops

Erstellt von Matthias am 7. August 2011

Zurzeit gibt es meines Wissens nach 3 wirklich ultraportable und gleichzeitig relativ leistungsstarke Laptops, diese sind das Macbook Air, das Thinkpad X1 und das Vaio Z. Alle 3 finde ich recht interessant und alle haben leider gemeinsam, dass sie sich im „gehobenen“ Preisspektrum bewegen. Ich habe zu allen meine persönliche Meinung, dazu später mehr. Bis auf das Macbook Air hatte ich noch keines in der Hand, das soll sich aber noch ändern 😉

Features

Im Folgenden eine direkte Gegenüberstelltung der Features:

[table id=3 /]
 

Kommentar

Nach der trockenen Faktengegenüberstellung noch ein paar Kommentare von mir zu allen Modellen. Das Macbook Air ist zwar absolut das dünnste, mir aber ne ganze Ecke zu leistungsschwach und ist außerdem von Apple, da habe ich so meine persönlichen Probleme mit der Firma, auch wenn sie viel gute Hardware bauen. Das Macbook Air würde für mich schon von der mangelnden Leistung rausfallen, das hat sich leider auch in der 2011er Version nicht geändert. Das Thinkpad X1 hat leider keinen Full-HD Bildschirm, das hat das Vaio Z schon, aber ich bin mir da unsicher ob man auf einem 13″ Bildschirm wirklich den Unterschied zwischen einer Full-HD Auflösung und der vorhandenen Auflösung des X1 merkt. Das X1 ist wegen dem Spritzwasserschutz und dem Stoßschutz, so kann es wohl auch heftigere Stürze verkraften, aber vor allem auch wegen der Robustheit die man den Thinkpads nachsagt interessant. Das Vaio Z hat einen Full-HD Bildschirm und sieht auch ganz ansprechend aus, es ist genauso wie das Thinkpad schön auf die eigenen Bedürfnisse konfigurierbar, aber am Ende mit ordentlicher Austattung auch das teuerste der 3 und liegt jenseits der 2.000€ Marke. Mir gefällt momentan das X1 am Besten, es wirkt auf mich am Rundesten und hat gute Möglichkeiten zum Konfigurieren.

Linux / Ubuntu

Ob und wie gut Linux bzw. Ubuntu auf den genannten Geräten läuft, lässt sich im Web schwierig herausfinden, auf dem Macbook Air soll es wohl ganz gut laufen, das Sony Vaio Z ist noch recht neu und noch nicht sonderlich weit verbreitet. Das Thinkpad X1 ist offiziell Ubuntu Certified, daher ist davon auszugehen, dass Linux bzw. Ubuntu darauf komplett läuft. Im #ubuntu-de und #ubuntu IRC-Raum auf irc.freenode.net hat zu keinem der Laptops jemand Erfahrungen mit Linux gehabt. Da das X1 aber zertifiziert ist und am Meisten „normale“ Hardware verbaut ist, kann man davon ausgehen dass es gut läuft. Das Macbook Air sollte auch, zumindest grundlegend mit Ubuntu funktionieren, beim Vaio Z habe ich da auf Grund der vielen Besonderheiten, vor allem mit dem externen Media-Dock und der externen Grafikkarte so meine Zweifel.

Frage

Kennt ihr noch weitere ähnliche Laptops, die vergleichbar sind. Was benutzt ihr für unterwegs und was würdet ihr mittlerweile anders machen, bzw. was nervt euch an eurem mobilen Weggefährten am Meisten? Oder hat jemand von euch sogar Erfahrungen mit einem der 3 genannten Laptops?

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Mögliches neues Design für das Ubuntu Software-Center

Erstellt von Matthias am 1. August 2011

Ubuntu Software Center 11.10 Oneiric OcelotWie OmgUbuntu berichtet ist in den aktuellen Entwickler Versionen des im Oktober erscheinenden Ubuntu 11.10 ein neues Design für das Software-Center erschienen. Es wirkt viel mehr nach „App Store“ und ist insgesamt neu designed, aufgeräumter und zumindest wirkt es Anwenderfreundlicher. Alles in allem, finde ich macht es einen schönen, frischen Eindruck.

Das bisherige Software-Center Design hat, meiner Meinung nach, mehr die vorhanden Funktionen abgebildet und war keine wirklich durch designde Oberfläche. Bei dem neuen Design wirkt alles viel mehr aus einem Guss und gefühlt lässt es sich besser bedienen. Ob das auch wirklich im produktiven Gebrauch so ist, wird sich noch zeigen müssen.

Momentan ist noch unklar ob dieses Design wirklich im Oktober in Oneiric (11.10) landen wird oder ob es doch anders wird oder gar alles beim Alten bleibt. Gut möglich ist, dass sich am neuen Entwurf noch einiges verändert und wir gespannt sein dürfen!

Was haltet ihr von dem neuen Design?

 

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PPA-Purge

Erstellt von Matthias am 20. Juli 2011

Ubuntu Logo

Ab und zu kommt es vor, dass ich daily-PPA’s oder neue PPA’s ausprobiere um neuere Versionen von Programmen zu bekommen. Dementsprechend möchte ich auch ab und an wieder zurück zur alten Programmversion. Dies klappte bei mir mit Gwibber leider nicht reibungslos, es kam nach dem deinstallieren und entfernen des PPA’s immer der folgende Fehler:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
[sourcecode lang=“bash“]
matze@matze-pc:~$ sudo apt-get install gwibber
Paketlisten werden gelesen… Fertig
Abhängigkeitsbaum wird aufgebaut
Statusinformationen werden eingelesen… Fertig
Einige Pakete konnten nicht installiert werden. Das kann bedeuten, dass
Sie eine unmögliche Situation angefordert haben oder, wenn Sie die
Unstable-Distribution verwenden, dass einige erforderliche Pakete noch
nicht erstellt wurden oder Incoming noch nicht verlassen haben.
Die folgenden Informationen helfen Ihnen vielleicht, die Situation zu lösen:
Die folgenden Pakete haben unerfüllte Abhängigkeiten:
gwibber : Hängt ab von: gwibber-service (= 3.0.0.1-0ubuntu3) aber 3.1.0~bzr997-0ubuntu1~daily1 soll installiert werden
E: Beschädigte Paketematze@matze-pc:~$
[/sourcecode]

Im IRC-Chat #ubuntu-de auf freenode wurde mir der Tipp mit ppa-purge gegeben.

PPA-Purge ist ein kleines Kommandozeile-Tool welches auch in den Standard Ubuntu Quellen vorhanden ist, daher kann man es einfach mittels dem Befehl ausführe.

[sourcecode lang=“bash“]
sudo apt-get install ppa-purge
[/sourcecode]

installieren.

Um das PPA zu entfernen muss man es noch eingetragen haben und anschließend mit dem Befehl

[sourcecode lang=“bash“]
sudo ppa-purge ppa:
[/sourcecode]
Hinter das ppa: kommt der entsprechende Name des PPA’s. Mit meinem Beispiel von Gwibber würde der Befehl so aussehen:
[sourcecode lang=“bash“]
sudo ppa-purge ppa:gwibber-daily/ppa
[/sourcecode]

Damit wird das PPA aus der Quelle entfernt, die installierte Version des Programms deinstalliert und automatisch wieder die Version des Programms installiert die in den Standard Ubuntu Quellen, bzw. eben der entprechenden Distribution, enthalten ist. Vorrausgesetzt ihr habt keine Konfigurationen/Chache-Daten gelöscht, bleiben auch alle Anwendungsdaten vorhanden und ihr könnt da weiter machen wo ihr aufgehört habt.
Ich finde das ist ein sehr praktisches Tool und kann einem schnell und unkompliziert weiter helfen! Welche Tipps für kleine, handliche Helfer habt ihr?

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Network unreachable – Postfix fatal error

Erstellt von Matthias am 21. Mai 2011

Postfix Logo

Postfix

In Ubuntu Server scheint unter bestimmten Vorraussetzungen in Zusammenhang mit der Netzwerkverwaltung und Postfix ein Bug zu existieren. Durch diesen geht das Netzwerk nach einem Systemstart nicht online und konfiguriert sich nicht automatisch über DHCP. D.h. also durch diesen Bug ist es nicht möglich eine Online Verbindung herzustellen, dies ist insbesondere bei einem Server ärgerlich, da hier dann auch eine Verbindung via SSH nicht möglich ist. Somit ist also auch eine Behebung des Problems nicht ohne physischen Zugang oder ähnliches zum Server möglich. Wie stellt man nun fest ob man dieses Problem hat? Wenn man den Server startet und dieser keine Verbindung herstellt, bzw. man diesen noch nicht mal an-pingen kann ist man nah dran. In diesem Fall scheitert auch ein manueller Versuch via

 

 

[sourcecode lang=“bash“]

/etc/init.d/networking restart

[/sourcecode]

und daraufhin erscheint am Ende die Fehlermeldung

[sourcecode lang=“bash“]

postconf: fatal: open /etc/postfix/main.cf: No such file or directory

[/sourcecode]

Allem Anschein nach hindert auch ein unbenutzter und unkonfigurierter Postfix an der korrekten Funktionsweise des Netzwerkes, bei mir trat der Fehler außerdem auch sporadisch und nicht immer reproduzierbar auf. In Launchpad gibt es zu ähnlichen Problemen einen Bug, der seit 2006 existiert und bis heute immer wieder bestätigt, aber scheinbar nicht behoben wird.

Lösen kann man das Problem durch ein paar einfache Schritte, welche mit einem Ubuntu 10.04 LTS Server einwandfrei funktioniert haben. Zuerst erstellt man die von Postfix vermisste Datei mittels

[sourcecode lang=“bash“]

sudo cp /usr/share/postfix/main.cf.debian /etc/postfix/main.cf

[/sourcecode]

und anschließend lässt man den Index von Postfix neu erstellen

[sourcecode lang=“bash“]

sudo newaliases

[/sourcecode]

und startet Postfix neu.

[sourcecode lang=“bash“]

service postfix restart

[/sourcecode]

Nun sollte alles wieder funktionieren, eventuell muss man einen restart durchführen oder lässt die Netzwerkanbindung mittels

[sourcecode lang=“bash“]

/etc/init.d/networking restart

[/sourcecode]

neu konfigurieren, wenn nun kein Fehler mehr kommt und man einen ping zu anderen Geräten ausführen kann funktioniert wieder alles.

 

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verschlüsseltes lvm in anderem System einbinden

Erstellt von Matthias am 8. Januar 2011

Ubuntu Logo

Vor kurzem habe ich mein Ubuntu System auf eine andere Festplatte installiert. Wie immer auch wieder als vollverschlüsseltes LVM. Wie das immer so ist, nachdem man alles installiert hat seine ganzen Programme wieder drauf hat, stellt man fest, dass man doch noch einige Config Files, Skripte und sonstige Daten von der alten Platte bräuchte. Ich habe grundsätzlich keine Daten auf der Systemplatte gespeichert, damit ich auch jeder Zeit bei einer defekten Platte oder einem gecrashtem System mit den Daten weiter arbeiten kann. Also eigentlich hätte ich nicht wirklich noch was von der alten Platte benötigt, aber die Config Files und beispielsweise die Playlist Datenbank von Banshee sind schon ganz praktisch. Auch schon das alte System war vollverschlüsselt, daher konnte ich nicht einfach die alte Platte anschließen und einbinden. Auf meiner Suche nach einer Lösung bin ich auf einen Beitrag von Chrisss (linuxundich.de) auf Ubuntuusers.de gestoßen, der für mich, leicht abgewandelt wunderbar funktioniert hat.

Dazu muss man folgende Befehle ausführen:

Zuerst schaut man nach wie das lvm heißt, dort wo $NAME steht, wird der Name eures lvm erscheinen. die erste Zeile muss ungeändert so bleiben und in das Terminal eingegeben werden.

[sourcecode lang=“bash“]
$ lvdisplay | grep „LV Name“
LV Name /dev/$NAME/root
LV Name /dev/$NAME/swap_1
LV Name /dev/$NAME/boot
[/sourcecode]

Nun weis man den Namen und fügt ihn in den nächsten Befehl ein, dadurch aktiviert man das lvm.

[sourcecode lang=“bash“]
$ vgchange -a y $NAME
2 logical volume(s) in volume group „$NAME“ now active
[/sourcecode]

Nun muss man es nur noch mounten, dazu erst einen Mountpoint erstellen (hier /mnt/root, kann aber auch ein frei gewählter sein).

[sourcecode lang=“bash“]
$ mkdir /mnt/root
[/sourcecode]

Und nun wirklich mounten.

[sourcecode lang=“bash“]
$ mount /dev/$NAME/root /mnt/root
[/sourcecode]

Beim Öffnen wird man nach dem Passwort gefragt und hat es nun wie eine normale Festplatte eingebunden und kann die Dateien kopieren, verändern oder löschen. Das war alles!

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