Disfunctions.de

Das Blog der gnadenlosen Fehlfunktionen!

Tatort Internet

Erstellt von Fabian am Donnerstag 7. Oktober 2010

Fefe hat heute Vormittag ja schon auf die Sendung „Tatort Internet-Schützt endlich unsere Kinder“ auf RTL2 hingewiesen (hier gibts die komplette Sendung),  ich habe mir die Sendung auch angesehen und war mir davor schon sicher darüber etwas zu schreiben.

Durch die Sendung führen Stepahnie zu Guttenberg (genau, die Frau von Theodor zu Guttenberg) als Vorsitzende des Vereins Innocence in Danger und Udo Nagel als pensionierter Polizist. Beschrieben wird die Sendung auf RTL2 folgendermaßen:

[…]“Tatort Internet – Schützt endlich unsere Kinder“ thematisiert diese ernste Bedrohung, recherchiert, konfrontiert und deckt auf. RTL II möchte auf die Gefahren hinweisen, ein Bewusstsein zum Schutze unserer Kinder schaffen und auf eine gesetzliche Neubewertung dieser Taten hinwirken. Stephanie zu Guttenberg und Julia von Weiler von Innocence in Danger stehen mit ihrer Expertise zur Seite.[…]

Schon gleich zu Beginn der Sendung treten die Beteiligten als „Internetexperten“ auf, so erklärt Frau Guttenberg gleich am Anfang dass Internet im Kinderzimmer eine Standleitund für Perverse ist, da die Webcam am PC gehackt werden kann und somit kinderpornographisches Material produziert werden kann ohne selber handanlagen zu müssen. Außerdem bekommen wir von Julia von Weiler (Geschäftsführerein von Innocence in Danger)  das Phänomen „Einmal im Netz, immer im Netz“ erklärt. Was mich sowieso die ganze Zeit gestört hat, ist die Tatsache, dass der Hinweis auf einen kritischen Umgang mit dem Medium internet, vorallem im Bezug auf sachen wie Sicherheit und Privatsphäre, bzw. der Hinweis auf eine dahingehende erziehung der Kinder komplett fehlt. Ich glaube die Tatsache das Frau zu Guttenberg am Ende mehr oder weniger in einem Nebensatz eine dahingehende Bemerkung macht, macht es dann auch nicht gerade besser.

Was mich die ganze Zeit über an der Sendung gestört hat, war die Tatsache, dass mich die Machart der Sendung schwer an das Scripted Reality Fernsehn im RTL bzw. RTL2 Vormittagsprogramm erinnert. So finden die Ermittler auf einmal zufällig in der Nachbesprechung eines „Einsatzes“ ein Profil auf Facebook außerdem wirken die Räume sehr steril und die hohe Quote an Appleprodukten überrascht auch ein wenig.

Mein Hauptpoblem mit der Sendung war aber vielmehr folgendes: Wenn wir  bzw. ich mir einmal ganz genau Gedanken darüber machen was der geneigte Zuschauer eigentlich sieht, fällt folgendes auf, wir sehen einige Personen die vermeindlichen Pädophilen in Chatrooms eine Falle stellen, man bekommt aber nie Original Chatlogs zu Gesicht, noch bekommt man gesagt auf welcher Platform, mit welchem Messenger bzw in welchem Chatroom das Gespräch zu stande gekommen ist. Desweitern sehen wir von oben bis unten anonymisierte Personen. Außerdem sollte man sich doch mal die Frage stellen, macht sich wirklich jemand irgendwo Strafbar? Die Person mit der der Pädophile chattet ist Volljährig und auch die Person mit der das Treffen Stattfindet ist nach Angaben des Senders nach ebenfalls Volljährig, bevor eine strafbare Handlung begangen wird, wird das Gespräch zwischen dem „Lockvogel“ und dem „Opfer“ beendet. Um ehrlich zu sein halte ich das für verschwendete Energie, denn selbst Udo Nagel sagt am Ende des zweiten Falls, der an die Polizei weitergeleitet wurde, dass die Polizei nicht handeln könnte, da die weitergeleiteten Informationen laut angaben der Polizei nicht für einen Anfangsverdacht reichen würden. Außerdem hatte ja Fefe schon vor der Sendung auf das Problem des „Entrapment“ hingewiesen. [Link]

Hier fand ich den 3. Fall der vorgestellt wurde besonders kritisch, selbes Spiel…es wird ein fingierter Chat geführt und sich irgendwann mit dem „Täter“ in der Stadt verabredet. In diesem Fall war das Mädchen im Chat 13 und der Täter ist laut eigenen Angaben 19. Nicht das ich das hier gutheißen möchte aber Beziehungen (auch sexueller Art) zwischen 19 Jährigen und 13/14 Jährigen sind schon (traurige) Realität und werden als nicht bzw weniger  kriminell angesehen als wenn der Altersunterschied noch größer wäre. Hier könnte man sich ja mal Gedanken darüber machen ob wir nicht in einer übersexualisierten Gesellschaft leben in der sich  durchaus schon 13/14 „sexuell attraktiv“ Kleiden. Aber das nur am Rande.

Was bleibt mir also als Fazit?

Ich halte die Sendung in der Form für stark kontraproduktiv, da die Sendung durch die oben genannte Punkte sowieso wenig seriös und (teilweise) gestellt wirkt und es meiner Meinung nach weniger darum geht wirklich etwas gegen Pädophile im Internet zu tun als eher eine „spannende“ Sendung im Programm zu haben. Außerdem löst die Sendung meiner Meinung nach eher Pankik aus als dass sie Kinder und Jugendliche bzw. deren Eltern in Sachen Medienkompetenz mit dem Medium Internet schult.

ANMERKUNG:

ICH MÖCHTE MIT DIESEM ARTIKEL NICHT DAS PROBLEM „PÄDOPHILE IM INTERNET“ LEUGNEN, NOCH MÖCHTE ICH IRGENDWAS SCHÖN REDEN. DIESER ARTIKEL RICHTET SICH AUSSCHLIEẞLICH GEGEN DAS FORMAT DER SENDUNG.

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[Gastartikel] UMTS Router

Erstellt von Fabian am Sonntag 19. September 2010

Christian, vom mobiles-internet123.de Team, die sich zum Ziel gesetzt haben eine sehr Umfangreiche Seite zum Thema „Mobiles Internet in Deutschland“ aufzubauen,  ist auf Matthias‘ Artikel zum N24 UMTS-Stick gestoßen und hat uns als Ergänzung einen Artikel über UMTS Router zur Verfügung gestellt. In diesem Sinne nochmals vielen Dank vom Disfunctions-Team!

Mit einem UMTS Router lassen sich UMTS Verbindungen gleichzeitig mit mehreren Nutzern verwenden. Ähnlich wie bei den etablierten DSL Routern können hier mehrere Endgeräte an die Netzwerkkomponente angeschlossen werden, um gemeinsam das Internet zu nutzen. Bei einem UMTS Router wird dabei für die Internetverbindung nur nicht das Festnetz, sondern das Mobilfunknetz genutzt. So eignen sich UMTS Router insbesondere für all jene, die auf den Festnetzanschluss verzichten wollen, oder bei denen kein Breitband Internet per Festnetz zur Verfügung steht und die trotzdem das heimische Netzwerk oder das Firmennetzwerk in das Internet bringen wollen. Wer den UMTS Router als so genannte Fallback Lösung nutzen möchte, findet heute auch Geräte, die UMTS Router und DSL Router kombinieren und die Fallback Möglichkeit auf UMTS von Hause aus mitbringen.

Die Zahl und der Anschluss von geeigneten Endgeräten – wie zum Beispiel Laptop, PC und gegebenenfalls Spielekonsole – können bei einen UMTS Router auf unterschiedlichen Wegen erfolgen. Wie dies genau geschieht und welche Geräte dabei angeschlossen werden können, hängt auch von den technischen Spezifikationen des jeweiligen UMTS Routers ab. Möglichkeiten wie Geräte am Router grundsätzlich angeschlossen werden können, können zum Beispiel ein kabelgebundener Anschluss über ein Netzwerk- oder USB Kabel, aber auch drahtlos über WLAN sein.

Richtig angeschlossene Geräte können in der Regel anschließend über eine korrekt aufgebaute Internetverbindung über den Router in das Internet und hier zum Beispiel E-Mail nutzen oder einfach nur das Surfen ermöglichen. Damit eine Internetverbindung mit einem UMTS Router aufgebaut werden kann, muss allerdings vorab noch der Internetzugang mit den Daten des eigenen Mobilfunkproviders zum UMTS Internetzugang konfiguriert werden. Ebenfalls benötigt der UMTS Router wie auch ein UMTS Stick oder ein UMTS Handy, eine UMTS Sim Karte, damit eine Mobilfunkverbindung hergestellt werden kann. Da ein UMTS Router keinen Festnetzanschluss benötigt, eignet sich ein UMTS Router auch zur Mitnahme von Ort zu Ort.

Bild Quelle:wag310 (Alberto Sagredo), steht wie das gesamte Blog unter Creative Commons Lizenz

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Ende und Zusammenfassung der Artikelserie [IM]

Erstellt von Lukas am Montag 13. September 2010

Unter Mein Alternatives IM-Programm haben wir unsere zweite Artikelserie hier im Blog gestartet. Nach dem unsere erste Serie “Meine Programme unter System X” so erfolgreich war und gut angenommen wurde, haben wir uns entschlossen diese zweite Serie zu starten. Diese ging nun mit den letzten Artikeln zu Ende.

Alles in allem fanden wir diese sehr erfolgreich. Wir haben viele Rückmeldungen und eingesendete Artikel bekommen, teilweise auch über Trackbacks aus anderen Blogs. Über all dies haben wir uns sehr gefreut! Daher hier an dieser Stelle mal ein großes

Dankeschön

an alle die mitgemacht haben, gelesen und kommentiert haben. Die Leserzahlen (Unique Visitors) dieser Aktion haben sich auch sehen lassen können. Durchschnittlich wurden die Artikel jeweils ca. 240 mal gelesen. Zu den Artikel dieser Serie haben wir von euch bisher 15 Kommentare bekommen, hinzukommen noch die Kommentare von den externen Blogs. Wobei dies jetzt auch nur die User sind, die direkt auf unserem Blog waren und die Artikel gelesen haben, man müsste da noch die Leser der anderen Blogs, des Feeds und der Planeten hinzufügen. Dies soweit mal zu den Zahlen und Fakten. Jetzt nochmal die versprochene Übersicht aller Artikel(in chronologischer Reihenfolge):

Wir haben damit viele verschiedene Messenger abdecken können und ein schön buntes Feld erhalten. Von Linux über Mac bis Windows wurde auf alle Betriebssysteme eingegangen. Wir hoffen das die Serie auch für euch interessant war und ihr die ein oder andere neue Idee mitgenommen habt.
Uns hat die Serie Spaß gemacht und es war interessant, wie die verschiedenen Leute ihre IM Programme benutzen, wir hoffen euch ging es genauso! Wenn ihr noch Anmerkungen, Ideen oder sonst irgendwas beizutragen habt, hinterlasst einfach einen Kommentar oder schickt uns ne Mail, wir freuen uns! In der Hoffnung, dass wir oben bei den Links niemanden vergessen haben, war es das erst mal zu dieser Serie!

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[Serie] Mein alternatives IM-Programm [Lukas]

Erstellt von Lukas am Donnerstag 9. September 2010

[Dieser Artikel erstand im Rahmen der Artikelserie Mein alternatives IM-Programm auf dem Blog Disfunctions.de im September 2010. Gerne könnt auch ihr euch an dieser Artikelserie beteiligen, wie dies ganz einfach geht, steht auch dort.]
Die Adium Ente

Im Rahmen der Artikelserie „Mein alternatives IM-Programm“ werde ich euch heute Adium auf dem Mac vorstellen. Auf meinem Macbook 13,3″ nutze ich Adium 1.4 b 18. Über diesen Clienten laufen bei mir aktuell ICQ, MSN und Jabber. Allerdings ist es auch möglich weitere Dienste wie Twitter, Facebook und zahlreiche mehr zu verwenden. Adium ist ein freies, kostenloses und unter der GNU GPL Open Source Lizenz verfügbares Programm.

„Alternativ“ ist Adium nicht ganz, da es für ICQ und MSN meines Wissens keine offizielle Version vom Hersteller gibt. Also ist es eigentlich so gut wie die einzigste Möglichkeit alle diese Dienste mit einem Programm zu nutzen.

Möchte man seinen Standart-Clienten anpassen, so kann man sich unter Zahlreichen Erweiterungen (Xtras) auf http://adium.im entscheiden.

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[Serie] Mein alternatives IM-Programm [Matthias]

Erstellt von Matthias am Samstag 4. September 2010

[Dieser Artikel erstand im Rahmen der Artikelserie  Mein alternatives IM-Programm auf dem Blog Disfunctions.de im September 2010. Gerne könnt auch ihr euch an dieser Artikelserie beteiligen, wie dies ganz einfach geht, steht auch dort.]

Pidgin LogoAls Messenger Programm nutze ich Pidgin und Ubuntu 10.04 Lucid Lynx. Weitestgehend ist dies das Standard Pidgin, welches man unter Ubuntu installieren kann. Ich habe lediglich als zusätzliches Plugin den OTR-Zusatz installiert, den findet man auch im Software-Center.

Pidgin ist ein recht weit verbreitetes, Open Source Messenger Programm, welches unter nahezu allen Betriebssystemen läuft und deshalb wohl auch recht beliebt ist. Es stehen außerdem ziemlich gute Erweiterungsmöglichkeiten zur Verfügung, wodurch sich mit der Zeit viele Plugins und Erweiterungen entwickelt haben. Die Entwickler Community ist ziemlich aktiv, wodurch viele verschiedene Protokolle unterstützt und Fehler schnell behoben werden.  Und wenn ein Protokoll mal doch nicht von Haus aus unterstützt wird, ist es recht wahrscheinlich, dass man ein Plugin dafür findet.

Auch wenn ich oben erwähnt habe, dass ich relativ wenig besonderes nutze, möchte ich trotzdem mal auf ein paar Kleinigkeiten eingehen.

OTR – Off-the-Record Messaging

Ich benutze, bei fast allen Leuten mit denen ich über Jabber kommuniziere eine OTR Verschlüsselung. Einfach deshalb, weil es keinen was angeht was ich mit einzelnen bespreche. Außerdem ist die OTR Verschlüsselung wirklich sowas von einfach handhabbar, dass man sich fast schämen muss wenn man es nicht benutzt. 😉 Wie gesagt, einfach das Plugin im Software Center installieren und in Pidgin unter Werkzeuge –> Plugins aktivieren. Nun hat man in jedem offenen Chat einen Button rechts unten auf dem „Nicht privat“ steht. Will man mit einem Kontakt, der ebenfalls OTR hat, einen verschlüsselten Chat aufbauen, klickt man auf diesen Button und der Rest ist dann ziemlich selbsterklärend und geht schnell. Später baut sich die Verschlüsselung automatisch auf, sobald man mit dem entsprechenden Kontakt schreibt. Man braucht sich um nichts mehr kümmern. Ich kann jedem OTR nur empfehlen, es ist wirklich einfach und schnell und vor allem ohne großen Aufwand.

Jabber Transports

Da ich des öfteren von verschiedensten Clienten und Systemen auf meine Messenger zugreifen will, hat es sich für mich als ziemlich praktisch erwiesen Jabber Transports zu nutzen. Transports bieten einige Jabber Server an um andere Protokolle wie MSN, ICQ und viele mehr direkt in sein Jabber einzubinden. Man muss sich dann nur noch in seinen Jabber Account einloggen und der Transport kümmert sich um die Verbindung in das andere Protokoll. Man bekommt alle Kontakte direkt angezeigt und es fühlt sich meiner Meinung nach relativ „nativ“ an. Als Jabber Server nutze ich bekanntlich jabber.ccc.de, dieser wird vom Chaos Computer Club bereitgestellt und ist frei zugänglich. Da dieser keine Transports anbietet, aus Stabilitätsgründen, nutze ich einfach den Transport von jabber.hot-chilli.net, ihr seht ich habe meinen Account beim CCC Server, kann aber die Transports von einem anderen Server nutzen, ganz ohne Probleme! Das ist auch mal wieder eine der vielen Vorteile von Jabber. Da man Kontakte in den anderen Protokollen nun nicht mehr ganz so super verwalten kann wie bei nativem ICQ,MSN, what ever, hat sich für mich ein Roster Utility als ganz praktisch erwiesen. Das braucht man aber eigentlich auch nur einmal am Anfang um das übersichtlich einzurichten und falls man mal seinen Transport Server wechseln möchte. Um einen Transport einrichten zu können, geht man in Pidgin einfach auf Werkzeuge–>Plugins, aktiviert dort das XMPP-Dienstsuche Plugin und geht danach auf Werkzeuge–>XMPP-Dienstsuche. Man muss nur zum Einrichten eines Transports einen dazu fähigen Client haben, Pidgin kann dies. Später kann man seine Kontakte der anderen Prtokolle auch an allen anderen Jabber Clienten nutzen. Ich mache dies zum Beispiel auf dem Handy mit Jabiru, welches auf Android läuft.

Als kleine Ergänzung nutze ich noch das Pidgin Plugin für den Avant Window Navigator, damit bekomme ich im Launcher immer den Avatar des Users angezeigt und nicht das Pidgin Logo. Außerdem habe ich anfangs mal das Evolution Integrationsplugin von Pidgin genutzt, damit legt er alle Messenger Kontakte im eigenen Mail Adressbuch an bzw. ergänzt diese um die Jabber/ICQ/MSN ID. Das wird aber wohl nicht gleichzeitig mit den Transports laufen, aber ausprobiert habe ich dies nicht.

Achso, wer sich fragt warum ich kein Empathy nutze, schließlich ist dies doch die Standard Anwendung unter Ubuntu, dies liegt daran, dass Empathy soweit ich weis bis heute keine Verschlüsselung unterstützt und zum Anderen ist es auch die Gewohnheit. Wobei ich zugeben muss, dass ich Empathy wegen der fehlenden Verschlüsselung nie ernsthaft getestet habe.

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Twitter oAuth – Gwibber upgraden

Erstellt von Matthias am Mittwoch 1. September 2010

Twitter hat vor einiger Zeit die User Authentifizierung über die API umgestellt. Dabei soll seit längerem nun die OAuth Methode benutzt werden. Die bisherige Basis Authentifizierung ist heute ausgelaufen und von Twitter deaktiviert worden, dies bedeutet nun also automatisch, dass alle Client – Programme, die nur die alte Methode unterstützen, seit heute nicht mehr funktionieren. Genau dies ist bei Gwibber in der aktuellen stabilen Version sowohl unter Ubuntu Lucid Lynx 10.04 als auch unter Maverick Meerkat 10.10 der Fall. Eine Version von Gwibber mit Unterstützung für OAuth existiert bereits, hat aber noch nicht in die stable Repositorys der Distributionen Einzug gehalten.

Glücklicherweise wurde ein offizielles Repository unter Ubuntu bereitgestellt, das die neuere Version beinhaltet. Dies ist aber bisher nur für Testzwecke bestimmt. Trotz allem funktioniert es bei mir und anscheinend auch vielen anderen wunderbar, aber wie immer gilt: Verwendung auf eigene Gefahr!

Um Gwibber mit Twitter wieder zum Laufen zu bringen, müsst ihr folgende Befehle in euer Terminal eingeben:


sudo add-apt-repository ppa:ubuntu-desktop/ppa
sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade

Anschließend muss Gwibber einmal beendet und neu gestartet werden, dies könnt ihr entweder über die GUI machen, indem ihr im Menü Gwibber –> Beenden klickt und anschließend Gwibber wieder startet oder direkt im Terminal.


gwibber-service restart

Nun muss man seine angelegten Twitter Konten noch neu authentifizieren, dazu geht man in Gwibber auf Bearbeiten–>Konten, wählt das entsprechende Konto aus und klickt auf  den großen Button Berechtigen. Nun öffnet sich eine Twitter Seite auf der man seine Zugangsdaten eingibt und bestätigt. Wenn dies geklappt hat, darf man nicht vergessen auf Hinzufügen und Speichern zu klicken.

Nun sollten sich die Twitter Konten wieder automatisch aktualisieren und alles funktionieren. Man kann nun das zuvor hinzugefügte Repository wieder entfernen, damit man nicht von allen Programmen die Testversionen nutzt. Wer ein halbwegs aktuelles System hat, bekommt wohl momentan auch fast nur Gwibber ausgeliefert.

Ich finde es immer wieder schade, dass solche Aktualisierungen erst mit Druck vollzogen werden, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Die Änderung in der Twitter API ist seit Monaten bekannt und Gwibber hat dafür auch Lösungen, leider eben wurde dies nicht in Ubuntu rechtzeitig aufgenommen! Ein ähnliches Problem gab es vor einigen Wochen auch schon mit Liferea!

Die Schritte seht ihr hier nochmal in den Bildern.

[via Ubuntu Desktop Mailinglist und The Fridge]

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Piwik 0.9.9 erschienen

Erstellt von Matthias am Freitag 27. August 2010

Piwik Logo

Piwik Logo

Letzte Nacht ist Piwik in der Version 0.9.9 erschienen. Diese soll, wenn keine gröberen Fehler mehr auftauchen auch zur Version 1.0 werden. Ich nutze Piwik schon ungefähr seit der Version 0.2.3 und habe den bisherigen Weg aufmerksam verfolgt, alles in allem eine gelungene Entwicklung und Piwik läuft schon seit einigen Versionen sehr stabil und zuverlässig. Vom Funktionsumfang kann es meiner Meinung nach schon mit den „großen“ Playern wie Google Analytics mithalten.

Seit einigen Wochen gibt es auch die Funktion, dass man sich die Berichte automatisch täglich/wöchentlich/monatlich per Mail zuschicken lässt. Dies habe ich mir gestern Nachmittag mal genauer angeschaut und für diesen Blog eingerichtet. Dabei habe ich dies so gemacht, dass der Bericht einmal monatlich an unsere Team-Mailingliste geschickt wird. Da die Mailingliste nicht öffentlich ist und neue Teilnehmer eingetragen bzw. freigeschaltet werden müssen, wollte ich erst mal die Mail-Adresse herausfinden, mit der Piwik die Berichte verschickt, dies war nicht so ohne weiteres möglich. Heute morgen sehe ich dann im Changelog den Bug #1538 mit dem dieses Problem behoben wurde, man kann sich nun auf Knopfdruck einen Test-Bericht schicken lassen, das funktioniert einwandfrei. An der Ausgabe im PDF muss zwar noch ein bisschen Feinschliff passieren, aber es ist schon jetzt ziemlich gut. Die Mailadresse mit der Piwik die Berichte verschickt ist übrigens noreply@host.de .

Den Changelog zu Piwik 0.9.9 findet man hier.

List of tickets closed in this release

  • #1570 Goals Loading… never stops
  • #1576 VisitsSummary.getSumVisitsLengthPretty – throws notice
  • #1585 SitesManager.updateSite succeeds for unknown idsite
  • #642 Package Piwik for the Windows Web Application Gallery
  • #1627 Typo in string General_AuthenticationMethodSmtp
  • #1630 Common header for .php and .js files
  • #1634 JavaScript errors in internet explorer when clicking on menu
  • #1588 Warning displayed when sending feedback via feedback form
  • #1561 Google Chrome reloads dashboard twice
  • #1589 Submit buttons look ugly in install (and update?)
  • #1616 Mobile Client working fine on iPod
  • #1638 Add test for strtotime() failure … workaround?
  • #1450 Call to a member function on a non-object
  • #1538 PDF: Add a „send now“ test button to test the report
  • #1574 PiwikTracker: curl support
  • #1582 Trademark policy
  • #1624 Login referer feature is incompatible with Default report to load

Was haltet ihr von dem neuen Release? Welche Verbesserungswünche hättet ihr noch an Piwik?

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[Serie] Mein alternatives IM-Programm [Vincent]

Erstellt von Vincent am Freitag 27. August 2010

[Dieser Artikel erstand im Rahmen der Artikelserie Mein alternatives IM-Programm auf dem Blog Disfunctions.de im August 2010. Gerne könnt auch ihr euch an dieser Artikelserie beteiligen, wie dies ganz einfach geht, steht auch dort.]

Hallo liebe Leser,

im Zuge der Serie „Mein alternatives IM-Programm“ möchte ich euch mein Chatprogramm „Miranda“ vorstellen. Miranda ist ein als Open Source erhältliches IM – Programm welches man zusätzlich mit verschiedenen Plugins aufrüsten kann. Man kann hierbei sogar soweit gehen, dass man entweder sich ein vorgefertiges Miranda läd (e.g. Miranda Fusion) oder sich Miranda von Grund auf selbst aufbauen. Ich habe schon beide Versionen probiert, habe mich z.b. aber für die vorgefertigte Variante entschieden und bin dann von diesem Stand ausgegangen und habe ab und zu neue Plugins hinzugefügt.

Vorteile:

* Individuelle Gestaltung und Ausrüstung des Programms

* Viele Einstellungsmöglichkeiten

* In mehreren Accounts parallel online sein

Nachteile:

* Kann ab und zu zu Komplikationen zwischen manchen Plugins kommen, sodass das Miranda abstürzt

* Bei manchen Routern muss man Ports freigeben um Dateien zu senden oder zu empfangen

Hier ist noch die Versionsinfo von meinem Miranda, ihr findet hier auch meine Plugins: Weiterlesen »

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Inidicator Panel Menu – Programmtitelleiste fällt weg

Erstellt von Matthias am Donnerstag 26. August 2010

Ubuntu Unity Inidicator Panel MenuEs ist in der Entwicklung von Ubuntu 10.10 wieder einiges voran geschritten. Ich beobachte vor allem die Entwicklung rund um die Netbook Oberfläche. Hier hatte ich vor einiger Zeit ja schon über das Indicator Panel Menu berichtet. Dabei ging es schon darum, dass die Menüleiste der einzelnen Programme in die obere Statusleiste verschoben hat. Damit spart man Platz auf den kleinen Netbook Bildschrimen. In dem Artikel regte ich an, dass auch die Titelleiste in das Panel Menü wandern könnte. Dies ist nun geschehen. Die Schließen/Minimieren/Maximieren Buttons sind nun neben dem Menü gelandet und gut erreichbar. Der Titel des Programmes ist ganz weggefallen, braucht man ja normalerweise auch nie. So werden am oberen Ende jedes Programmes nun 2 komplette Leisten gespart, was auf einem Netbook schon viel Platz ausmacht.

Nicht maximierte Fenster haben weiterhin eine Titelleiste, die Menüleiste ist aber nun immer oben in der Statusleiste. Dies ergibt bei nicht maximierten Fenstern etwas längere Mauswege, aber zumindest mit geht es so, dass ich auf dem Netbook eh so gut wie alles maximiert darstellen lasse.

Meiner Meinung nach, war die jetzige Änderung nur der einzig logische weitere Schritt und sehr sinnvoll. Für Desktop Systeme hat man sicher ganz andere Maßstäbe, aber bei Netbooks ist das sehr sinnvoll. Wie seht ihr das? Bei Firefox und Evolution gibt es noch ein paar kleine Probleme, wie ihr auch auf den Bildern sehen könnt, aber das wird sicher noch vor dem Release behoben.

Außerdem wurde auch das Software Center mal wieder etwas überarbeitet, vor allem das überarbeitete Design sticht mit dem blauen Wolkenhintergrund ins Auge. Insgesamt ist das Design des ganzen Systemes zwar von Lucid übernommen, aber nochmal heller und moderner gestaltet worden.

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[Serie] Mein alternatives IM-Programm

Erstellt von Vincent am Donnerstag 26. August 2010

Instant MessagingHallo liebe Leser,

wir möchten mal wieder eine Artikelserie starten, diesmal mit direktem Bezug auf alternative IM und Chatprogramme, anstatt normaler der speziellen zum Protokoll gehörenden Programme wie ICQ, MSN/WLM usw.

IM heißt übringens Instant Messaging =), dass sollte ja weitestgehend bekannt sein.

Hierbei gehen wir auch ins Detail und erklären was wir mit unseren Programmen machen können, welche Möglichkeiten es bietet, sowie gewisse Extras aber auch Schwächen der Programme im Bezug auf die Standartprogramme der Anbieter. Außerdem interessiert uns welche IM-Protokolle genutzt werden, welche Plugins, speziellen Einstellungen oder Wege um mehrere Protokolle zusammen zu bringen.

Da wir aber nicht allein sein wollen, rufen wir EUCH auf, euch zu beteiligen. Schreibt einfach einen Artikel über eure Programme und euer System. Auf was es auch am Meisten ankommt, was besonders wichtig/unwichtig ist. Schickt uns diesen Artikel einfach per Mail an mail@disfunctions.de oder alternativ eben über unser Kontaktformular. Ihr könnt, und sollt sogar, gerne euch und euren evtl. vorhandenen Blog verlinken und kurz vorstellen. Außerdem, falls ihr einen eigenen Blog habt könnt ihr natürlich auch einfach einen eigenen Artikel in eurem Blog veröffentlichen und einen kleinen Ping/Trackback an diesen Artikel schicken. Falls der Trackback nicht ankommen sollte, hinterlasst einfach einen Kommentar mit dem Link zu eurem Artikel unter diesem Artikel.

Interessante Themen könnten sein:

  • Verschlüsselung
  • Protokollvielfalt
  • Plugins
  • Transports (Jabber usw.)
  • Betriebssystem übergreifend
  • mobile Clients

Am Ende wollen wir wieder alle Artikel kurz zusammen fassen und eure Blogs/Webseiten nochmal verlinken.

Wie immer gilt, was und wie viel ihr schreibt ist völlig euch überlassen, schreibt einfach so wie ihr wollt mit möglichst vielen interessanten Details.

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