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Backup-Strategie auf meinem PC

Erstellt von Matthias am Freitag 2. Oktober 2009

Ich habe, wie vielleicht der ein oder andere weiß, eine leichte Phobie vor Datenverlusten. Das geht wohl darauf zurück, das ich vor einiger Zeit (hier wollte ich eigentlich „früher mal in jungen Jahren“ schreiben, aber was soll ich denn dann sagen wenn ich wirklich mal im gehobenen Alter bin???) mal eine defekte Festplatte hatte, mit welcher all meine Daten weg waren. Professionelle Datenrettung kam mit einem, wie es bei den meisten Schülern üblich ist, geringen Einkommen nicht in Frage. Und so habe ich eben nur die defekte Platte umgetauscht, ich hatte wenigstens noch Garantie, und eine neue bekommen. Da habe ich mal gespürt wie wichtig viele der Daten sind und wie schwierig, teils unmöglich es ist die benötigten Sachen von Freunden usw. wieder zu bekommen. Logisch, da ja im Normalfall keiner all meine Daten mal so bei sich liegen hat. Hoffe ich zumindest. 😉

Aufgrund dieses Ereignis, habe ich seit damals dafür gesorgt, dass der Defekt einzelner Festplatten für mich keinerlei Folgen außer eben defekter Hardware hat. Ich habe seitdem alle Daten auf mindestens 2 Festplatten. Dies schließt Filme, Musik, Bilder, persönliche Daten und vieles mehr mit ein. Dies sind 2 1,5TB Festplatten. Die eine davon ist fest eingebaut im PC, die andere in einem externen Gehäuse. Außerdem liegen die wichtigsten, persönlichen Daten nochmals zusätzlich auf einer Partition meiner Betriebssystemfestplatte und auf einer externen Festplatte. Diese externe Festplatte lagert, im Normalfall sogar nicht einmal bei mir zu Hause, sondern an einem einige Kilometer entfernten Ort. Diese habe ich nur im Worst Case oder eben wenn ich die Daten mal wieder aktualisiere bei mir. Des weiteren habe ich noch einige Dateien in Dropbox liegen. Wer jetzt denkt, an so vielen verschiedenen Orten können beliebige Leute an meine Daten, täuscht sich. Ich habe alle Festplatten weitest gehend sicher verschlüsselt und kein einfaches Passwort dafür verwendet. Auch sensible Daten die in der Dropbox liegen, sind in einem Truecrypt Container gesichert.

Meine Daten synchronisiere ich alle paar Tage oder Wochen je nach Zeit/Lust und Gefühl auf den aktuellsten Stand mit der Software Unison. Diese bietet mir eine schnelle und einfache Funktionsweise unter Ubuntu.

So abgesichert hoffe ich, dass mir nie wieder wichtige Daten abhanden kommen durch technische Defekte. Die Unvorsichtigkeit beim Löschen ist da sicher nochmal ein anderes Thema. 😉

Vielleicht kann dieser Artikel ja dem ein oder anderen von euch helfen die eigenen Backups zu organisieren oder die eigene Backup-Strategie zu überdenken.

PS: Backups von Betriebssystemen fertige ich grundsätzlich nie an, da ich keinerlei Daten auf den Systempartitionen liegen habe und ein aktuelles System mitsamt aller Programme ziemlich schnell wieder neu installiert ist. Zumindest mit Ubuntu und ähnlichen Linux Distributionen geht dies sehr schnell! Und ich installiere mein System eh nach spätestens einem Jahr meistens neu, damit mal wieder frischer Wind und verbuggte Einstellungen bzw. Altlasten raus fliegen.

6 Kommentare zu “Backup-Strategie auf meinem PC”


  1. jules sagt:

    Mein IT-Prof sagte einmal, wenn’s nicht so teuer wäre, würde er sogar redundant umziehen 😉
    Mir ist erst kürzlich eine externe Platte abgeraucht, doch zum Glück macht mir das dank einer Datensicherung gar keine Umstände.
    Da ich aber nicht viel wichtige Dinge an meinem Privat-PC mache reicht’s, wenn ich alle 1-2 Monate eine Datensicherung von /home mache.
    Das bewerkstellige ich einfach mit einem rsync-alias, was das ganze echt easy macht.

    ich finde, es sollte bei der Betriebssystem-installation (egal ob Linux oder windows) definitiv empfohlen werden, private Daten und Systempartition zu trennen – (wie is’n das bei Linux bzw. Ubuntu? Die letzte richtige Installation ist schon so lange her…) – zumindest bei Windows ist es doch so, dass der user da garnicht drauf hingewiesen wird.
    Wenigstens sind die Fertig-Rechner so konfiguriert, dass man 2 partitionen hat…


  2. flows sagt:

    Kann ich auch nur empfehlen. Das Tool meiner Wahl ist hier aber rdiff-backup, da es auch noch eine Versionsgeschichte anlegt (bin bekannt dafür mal das eine oder andere zu verändern ohne es zu wollen…. – das kann dann einfacher wiederhergestellt werden.
    Interessant find ich auch die Sache mit dem Lagern auf einem entfernten Server, bis jetzt liegen alle Backups bei mir zuhause. Welche Alternativen gibts da? Lohnt es sich überhaupt, so viele Daten übers Internet zu schaufeln mit DSL 6000 (und folglich nem lahmen Upload)? Root-Serfver ist wegen der Kosten bei mir nich drin, auch nicht virtuell. Außer da gibts was billiges.


  3. Schumbi sagt:

    Hey,
    zwei 1.5TB Platten? Das ist einiges. Ich für meinen Teil habe nur meine Uni-Dokumente und meine Bilder resundant abgelegt. Zum einen auf meinem Desktop-PC und zum anderen auf meinem Laptop. Multimedia ist mir da nicht so wichtig, da ich eh mehr Streams höre als MP3 kaufe. Auch habe ich meine ganze Musik auf CD liegen.
    Die Daten, die ich sichere sind auf zwei Rechnern synchron vorhanden, naja so mehr oder weniger und nun wo ich so genauer drüber nachdenke, sollte ich mir auch mal eine geeignete Backup Strategie ausdenken bzw. von Wissenden abschauen.


  4. matthias sagt:

    Ja ist schon einiges 😉
    aber wie gesagt auf der einen 1,5tb platte liegen die identischen daten wie auf der 2. Platte!
    Und bis vor kurzem hatte ich noch 2x 1TB, diese waren nur immer sehr voll und ich hatte nur noch wenige MB frei. Und da ein guter Kumpel von mir die 2 alten Platten haben wollte habe ich die Situation genutzt um mir dann neue zu kaufen.


  5. Christian sagt:

    Für Onlinebackup würde ich bis 50 GBytes http://www.adrive.com empfehlen (weil umsonst), ab 50 GBytes http://www.mozy.com, $5 im Monat für unlimitierten Speicherplatz ist schon klasse und wohl eher vom Upload der DSL-Leitung limitiert. Weiss nur noch nicht, wie das mit einem Linux-Clienten aussieht.


  6. flows sagt:

    @ Christian
    Danke, das schreib ich mir auf! 50 GB sind massig genug für meinen wichtigen Krams. Und FTP, WebDAV oder iwas ähnliches würden mir auch reichen. Verschlüsselung wäre natürlich Pflicht 😉

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