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Tilda – praktisches Terminal

Erstellt von Matthias am Freitag 7. Januar 2011

Tilda Terminal TabsDa ich immer mehr mit dem Terminal arbeite und auch immer wieder längere Prozesse wie aufwendiges rsync und ähnliches im Terminal laufen lasse, waren erst Tabs sehr praktisch, dass kennt ja jeder vom Browser her. Vor kurzem bin ich auf Tilda gestoßen, ein sehr angenehmes, kleines Programm, welches das Terminal nur auf Knopfdruck anzeigt und auch wieder ausblendet. Beim Ausblenden werden laufende Befehle weiter ausgeführt. Zu Tilda gibt es einen recht guten Artikel im ubuntuusers.de Wiki.

Installieren kann man Tilda unter Ubuntu entweder, indem man im Software Center nach „Tilda“ sucht oder mit dem Befehl:



sudo apt-get install tilda


Anschließend kann man Tilda einfach über das Menü Anwendung –> Zubehör –> Tilda starten und es öffnet sich beim ersten Start ein Konfigurationsfenster. Dort kann man alles nach belieben einstellen, dies kann man aber auch später noch genauer seinen Bedürfnissen anpassen.

Bei mir öffnet sich Tilda per Druck auf F1 und lässt sich so auch wieder verbergen. Das Praktische bei Tilda sind zum einen die Tabs, aber auch, dass Befehle weiterlaufen, wenn man Tilda wieder verbirgt. So stört Tilda auf beim normalen Arbeiten nicht weiter und man ruft es nur auf, wenn man es wirklich braucht. Am Praktischsten ist es, wenn man Tilda gleich beim Systemstart mit starten lässt, dazu einfach System –> Einstellungen –> Startprogramme aufrufen und Tilda hinzufügen, der Befehl ist einfach auch „Tilda“.

Bei mir ist Tilda in kürzester Zeit zum Standard geworden ohne das ich schon fast nicht mehr arbeiten würde. Es ist für mich eine große Erleichterung und macht vieles schneller, auch wenn es wirklich nur ein kleines, schmales Programm ist.

Was habt ihr noch für Tricks und Kniffe für euer Terminal?

18 Kommentare zu “Tilda – praktisches Terminal”


  1. Philip sagt:

    Tilda wurde seit ueber 2 Jahren nicht geupdatet.
    Guake (http://guake.org/) bietet gleiche Funktionalitaeten und wird aktiv entwickelt. Die letzte Version ist vom August 2010.


  2. Igby sagt:

    Ja, dropdown-Konsolen sind schon ein nettes Spielzeug. 😉 Ich hab zwar nicht Tilda sondern Guake, aber letztlich ist das Geschmackssache.

    Falls noch nicht bekannt: screen (Das uu.de-Wiki hat einen schönen Artikel). Alle Anwendungen, die mehr oder weniger im Hintergrund laufen sollen/müssen (Musik-Programm (moc), rTorrent, irc, etc), laufen bei mir in Guake in einer screen Sitzung.
    Dringend anzuraten ist allerdings screen zu konfigurieren, weil man sonst ziemlich schnell den Überblick verliert. Bei Bedarf kann ich hier meine .screenrc posten. 🙂

    Gruß
    Igby


  3. hefeweiz3n sagt:

    Ich möchte auch nicht mehr ohne meine Drop-Down Konsole. Da ich KDE-Nutzer bin empfehle ich natürlich für alle KDEler yakuake, ebenfalls wie Guake ein Kuake-Klon bzw. Weiterentwicklung da Kuake seit vielen Jahren tot ist. Wenn ich das richtig lese war Kuake (Abgeleitet von Quake, was ja als erstes die Drop-Down Konsole hatte und dem damals für alle KDE-Anwendungen typischen ‚K‘) aller Dinge Anfang, zumindest für die Linux-Drop-Down Konsolen.


  4. annonymous sagt:

    Würd dir ebenfalls Guake empfeheln, mit Tilda hatte ich immer komische Darstellungsfehler.

    @Igby: Also screen ist schon ein bissel overkill für dein Anliegen, da es Sitzungen verwaltet und keine Programmaufrufe. Lern mal lieber die Bash zubeherschen: http://wiki.ubuntuusers.de/Bash#Hintergrundprozesse


  5. annonymous sagt:

    Achja Planeten lesen hilft übrigens auch: http://www.loggn.de/osx-first-person-shooter-konsole-visor-terminal-on-a-hot-key/


  6. Maxe sagt:

    Obwohl ich Gnome-Nutzer bin, kann ich nur jedem Yakuake empfehlen. Das Tiling ist einfach mal das Killer-Feature.


  7. Mein Name sagt:

    yakuake ist toll und mit ein Grund, warum Linux bei der Benutzerfreundlichkeit um Längen Windows voraus ist.


  8. kdeuser sagt:

    I am a long yakuake user… its a great terminal…


  9. Matthias sagt:

    Ah, Guake und die anderen kannte ich noch nicht, Danke für eure Tipps und Hinweise, werde ich mir mal genauer ansehen!
    Screen kenne ich zwar, finde ich aber im Normalfall etwas zu viel des guten, mir reichen da Tabs. Aber das ist wohl auch viel Gewöhnungssache. Wenn man nur mit screen arbeitet kann es sicher sehr angenehm sein.

    @ Anonymous: Ich lese den Planeten durchaus, der Artikel handelte aber nur von dem Mac Pendant und erschien im Planeten ohne das Update! Außerdem stammt er vom November, ist also schon ein paar Tage her.

    @ Maxe:Was meinst du mit Tiling?

    @ Mein Name: Sowieso ;). Mal im ernst, ich finde es einfach super, wie flexibel und anpassungsfähig Linux im Allgemeinen ist, man kann es sehr sehr weit auf die eigenen Bedürfnisse zuschneiden und personalisieren. Da spielen natürlich Programme wie Yakuake, Guake, Tilda usw. eine Rolle.


  10. Maxe sagt:

    Das hier meine ich mit Tiling: http://www.kde.org/images/screenshots/yakuake.png

    Ich finde es ein bisschen schwach, dass Guake das nicht kann. Aber ich hoffe es kommt noch.


  11. ich sagt:

    Nehmt byobu anstatt screen, das rockt.


  12. Matthias sagt:

    @ Maxe:Ah okay, auch praktisch, wenn man mehrere Sachen im Auge behalten muss.


  13. Sn0wm4n sagt:

    Könnte mir einer von euch erklären, warum genau ihr Tilda / Guake lieber mögt als das „normale“ Terminal? Ich habe nämlich vor einiger Zeit Tilda ausprobiert; neben einigen Grafikfehlern habe ich aber einfach den Sinn (für mich!) nicht recht erkannt. Klar – man kann mit einer Tastenkombination eine Konsoleninstanz aus dem Hintergrund holen. Aber so oft habe ich das weder beim Arbeiten noch in der Freizeit gebraucht. Meist brauche ich das Terminal dann öfter.

    Ich bin immer noch der bash treu. Falls es wen interessiert, ich mache es seit langem so:
    Eine Instanz der bash öffne ich mit [ALT] + [T]. Unter gnome habe ich außerdem via compiz das grid-Feature aktiviert. So kann ich mit [STRG] + [ALT] + [1-9] die einzelnen Fenster schön anordnen ( http://fonsen.blogspot.com/2009/03/compiz-grid-in-ubuntu.html ) und bekomme 4 Fenster auf einen Monitor. Zusätzlich kann ich die Fenster mit [STRG] + [WINDOWS] + [ALT] + Links / Rechts über Arbeitsflächen verschieben. Ich habe 4 Arbeitsflächen und glücklicherweise 2 Monitore – macht 8 „virtuelle“ Monitore. So kann ich die nötigen Terminals (und natürlich alle anderen Fenster) nach Belieben auf den verschiebenen Desktops anordnen und bin in Sekundenschnelle auf der entsprechenden Arbeitsfläche.
    Und falls ich mal Befehle ausführe, die länger dauern (zB große Dateien herumschieben), dann nutze ich meist ein Miniscript, dass einfach den gewünschten Befehl ausführt und danach eine Nachricht via libnotify an das Ubuntu-Benachrichtigungs-Applet schickt. Oder ich schreibe einfach sowas wie „mv foo bar && zenity –info –text=“fertisch““. In beiden Fällen bekomme ich eine schöne Meldung, dass der Befehl fertig ist.

    Wie gesagt, das ist halt meine Konfiguration. Ich brauche häufig mehrere Terminals gleichzeitig / nebeneinander, und da bin ich von Guake / Tilda nicht so überzeugt. Aber überzeugt mich gerne von Gegenteil 😉


  14. Maxe sagt:

    @ Ich: just FYI, byobu ist nur eine Konfiguration für screen …

    @ Sn0wm4n: Wie schon gesagt wurde, ist Tilda veraltet und fehlerhaft. Des weiteren sind Guake/Yakuake auch nichts anderes als Terminalemulatoren (was übrigens NICHTS mit der Shell zu tun hat, die darin läuft). Außerdem finde ich das Fensteranordnungsmanagement sehr mangelhaft und kompliziert (sei es nun compiz oder sonst was). Aber wenn du stets mehr als sagen wir mal 4 Terminals gleichzeitig im Blick haben musst, dann ist das Konzept der hier besprochenen Programme wohl doch nichts für dich 😉


  15. Voku sagt:

    „Da ich immer mehr mit dem Terminal arbeite und auch immer wieder längere Prozesse wie aufwendiges rsync und ähnliches im Terminal laufen lasse, waren erst Tabs sehr praktisch, dass kennt ja jeder vom Browser her.“ …

    … praktisch ist auch die Tagstenkombiw Strg+Z damit kannst einen Prozess in den Hintergrund schicken und bequem weiter arbeiten, wenn man z.B. die Konfig-Date wieder braucht, dann kann man diesen mit fg bzw. fg %n (n=1,2,3,4…) für mehrere Jobs wieder in den Vordergrund holen… 🙂 und „&“ hinter einem Befehl, um diesem direkt im Hintergrund bzw. auf dem Desktop etc. zu starten um im gleichem Terminal weiter arbeiten zu können.

    Mfg
    Voku


  16. Maxe sagt:

    @ Voku: Und dann hat man den Prozess irgendwann vergessen, schließt das Terminal und kaputt ist er, der Prozess. Deshalb lieber screen oder nohup!


  17. Anonymous sagt:

    xterm mit screen oder tmux (bsd-lizenz!!)


  18. justme sagt:

    apt-get install abs-guide # installiert mangels root-Rechten nicht…
    sudo !! # wiederholt den letzen Befehl mit root-Rechten

    Der advanced bash scripting guide ist sehr empfehlenswert!

    und http://www.commandlinefu.com/commands/browse hält auch ein paar schöne tricks auf lager.

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