Disfunctions.de

Das Blog der gnadenlosen Fehlfunktionen!

Update des Ubuntu Software Stores

Erstellt von Matthias am Sonntag 13. September 2009

blau hinterlegte Kategorieauswahl

blau hinterlegte Kategorieauswahl

Ich hatte ja vor einiger Zeit schon mal recht ausführlich über den Ubuntu Software Store geschrieben. Dieser hat nun vor ein paar tagen in Zuge der Alpha 5 Version ein Update bekommen. Mit diesem Update wurde die Oberfläche des Stores überarbeitet und sicherlich auch hinter den Kulissen ein wenig was gemacht, das kann ich aber eher weniger beurteilen.

Der Software Store hat nun ein paar mehr Farben bekommen. Die Kategorieauswahl ist jetzt blau hinterlegt und die Überschriften haben nochmal einen etwas dunkleren blauen Balken als Hintergrund, der die Überschrift, bzw. eher die entsprechende Kategorie deutlicher macht und etwas heraus hebt. Die Icons sind nochmals überarbeitet worden, aber immer noch sind einige nicht so Scharf wie sie sein sollten, aber das lässt sich ja auch momentan noch Verkraften. Auch die Programmansicht ist nun leicht bläulich hinterlegt und es wird zu jedem Programm, soweit vorhanden ein Screenshot angezeigt. Dies kennt man ja auch schon aus Synaptic. Außerdem hat der Ubuntu Store jetzt auch einen eigenen Menüpunkt unter System bekommen, also diesmal direkt in vorderster Reihe und somit einfacher und schneller erreichbar als bisher.

der neue Menüpunkt

der neue Menüpunkt

Insgesamt wirkt der Store jetzt schon mal wieder ein ganzes Stück „runder“ und sieht schöner aus. Aber man muss sicherlich auch bedenken das da noch eine ganze Menge Arbeit auf die Entwickler wartet, viele wichtige Features sind noch nicht enthalten. Aber er befindet er befindet sich auf dem richtigen Weg. Da hat Martin von LinuxLounge schon ein paar Punkte ganz treffend zusammengefasst:

  • Neuste Applikation
  • Zuletzt geupdated
  • Am meisten geladen
  • App-of-the-Moment

Das sind meiner Meinung nach auch schon die zutreffenden Punkte im Store zum Thema Sortierung. Man sieht nun aber schon mal das es mit dem Store auf jeden Fall voran geht und er nicht still steht. Alles andere müssen wir wohl dann bis zu den nächsten Updates abwarten und sehen wie es weiter geht.

Programmansicht bei Rythmbox als Beispiel

Programmansicht bei Rythmbox als Beispiel

13 Kommentare zu “Update des Ubuntu Software Stores”


  1. Matthias sagt:

    Ich verstehe bis dato nicht ganz, wozu der Software Store gut sein soll. Ich mein Otto-Normal-Benutzer kann doch bereits jetzt alle verfügbaren Anwendungen über „Hinzufügen/Entfernen“ installieren und sich ggf. Informationen darüber einholen. Statt das zusammenzulegen, wird nur eine weitere Baustelle aufgemacht.

    Oder hab ich irgendwas übersehen?


  2. 7ero sagt:

    Ich finde den Software Store komplett unnötig und ein Schritt in die falsche Richtung, wenn dort in Zukunft auch kostenpflichtige Programme angeboten werden.


  3. PirahnhA sagt:

    Es soll die Installation für den Casual-Anwender aus der Windows-Welt vereinfachen, der noch nie was von Paketverwaltung gehört hat.
    Die angesprochenen Sortierfunktionen wie App-Of-The-Moment verdeutlichen, dass es auch nicht primär um die Möglichkeit geht Software zu installieren, sondern diese auch bekannter zu machen. Es soll eben wie ein Laden funktionieren, wo man auch einfach nur mal stöbern kann und schaut, was es denn so feines zu entdecken gibt.
    Funktional bringt das natürlich keine Vorteile gegenüber Synaptic, in puncto useability denk ich schon, weil es einen anderen Ansatz verfolgt.


  4. schwalbe93 sagt:

    Unnötige Entwicklung, denn Hinzufügen/Entfernen war und ist genauso gut und ist nach meiner Meinung sehr einfach struckturiert. Der Store ist nach meiner Meinung nach etwas leicht komplizierter gemacht worden.

    Solange man nicht, wie bei Hinzufügen/Entfernen, Freie Software von unfreier Software trennen kann geht es noch.

    Aber zugegeben: Brauchen tut das Ubuntu nicht, es ginge ja auch anders, halt wie bisher. Ich werde mir, falls ich upgrade, mal schaun, ob H&E noch da ist und wenn nicht, es wieder zu installieren.


  5. Matthias sagt:

    Ich meinte auch nicht Synaptic oder irgendein GUI-Frontend für apt, sondern dieses „Anwendung hinzufügen/entfernen“-Programm. Es macht genau das, was du ansprichst. Ich kann stöbern und schauen was es gibt. Warum erweitert man jetzt nicht einfach das Tool um so Sachen wie App-Of-The-Moment? Beliebtheits-Tagging hat es zumindest schonmal.

    Und zu „Es soll die Installation für den Casual-Anwender aus der Windows-Welt vereinfachen, der noch nie was von Paketverwaltung gehört hat.“ Gerade das macht das doch.


  6. tuluse sagt:

    Lalso ich bin mit der Hinzufügen/Entfernen nicht wirklich zufriden.
    Erstens sind teils ähnliche Programme in verschidenen Kategorien unterteilt.
    Zweitens sind viele beschreibungen nicht auf deutsch.
    Drittens fehlen genauere Informationen, wie z.B. die Grösse des Programs.
    Viertens weiss ich nicht immer wie ich das Programm nachher starten soll schliesslich sagt die Kategorie nicht immer etwas über das Startprozedere aus.
    Fünftens sollte sich in Hinzufügen/Entfernen nur Programme gelistet werden, die auch von einem Dau in betrieb genommen werden können, denn wenn erst noch text dateien bearbeitet werden, oder die shell notwendig ist, dann ist das ein Fall für Synaptic.


  7. Matthias sagt:

    > Lalso ich bin mit der Hinzufügen/Entfernen nicht wirklich zufriden.
    > Erstens sind teils ähnliche Programme in verschidenen Kategorien unterteilt.
    > Zweitens sind viele beschreibungen nicht auf deutsch.

    Das sind Sachen, die die Distributoren beheben müssen. Warum sollte man dafür einen neuen AppStore entwickeln?

    > Drittens fehlen genauere Informationen, wie z.B. die Grösse des Programs.

    Kann man wohl auch einbauen, wenn sich einer mal dazu bereit erklärt.

    > Viertens weiss ich nicht immer wie ich das Programm nachher starten soll schliesslich sagt die Kategorie nicht immer etwas über das Startprozedere aus.

    Das kann man auch mit in die GUI aufnehmen.

    > Fünftens sollte sich in Hinzufügen/Entfernen nur Programme gelistet werden, die auch von einem Dau in betrieb genommen werden können, denn wenn erst noch text dateien bearbeitet werden, oder die shell notwendig ist, dann ist das ein Fall für Synaptic.

    Ich denke bei dem AppStore gehts um den DAU? Bis jetzt sehe ich keinen Vorteil (auch nicht den für kostenpflichtige Angebote) darin, etwas komplett Neues zu entwickeln und den Anwendern aufs Auge zu drücken.


  8. matthias sagt:

    Schön die vielen verschiedenen Meinungen von euch zu hören! Aber bedenkt doch bitte mal, dass der Store sich noch am Anfang der Entwicklung befindet und ich hier nur einen Einblick zum momentanen Stand liefern will. Wenn ihr den Store jetzt schon nach den Funktionen bewertet läuft meiner Meinung nach hier was falsch! Er befindet sich ausdrücklich in der Entwicklung und ist auch als solcher anzusehen!
    Was spricht dagegen die bisherigen verschiedenen Möglichkeiten in Zukunft unter einem Dach zu haben? Wer das nicht mag, kann doch trotzdem wieder die Konsole oder Synaptic nutzen! Daran wird doch keiner gehindert!


  9. benb sagt:

    Bevor aufgrund einer Alpha schon die Meinungen feststehen, kann man sich ja nochmal schnell informieren:

    https://wiki.ubuntu.com/SoftwareStore#Roadmap

    Ich finde die Entwicklung jedenfalls spannend.


  10. Victor sagt:

    Ich bin eigentlich Neuen in der Linux-Welt und darf nicht viel darüber sagen.
    Aber wenn ich das dürfte, dann würde ich sagen: Ich bin von einigen Linux-Benutzer-Kommentaren sehr enttäuschst, denn. Anscheinen wollen sie nicht dem Fortschritt sondern den Rückschritt oder der Stand beibehalten.

    Ich finde diese Ziel/Denkart/Meinung krank und kontraproduktiv für die positive Verbreitung von Linux.
    Denn:
    1. Alte/Linux Benutzer kennen das System gut und Benutzen es sehr effizient. (In Terminal, usw.)
    2. Alte/Linux Benutzer sind keine neuen Benutzern also muss man sie nicht gewinnen.
    3. Die meisten Win-Benutzer denken nicht gern, lernen nicht gern und sind das einige gewöhnt.
    4. Win-Benutzer könnten Linux-Benutzer werden und deswegen muss man sie gewinnen.
    5. Um Win-Benutzer zu gewinnen, muss man sich für sie anpassen und nicht umgekehrt.

    { Das Virus muss sich an deinen Körper anpassen und nicht dein Körper an das Virus } oder
    { Linux muss sich an dem Benutzer anpassen und nicht der Benutzer an Linux } oder
    { Nicht die Intelligenz sorgt für die Verbreitung eines Spezies Sondern seine Anpassung Fähigkeit }

    Mir gefehlt Linux und ich möchte das es sich verbreite. Aber wenn ich sehe, wie einige Linux-Benutzer denken, wie sie denken, dann wird mir klar warum
    Linux nicht so verbreitet ist, wie er eigentlich sollte.


  11. matthias sagt:

    @Victor:
    Du darfst und sollst sogar was dazu sagen! 😉
    Ich denke gerade „Neue“, wie du von dir denkst, sind bei solchen Meinungen sehr wichtig. Ubuntu will eine Einsteiger Distribution sein und daher sind wie du auch schreibst gewisse Punkte zu beachten.
    Außerdem versuche ich auch immer die Artikel hier möglichst so zu schreiben damit es auch jeder Anfänger verstehen kann, aber Fortgeschrittene User auch noch was davon haben.
    Daher sind mir auch gerade Einsteiger wichtig.


  12. seb sagt:

    von dem was ich bisher gelesen habe verstehe ich den Ansatz ein besseres, zukunftsfähigeres ‚Portal‘ zu schaffen dass das ‚Add/Remove‘ Dingens ersetzen soll.

    Warum der Store nun Store heißt kann ich nachvollziehen, finde ich aber da es doch hauptsächlich um freie software/FOSS geht etwas unglücklich. Als alternative käme mir Bazaar, Schaufenster oder einfach Softwareverwaltung in den Sinn.

    Ich hoffe dass der Softwarestore nicht im Konflikt stehen wird mit apt/apt-get bzw. das ich apt-get weiter benutzen kann


  13. benb sagt:

    Ich denke nicht, dass es sich mit der konventionellen Paketverwaltung über die Konsole behakt, da es ja eigentlich auch nur eine grafische Oberfläche für die alten Befehle ist. Warum sollte man auch was neues erfinden, wenn das alte doch so gut funktioniert?

    Ich denke übrigens, dass irgendwann mal auch Bezahlprogramme mit dazu kommen werden. Warum auch nicht? Ich denke zum Beispiel Spiele könnte man wunderbar darüber verkaufen. Nicht alles muss schließlich immer OpenSource sein. Manchmal reicht es schon, wenn es gut auf ihr läuft. Und Entwickler von Blizzard & Co wollen schließlich immer Geld für ihre Arbeit haben. Solange sich das Prinzip des Micropayments oder vergleichbares nicht durchsetzt, wird es auch nichts anderes geben. Apple und Android machens vor wies funktionieren kann (besser ist natürlich ohne Zensur!).

    Vor allem: Wenn einem dann doch nicht gefällt, kann man es auch wieder entfernen, bzw. vorher einen Fork machen, bzw. eine andere Distribution wählen.

Kommentar schreiben

XHTML: Sie können diese Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>